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Heiller Anton

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1923
Geburtsdatum:  15. September 1923
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Todesjahr:  1979
Todestag:  25. März 1979
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1941 - 1942
1941 - 1942
1941 - 1942
1935 - 1941

Dommusik St. Stephan, Vienna:

1941 - 1942

music theory and composition

1942

Reifeprüfung (Orgel, Cembalo)

privater Gesangsunterricht (Fritz Schrödter)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1941

ab diesem Jahr Korrepetitor und Chordirektor (Singverein, Singakademie, Volksoper)

1942 - 1945

Militärdienst in Wien (Nachrichtenhelfer und Sanitäter)

1945 - 1979

Internationale Konzerttätigkeit und Tätigkeit als Juror bei Orgel- und Kompositionswettbewerben

1945 - 1979

Professor an der Abteilung für Kirchenmusik (Orgel und Tonsatz, ab 1969 Professur für Komposition)

1952

Philips: Einspielung des gesamten Orgelwerkes von Bach

1960

Österreichischer Kunstsenat, Wien: Mitglied

1963

New York Philharmonic Orchestra, New York: Interpret des Soloparts bei der Uraufführung von Hindemiths Orgelkonzert unter Leitung des Komponisten

1975

Einspielung des gesamten Orgelwerkes von Bach

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1951

Edinburgh Festival, Edinburgh:

1953
1958

Weltausstellung, Brüssel:

1973

konzertante Aufführung

1984
1997

Staatliche Philharmonie, Kosice:

1999

Porträtkonzert anläßlich einer A. Heiller gewidmeten Ausstellung, Aufführung mehrerer Werke u.a. von

2002

GLOBArt-Eröffnungskonzert in der Klosterkirche Pernegg "dem König aller Zeiten" aus

2007
2007

Cathedral Bristol:

2008

Französische Kirche, Bern:

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

all works are created as commissioned works or on suggestion

1958

for the Donaueschingen Festival

1956
1970
1965
1976
1960

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1942

Joseph-Marx-Musikpreis

1952

Internationaler Orgelimprovisationswettbewerb Haarlem: Erster Preis

1954

Förderungspreis für Chormusik

1956

Schott-Preis

1957

granting of professorship

1963

culture award

1968

Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

1969

Großer Österreichischer Staatspreis

1978

honorary member

Stilbeschreibung

Johann Nepomuk Davids Einfluß war sehr stark auf mich, besonders in den vierziger Jahren (Choralpartiten, Orgelsonaten). Es liegt sehr viel Leidenschaft in seiner Musik; Kontrapunkt war seine Leidenschaft. Frank Martin habe ich 1948 kennengelernt, als ich sein Werk 'Le Vin Herbé' für eine Aufführung vorbereitete. Neben seinem Oratorium 'Golgatha' hat mich dieses Werk sehr beeindruckt, besonders was die Behandlung von Zwölftonreihen betrifft und die Strukturierung des musikalischen Materials durch sie. Gerade in Martins Werken wurde mir klar, daß Zwölftonreihen nicht unbedingt völlig atonal sein müssen, sondern durchaus auch tonale Funktionen beinhalten können. In den Werken Olivier Messiaens wirkte die sehr komplexe und reiche harmonische Sprache nachdrücklich auf mich; vieles davon ist z. B. in meinem 'In principio erat verbum' eingeflossen, besonders Messiaens Darstellung des 'Le verbe' aus der 'Nativité du Seigneur'. Die Auseinandersetzung mit der Dodekaphonik setzt 1949 mit dem 'Dreifaltigkeitsproprium' ein. Das für mich wichtigste Werk in diesem Zusammenhang ist allerdings sicherlich das 1952 geschriebene 'Te Deum'. Meine Behandlung von Zwölftonmodellen ist zu 99 Prozent horizontal. Eine freitonale Gestaltung der harmonischen Strukturen unter gegebenen Zwölftonreihen. Obwohl es auch Momente vertikaler Behandlung gibt, z. B. in meinem 'Konzert für Orgel und Orchester'. Vorherrschend ist jedoch der Versuch, Zwölftonreihen in einem tonalen Zusammenhang zu gestalten, so wie im 'Te Deum', das in vieler Hinsicht eine "Atmosphäre" im Sinne Josef Matthias Hauers nachzeichnet. Allerdings nur in einer äußeren Ähnlichkeit, nicht strikt gemäß seinen Regeln; wollte man Hauers Gesetzen streng folgen, wäre man in seinen Ausdrucksmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Anton Heiller in einem Gespräch mit Robert E. Gant, 1972 (zitiert nach Thomas Schmögner: In memoriam Anton Heiller, 1989)