Matija Schellander
Subgenre:
Instrument: Kontrabass, Synthesizer

© Rania Moslam

Schellander Matija

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1981

 

Matija Schellander ist ein österreichischer Komponist und improvisierender Musiker, der in Wien zuhause ist. Er spielt hauptsächlich Kontrabass, nutzt modualre Synthesizer und Lautsprecher: die Verarbeitung des Inputs, die Luft bewegt sich beim Output.
Schellanders Musik ist konzeptionell, lässt dabei aber niemals die nicht-rationellen, sinnlich-kommunikativen Möglichkeiten, welche der Musik innewohnen, hinter sich.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1997 - 2001

Meisterklasse

1997 - 2001

Meisterklasse (Live-Elektronics)

1997 - 2001

Meisterklasse

1997 - 2001

Meisterklasse (Helené Labarrierre)

2000 - 2003

Studium (Computer Music und Electronic Media)

2000 - 2003

Studium Komposition, Abschluss mit Auszeichnung

2000 - 2008

Studium (Andrew Ackerman), Abschluss mit Auszeichnung

Studium (Uli Langthaler), Abschluss mit Auszeichnung

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2003

Low Frequency Orchestra: Gründung und seitdem Zusammenarbeit (mit Angelica Castello, Thomas Grill, Maja Osojnik)

2008

seither regelmässige Zusammenarbeit mit Maja Osojnik im gemeinsamen Electroacoustic-Duo "Rdeča Raketa"

2010

seither Duo mit Choi Joonyong, gemeinsame Konzerte in Europa und Asien

2011

Leitung eines Workshops beim Roomservice Festival

2012

Zusammenarbeit mit Attila Faravelli und dessen Soundobjekt "freie aerophone"

2012

Leitung eines Improvisations-Workshops (mit Maja Osojnik und Ryu Hankil) im Mullae Art Center Seoul

Kollaborationen mit zahlreichen Komponisten und Musikern wie Enrico Malatesta, Ryu Hankil, Burkhard Stangl, Franz Hautzinger, Wolgang Mitterer, Dieb 13, Noid, Klaus Filip, Okkyung Lee, Michael Bruckner, Isabelle Duthoit, Kazuhisa Uchihashi, Michael Thieke, Hannes Lingens, Christof Kurzmann, Jin Sangtae, Andrea Neumann, Bernhard Lang, Jorge Sanchez-Chiong, Lukas König, Leo Riegler, Tom Johnson, Martin Brandlmayr, Metalycée, Raumschiff Englmayr, Bernhard Breuer uvm.

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Dotolimpic Seoul, new music days Ostrava, Sound Disobedience Ljubljana, IRZU Ljubljana, Hörgerede/Elevate Festival Graz, ISMEAM Sarvar, Sajeta Tolmin, OdeonMusik Wien, TransArt Bozen, Toussiana Frankfurt, Hotel Pupik Schrattenberg, Sommerszene Salzburg uvm.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2005

Fidelio Award - Spezialpreis der Kommunalkredit Austria (mit Wolfgang Schiftner und Mathias Koch)

2007

Publicity Preis (mit dem Low Frequency Orchestra)

2011

Start-Stipendium

2011

Förderungspreis Musik

Pressestimmen

09./10. März 2013 

zur Live-Vertonung von Dreyers "La passion de Jeanne d'Arc":
Er ist einer, der im Stillen arbeitet. Der aber dennoch für dezibelträchtige, markante, im doppelten Sinn unüberhörbare Töne gut ist: Matija Schellander ist einer jener stiloffenen Soundforscher zwischen vielerlei Genrestühlen, die für viele das Salz in der Suppe der Wiener Musikszene bedeuten.
Drei aktuelle Veröffentlichungen demonstrieren die Vielseitigkeit des 32-jährigen Kontrabassisten und Modular-Synthesizer-Experten, der in Wien u. a. in den Formationen Low Frequency Orchestra und Metalycée aufgezeigt hat: Da ist zum einen Trio-Jazz im Spannungsfeld zwischen Ornette Coleman und Thelonious Monk, zu hören auf dem mit Saxofonist Wolfgang Schiftner und Schlagzeuger Lukas König eingespielten Vinyl-Release Something For The Heart. Und da sind die massiven und doch fein granulierten Noise-Soundwälle, die Schellander im Rdeca-Raketa-Duo mit Maja Osojnik auf Wir werden. baut. Allein verantwortlich zeichnet der Bassist für seine Solo-CD sum sum: Hier choreografiert er dunkle, elektroakustische Soundlandschaften, denen erratische Unruhe, Nervosität eignet.
Aus diesem Pool der Klänge und Geräusche wird Matija Schellander auch schöpfen, wenn er am Sonntag im Rahmen der "Cinema Sessions" des Filmarchivs in der Ruprechtskirche Carl Theodor Dreyers Stummfilm La passion de Jeanne d'Arc aus 1928 mit Livemusik illuminiert. Man höre und staune, welches Klanguniversum in diesem Kontrabass steckt! 

Der Standard

 

Oktober/November 2012

[...] der Kontrabassist und Elektroniker Matija Schellander knüpft daran eine hörens- und sehenswerte Soloperformance. Er bringt das körperliche Moment ins Spiel, wenn er mit Luftgeräuschen zwei Bassbögen hantiert und eine gefühlte halbe Stunde lang, einen eingespannten Bogen schlagend, mit dem Instrument im Kreis geht. Die Addition von Musik und Physik ergibt hier Kunst.

Freistil

Diskografie, Projekte

Diskografie (Auswahl):

  • 2013: Rdeča Raketa: wir werden (Vinyl, god records, Österreich)
  • 2012: šum sum (CD, The Manual, Seoul/Südkorea)
  • 2010: Low Frequency Orchestra & Wolfgang Mitterer – MOLE (CD, chmafu nocords) 
  • 2010: Rdeča Raketa– Old Girl, Old Boy (tape, mosz records) 
  • 2009: Metalycée - It is not (Vinyl, mosz records.)

Band-/Ensemblemitglied bei

Band-/Ensemblemitglied bei: