Courante
für Violine solo
KomponistIn: Stankovski Alexander
Entstehungsjahr: 2003
Dauer: 10m
Genre:
Subgenre:
Gattung:
Schwierigkeitsgrad: 5

Courante - für Violine solo

Besetzungsdetails

Solo: Violine (1)

Publikation

Art der Publikation:  Manuskript

Stilbeschreibung

Grundidee meiner Courante für Solovioline aus dem Jahr 2003 war die Komposition einer einstimmigen Linie unter Ausnutzung der spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments (Vierteltöne, Flageoletttöne, glissandi), jedoch ohne Akkorde. Linien – eine neutralere Bezeichnung monodischer Musik als der nostalgisch anmutende Begriff „Melodien“ - interessieren mich, weil sie Kontinuität, Spannung und Zusammenhang über lange Zeitstrecken ermöglichen. In diesem Stück gewährleistet diesen Zusammenhang eine eigens dafür entwickelte Spiegeltechnik, die, ausgehend von einer zweitönigen Zelle am Anfang, immer größere musikalische Abschnitte abwechselnd vor- und rückwärts aneinanderreiht, wobei bei jeder Spiegelung minimale Abweichungen passieren können, die sich im Lauf der Zeit summieren und den Verlauf des Stückes prägen. Durch das ganze Stück hindurch sind immer wieder ähnliche „Motive“ erkennbar, eingebettet in einen Fluss durchaus kontrastreicher und unerwarteter musikalischer Ereignisse, die jedoch alle aus dem selben Kern abgeleitet sind. Der Gestus der Courante ist keineswegs gleichmäßig fließend wie in dem titelgebenden barocken Tanz, sondern beginnt laut Vortragsanweisung „sehr hastig und überstürzt“, beruhigt sich nach und nach zur Mitte hin („mit verhaltender Unruhe“), beschleunigt und verdichtet sich gegen Ende stark und gelangt „mit letzter Kraft ins Ziel“. (Alexander Stankovski, 2017)