Josef Inzko
Genre:
Instrument: Gitarre, Akkordeon, Violine, Flöte

Inzko Josef

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1925
Geburtsdatum:  9. Januar 1925

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

privater Unterricht: Gitarre, Akkordeon und Geige

Ausbildung zum Industriekaufmann

1944

Konservatorium Klagenfurt: Violine, Klavier

1946

Fortsetzung des Studiums: Unterricht bei Dora Streicher, Gustav Mayer, Willy Schweyda

1946

Fortsetzung des Studiums: Unterricht bei Friederike Fraß, Sigbert Ziak

1946

Fortsetzung des Studiums: Theorie (Robert Keldorfer, Ambros Wilhelmer)

1946

Fortsetzung des Studiums

1946

Fortsetzung des Studiums: Kontrapunkt

1954

Staatsprüfung für Musiklehrer

Stilbeschreibung

Josef Inzko hat bisher hauptsächlich (über 600) "Kärntner-Lieder" und "Lieder aus Kärnten" (Lieder zu Dialekt-Texten) geschrieben. Typische Kärntner-Lieder sind, um von vielen nur 3 Beispiele zu nennen: "Mei Weißensee drin", "I måg di mei Diandle" und "Wånn i von der Pirk her übarn Ran geh". - Der Bogen spannt sich aber von diesen einfachen Liedern bis hin zu größeren Formen, wie z.B. dem erst neulich fertiggestellten "Adria-Zyklus" (Text: Franz Stimpfl), der in Form und Ausdruck mit dem Kärntner-Lied nicht mehr viel Gemeinsames hat.
Eine Besonderheit, die unbedingt aufgezeigt werden soll, ist der bewußte Ausbau des chorbegleiteten Solo-Liedes. In den alten und auch neuen Kärntner-Liedern wird der Solist durch den Chor meistens durch bis zum Harmoniewechsel liegenden Akkorden (manchmal mit Einschub von wenigen Wechselnoten) begleitet. Bei Inzko hingegen wird ein regelrechtes, kontrastierendes Gespräch zwischen Solist und Chor aufgebaut. Dieser Kontrast ist meistens so ausgebildet, daß der als Begleitung gedachte Chorsatz auch ohne Solisten, für sich selbst gesungen werden könnte, z. B. in den Lieder: "Ih, wånn ih du war", "Hån ja lei dih ...", "Im Nebl" usw. und ganz besonders natürlich im Adria-Zyklus, in dem einmal auch eine Verquickung von zwei Liedern (in Form eines Doppelchores) stattfindet.

 

Josef Inzko, 2.1.2002