A l'ombre des ames disparues
Opuszahl: op. 99/1
KomponistIn: Ager Klaus
Entstehungsjahr: 2013
Dauer: ~ 9m
Genre:
Gattung:
Besetzung:

A l'ombre des ames disparues

Besetzungsdetails

Trompete (1), Klavier (1)

Publikation

Art der Publikation:  Manuskript

Anlass-Auftrag-Widmung

Widmung:

Widmungsträger (Person): Ivano Ascari

Weiterführende Informationen

L’ombre des âmes disparues entstand 2013 auf Anregung des berühmten italienischen Trompeters Maestro Ivano Ascari, dem es auch gewidmet ist. Ein Zitat aus Mahlers 3. Sinfonie beginnt das Werk. Das ist durchaus programmatisch gedacht: die 3. Sinfonie Mahlers gehört in der Zeit ihrer Entstehung (1993 – 94) durchaus zu den revolutionärsten Werken dieser Gattung: nicht nur die überbordende Form, die die klassische Sinfonieform sprengt, sondern auch die Dissonanzbehandlung geht deutlich in eine neue Richtung. Das cis des Trompetenrufes wird bei Mahler zwar aufgelöst, aber so spät und  im pianissimo, dass der Hörer die Auflösung des Leittons (der Dissonanz) nicht wirklich wahrnimmt. In meinem Stück gehe ich den Schritt weiter und löse den Leitton nicht mehr auf. Das Zitat wir im Lauf des Stücks 21 mal wiederholt, allerdings gegen Ende immer mehr variiert. Auch wird der Abstand zwischen den Zitaten immer größer.

 

Also entsteht eigentlich eine Passacagliaform, die ja auch Anfang des 20. Jahrhunderts bei den Wiener Komponisten um 1910 sehr geschätzt war (Webern op. 1, Schönberg  Pierrot lunaire). So versuche  ich einen Zusammenhang auch mit den schrecklichen Ereignissen um 1914 herzustellen, da man ja in einigen Werken der Zeit fast prophetisch das Grauen des ersten Weltkrieges sich nähern hört: wie zum Beispiel in Weberns Orchesterstück op. 6, die in L’ombre des âmes disparues am Ende zitiert werden.

 

 

Klaus Ager