Joannes Martin Dürr
Genre:

Dürr Joannes Martin

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1931
Geburtsdatum:  9. Januar 1931
Geburtsort:  Wien
Geburtsland: 
Todesjahr:  1997
Todestag:  16. März 1997
Sterbeort:  Linz
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1936 - 1941

Unterricht bei Hans Neumann

1950

Matura

1950 - 1955

Studium der Musik-, Theater-, und Filmwissenschaft

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1955 - 1962

Arrangements für die Schallplattenindustrie

1955 - 1962

Notenkalligraphien für verschiedene Verlage

1955 - 1962

Notenkopiaturen

1962 - 1968

Herausgabe und Neurevision von Leos Janáceks Opern

1968

Janácek-Gesellschaft: Ehrenmitglied

1969 - 1975

musikalische Betreuung und Aufnahmeleitung von Filmen, Sendereihen und Fernsehreihen

1976 - 1991

Lehrauftrag

1978

Lehr- und Forschungsauftrag "Geschichte der Theorie (Synopsis musikmorphologischer Bewußtseinsprozesse)"

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1964
1967
1967

TV-Festspiele Montreux

1977

Magazin der Wissenschaft

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1966

Förderungspreis

1967

Förderungspreis

1969

Jugendfilmfestival Stockholm: Erster Preis

1969

Rom: Erster Preis als bester Lehrfilm für "Operation Metfly"

1970

International Atomic Energy Agency (IAEA): "Safeguard System" ausgewählt zum Repräsentationsfilm

1972

Erster Preis für "Josef Hofmann" als bester österreichischer Kulturfilm

1974

Karlsbad: Erster Preis für eine Dokumentation

1975

Kitzbühel: Zweiter Preis für die Dokumentation "Die Wiener U-Bahn"

1976

Habitat 1976 ausgewählt als Repräsentationsfilm für den österreichischen Beitrag zur Konferenz in Vancouver

1976

Staatsstipendium für Komposition

1977

Staatsstipendium für Komposition

1986

Würdigungspreis für Musik

Stilbeschreibung

[...] Normalerweise bringe ich - in meiner Sprache der Musik - bloß Noten zu Papier, hauptsächlich als Kryptogramme. [...] Erklärung wäre Verdunkelung - nur eine Bannung durch Namengebung. [...]
Musik ist magische Anrufung, unbegriffliche Sprache, aber sinnlich erfahrbar und autonom. Ein magisches Mehr ist der Klang; ist Interpretation eines Beziehungsraumes oder -systems, besser noch: eines Beziehungsorganismusses, der Welt oder Kosmos genannt werden kann. [...]
Aus der Versenkung in das Unermeßliche habe ich die Komposition gestaltet. [...] Gemäß einer inneren Instanz versuche ich diese Welt als einen Spiegel von mir, als Projektion meiner selbst aufzufassen. Dazu gehört viel Übung. Das Ergebnis dieser geistigen Übung und Versenkung ist 'Die Cathedrale'. Es geht in diesem Werk um eine hypostatische Vorwegnahme von unser aller Tod. [...] Durch "Akroasis" wirkt "Die Cathedrale" läuternd in eben dem Sinne: Gewiß kann im Tode Befreiung erlangt werden - unter einer Bedingung: daß man mit allen empfindenden Lebewesen im jetzigen Leben innigstes, grenzenloses Mitleid empfindet.

 

Joannes Martin Dürr in: Die Cathedrale. Kommentar. - Wien: Universal Edition, 1991

AusbildnerIn von (Person)