... schickt sich wahrscheinlich nicht in einem so ernsten Konzert.
Zehn Sätze aus "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler für Violine, Violoncello und Klavier
KomponistIn: Schmidinger Helmut
TextautorIn: Schnitzler Arthur
Entstehungsjahr: 2003
Dauer: ~ 18m
Genre:
Besetzung:

... schickt sich wahrscheinlich nicht in einem so ernsten Konzert. - Zehn Sätze aus "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler für Violine, Violoncello und Klavier

Besetzungsdetails

Klavier (1), Violine (1), Violoncello (1)

Abschnitte/Sätze

I. Wie lang' wird denn das noch dauern?
II. a Vielleicht ist es sehr schön, ...
II. b ... und ich bin nur nicht in der Laune.
III. ... dass ich hergekommen bin, um mich zu zerstreuen ...
IV. Mindestens hundert Jungfrauen, alle schwarz gekleidet;
V. Heiß wird's! Noch immer nicht aus?
VI. Das Mädel drüben in der Loge ist sehr hübsch.
VII. Ah, ein Solo!
VIII. Ja, übermorgen bin ich vielleicht schon eine tote Leiche!
IX. Ob das lauter anständige Mädeln sind, alle hundert?
X. a Jetzt wird's doch bald aus sein?
X. b ... man sollt' öfter in Konzerte geh'n ...

Publikation

Art der Publikation:  Verlag

Weiterführende Informationen

Aus der Fülle von Anregungen und Gedanken zu diesem Stück, das ich für das Altenbergtrio geschrieben habe, streiche ich zwei heraus, die mir auch für den Zuhörer interessant erscheinen.

Da ist zum einen mein berufliches „Doppelleben“ als Komponist und Veranstalter. Aus den damit verbundenen Erfahrungen habe ich diese zehn Sätze aus dem Beginn von Arthur Schnitzlers Erzählung „Leutnant Gustl“, in denen die Hauptfigur Gustl seinen Gedanken beim Besuch eines Oratoriums freien Lauf lässt, ausgewählt und für mich formal und dramaturgisch schlüssig aneinander gereiht.

Als zweiter Punkt hat mich die literarische Darstellungsform des „Inneren Monologs“ inspiriert. Typisch für einen „Inneren Monolog“ sind neben dem Prinzip der freien Assoziation kurze, unvollständige, gebrochene oder oftmals fragmentierte Sätze. In einigen Sätzen hab ich den Sprachrhythmus des Satztitels als Grundlage der musikalisch rhythmischen Textur verwendet. In anderen Sätzen wiederum habe ich der Assoziation an bekannte Musikstücke („Das Gebet einer Jungfrau“ von Thekla Badarczewska) freien Lauf gelassen

 

(zit. n. Homepage 2015)

Uraufführung

Jahr:  2004
Datum:  15. April 2005
Band/Ensemble:  Altenberg Trio