© Die Schürzenträger
Stilbeschreibung:
Das Leben besteht aber nicht nur aus anspruchsvollen und allseits bekannten Polkas, Märschen oder Walzer, sondern auch aus ganz anderen wichtigen und nicht zu vernachlässigenden Dingen - z.B "L'amour-Hatscher" oder Tangos oder Wildes oder, oder, oder. Momentan kommen ca. 2,46 typische Stücke auf eine untypische Innovation - Tendenz fallend. Jetzt glauben Sie bestimmt, lieber Leser, wir setzen uns ein bisschen zusammen und proben halt solange, bis ein Stück Erträglichkeit erlangt. Oh nein, gewiss nicht! Nicht zuletzt wegen unserer eigenwilligen Besetzung muss alles vorher arrangiert, geprobt, umarrangiert, geprobt, ausgebessert und dann natürlich wiederum geprobt werden. Unsere Eigenwilligkeit wird besonders durch den Mann rechts in der zweiten Reihe unterstrichen - der ewig grimmig Schauende. Er spielt nämlich das Akkordeon. Wie könnte er auch anders dreinblicken - muss er doch die Funktion der Begleitung und auch gegebenenfalls die der Klarinetten übernehmen. Alle anderen Musiker übernehmen genau den Part des Instruments, welches sie dann auch tatsächlich spielen. Da wären die drei Trompeten, welche die Trompetenstimme spielen und zwei Tenorhörner die, wenn es pressiert, auch mit der Posaune glänzen. Der Tubist spielt (zwar nicht immer in deren Lage) wirklich Tuba und der Schlagzeuger - ein Fantast und Virtuose, das Bindeglied zwischen alt und neu, laut und leise, schnell und langsam - die ganze Palette von Klangkörpern, die Lärm machen. Und last but not least sei noch der nicht zu unterschätzende Wert des Gesanges erwähnt, der erst von manchen Gruppenmitgliedern gewürdigt wird, wenn er einmal bei dafür vorgesehenen Stücken fehlt. Die Schürzenträger sind eine Gruppe acht junger Musiker, die in der Blasmusik den Sinn des Lebens sucht. Das Beste an uns ist aber unsere monetäre Bestechlichkeit. Dabei ist Rentabilität und Ermöglichung der Liebhaberei die vordergründige Motivation für vorsichtige Gagenforderungen.