Informationstext:
Nouvelle Cuisine entstand Anfang der achtziger Jahre in den Kellern des Konservatoriums der Stadt Wien, als Christian Mühlbacher und Christoph Cech, statt zu üben, lieber ihren Träumen von einer großen Band nachhingen und sich eine starke musikalische Bindung formulierte, die bis heute das Rückgrat der Band ist. Die Big Band wurde nicht als Big Band gegründet, sondern stockte sich von befreundetem Bläser zu befreundetem Bläser über Jahre zu der Größe auf, in der sie sich heute präsentiert. Die Bedeutung des französischen Titels: Ein Bekenntnis zum Kochen, Steckenpferd beider Gründerväter, und zu Europa als musikalischem Nährboden.____________________Stilbeschreibung:
Rhythmisch gibt es eine Vorliebe für kraftvolle, rockbetonte Patterns, oft Spiele mit polyrhythmischen Überlagerungen und ungewöhnlichen Taktarten. Den tonalen Aspekt kann man am ehesten als erweiterte Modalität, ebenfalls bis zum Polymodalen, mit Ausflügen in die freie Tonalität bezeichnen. Verschränkte Kontrapunktik erzeugt Dichte. In der großen Form gibt es einen starken epischen Bezug, der die Bestimmtheit vermittelt, die die Auftritte der Band prägt. In der Detailarbeit dominiert ein Hang zu collagenhaft harten Brüchen, schwebende Stimmungen zersplittern plötzlich, Fortissimokaskaden münden in balladeske Intimität. Ein lebendiger Dinosaurier, immer auf dem Weg. Nouvelle Cuisine steht gerade in Zeiten einer zunehmenden musealen Rückschau für eine konsequente Suche nach immer neuen Möglichkeiten und bindet zudem einige der besten Instrumentalisten dieses Landes in einer Großformation.