Das Ehepaar
Ein psychologisches Kammerstück für Kammerensemble, Sopran und Sprecher nach einer Novelle von Francisco Tanzer
KomponistIn: Lauermann Herbert
TextautorIn: Tanzer Francisco
Entstehungsjahr: 1980 - 1981
Überarbeitungsjahr: 1986
Dauer: 38m
Genre:
Textsprache des Werks:

Das Ehepaar - Ein psychologisches Kammerstück für Kammerensemble, Sopran und Sprecher nach einer Novelle von Francisco Tanzer

Besetzungsdetails

Orchestercode:  S, Spr (szenische Fassung 1986: auch 4 Schauspieler) - 1 (Picc)/0/1/1 - 0/1/1/0 - Perc - Hf, Pf, Mandoline, Git - 1/0/0/0/1

Sopran (1), Sprecherin (1), Flöte (1, auch Piccolo), Klarinette (1), Fagott (1), Trompete (1), Posaune (1), Perkussion (1), Harfe (1), Gitarre (1), Mandoline (1), Klavier (1), Violine (1), Kontrabass (1)

Abschnitte/Sätze

Prolog, Verhaftung, Verhör, Entlassung, Epilog

Publikation

Titel:  Das Ehepaar

Aufnahme

Titel:  Herbert Lauermann
Label:  Amadeo

Sendeaufnahme

Anlass-Auftrag-Widmung

Weiterführende Informationen

Österreichischer Beitrag für den Prix Italia 1982, Venedig;
Szenische Fassung 1986 (D: 50')

Uraufführung

Datum:  22. April 1987

InterpretIn: Priti Coles (St), Peter Moucka (Spr), Hans Zauner (Dir)
Weitere Informationen: Herbert Gantschacher (Regie), Manuela Froudarakis (Ausstattung)
Uraufführung einer konzertanten Fassung am 19.8.1982 in Wien

Stilbeschreibung

Das Stück beschäftigt sich mit der Problematik einer Dreiecksbeziehung, die sich vor dem Hintergrund eines Verhörs im Nachkriegsdeutschland (Mai 1945) anbahnt, die aber keinerlei Chance zur Verwirklichung in sich trägt. Ein amerikanischer Leutnant kommt nach Deutschland und verhört das Ehepaar Karl und Luise Riemer. Er muß über das weitere Schicksal des Ehepaares entscheiden. Beim Verhör stellt sich heraus, daß ihm die Frau sehr gut gefällt. Es gibt eine verhaltene Sympathie basierend auf gemeinsamen Interessen an Literatur, Kultur und Frankreich, die die beiden weg vom eigentlichen Gegenstand des Verhöres bzw. weg von Karl Riemer führt. Der Leutnant beginnt Luise Riemer zu verstehen. Zuletzt erscheint der Major und entläßt auf Empfehlung des Leutnants das Ehepaar. Der Leutnant bleibt "verlassen wie ein Kind" zurück. Die neue Beziehung, vielleicht die letzte Wahrheit im Leben der Luise Riemer und des Leutnants, hat keine Chance. Auch das ist Krieg: Verlorene Zeit. Ein Prolog (Tagebuchnotizen des Autors, der immer mehr mit dem Leutnant ident wird) und ein Epilog (eine Tagebucheintragung der Luise Riemer: Ich habe schlafend einen Tag versäumt...) runden die Situation zu einem psychologischen Kammerstück rund um die Unmenschlichkeit des Krieges ab.

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