Christian Ofenbauer
Genre:
Instrument: Orgel

Foto C. Ofenbauer ©

Ofenbauer Christian

Werke

# TitelSortiericon Entstehungsjahr Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 ... durchsichtig bewegt ... - für Kammerensemble und Tonband 1987 12m
2 ... wie eine Nachtmusik - für großes Orchester 1986 20m
3 Albumblatt 2005 2005 1m
4 Albumblatt für J. M. - für Klavier solo 1990 7m-10m
5 Albumblatt für Karl Wagner - 30 Takte für Klavier 2003 2m
6 Albumblatt für Rudolf zur Lippe - für Violoncello solo 2010
7 ARGONAUTENSTUDIE (Studio per un Argonauta) - für präp. Kontrabass 1993 9m
8 BruchStück 1 - für Violoncello solo 1987 10m
9 BruchStück 2 - für Klavier 1988 11m
10 BruchStück 3 - Odysseusfragment 1990 14m
11 BruchStück 4 - MEDEAKOMMENTAR für 3 Violinen (Fassung A) 1992 11m
12 BruchStück 4 - MEDEAKOMMENTAR für präp. Klavier (Fassung B) 1992 variabel
13 BruchStück 5 - für Ensemble ohne Mezzosopran 1995 7m
14 BruchStück 6 - für großes Orchester 1996 ~ 12m
15 BruchStück 7: Begleitmusik zu einer Schauspielszene - für Streichquartett und zwei im Vierteltonabstand gestimmte Klaviere 2000 30m
16 BruchStück 7: Begleitmusik zu einer Schauspielszene - für zehn Instrumente und Tonband 2005 ~ 34m
17 BruchStück 8 - für Violine solo (oder Viola solo) 2008
18 DER ENGEL IST GESCHLACHTET - für Mezzosopran und Ensemble 1995 8m
19 Drei Lieder - für hohen Sopran und Kammerensemble 1983 11m
20 EisMusik - für 17 Instrumente 2005 45m
21 Erstes Frankfurter Prélude/Zwei Kraniche und Wolken - für 5 Orchestergruppen 1997 1m 35s
22 fancies (fancy papers) - für Violine und Orchester 1997 30m
23 Fatzer Material Fragment - für 6-10 Tonbänder 1985 variable Dauer
24 for martha keller - für Holzbläserquintett 2001
25 FÜNF STÜCKE - für große Orgel 1983 - 1984 23m
26 für janna polyzoides - Zweites Konzertstück für Klavier und Ensemble 2006 25m
27 Hektors Tod 1987 variable Dauer
28 Ich bin der Franz - Kammerstück für zehn Instrumentalisten und drei sprechende Frauenstimmen 1983 3h
29 Katalog 1 - Ein Klavierstück in 16 Teilen 1984 14m
30 Katalog 2 - für Klavier (Versionen A-E) 1986 9m-45m
31 Katalog 3 - für 1-20 Klaviere und Live Elektronik ad lib. 1987 - 1988 variabel
32 Klage der Persephone bin ich: Sirene - für sechs Frauenstimmen und Zwölfkanalverstärker 1995 6m
33 Klavierstück 1995 (Bruch Stück 6) 1995 8m
34 Klaviertrio 1990 9m
35 Kommt Sirenen klagt - Motette über die Figur der doppelten Helena 1998 13m
36 Mechanische Bagatelle - für Violine und Klavier 1993 5m
37 Medea - Oper 1990 - 1994 2h 30m
38 Odysseus/Abbruch/Sirenen - Klavierkonzert 1989 20m
39 Persischer Marsch op. 289 - von Johann Strauss Sohn, Instrumentation für Kammerensemble 2m
40 Prolog und Epilog - aus "Medea" für Orchester und Tonband 1993 29m
41 Schichtsendung Selbstportrait I - Radiophone Arbeit 1993 50m
42 Sechs Lieder - (Alban Berg), Bearbeitung für mittlere Stimme und Orchester 13m
43 Seitensicht / Nacht - für symphonisches Blasorchester 2013 9m
44 Septett (nach "Hektors Tod") - für Sprecher, Stummfilm und Kammerensemble
45 SIMULTAN - für Klavier und Telefonzeitansage 1988 16m
46 Sonate op. 1 - (Alban Berg), Bearbeitung für großes Orchester 1984 12m
47 Sospir - fragmenté par polyphonie 1988 14m
48 STREICHQUARTETTSATZ 1997 14m
49 Streichquartettsatz Nr. 2 2008 20m
50 Streichquartettsatz Nr. 3 2009 12m
51 Streichquartettsatz Nr. 4 (BruchStück IX) 2010
52 Streichquartettsatz Nr. 5 2011 20m
53 Streichquartettsatz Nr. 6 2011 8m
54 SzenePenthesileaEinTraum - Oper nach Heinrich von Kleists Trauerspiel Penthesilea 1999 - 2000 1h 50m
55 Tod des Hektor - Musiktheater 1987 abendfüllend
56 unordentliche inseln/de la motte fouqué-vertonung - für Ensemble 1995 25m
57 Zerstörung des Zimmers/der Zeit - Fassung für Klavier solo 1999 20m - 48m
58 Zerstörung des Zimmers/der Zeit - Konzertfassung für Streichquartett und Klavier 2000 48m
59 Zwei Intermezzi - aus "Medea" für Kammerorchester 1991 30m
60 Zwei Stücke - für 8 Flöten 1996 13m
61 Zwei Stücke - für Violoncello und Klavier 1985 12m
62 Zweites Frankfurter Prélude/Zwei Kraniche und Wolken - Double - für 84 Instrumente 1998 50m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1961
Geburtsdatum:  24. März 1961
Geburtsort:  Graz
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

 

Geboren in Graz, aufgewachsen in Kärnten, lebt Christian Ofenbauer mittlerweile als freischaffender Komponist in Wien. Er erhielt im Alter von sechs Jahren ersten Violinunterricht. Weitere musikalische Ausbildungen erfolgten am Kärntner Landeskonservatorium und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Bereits vor Abschluß des Studiums 1988 begann Ofenbauer selbst zu lehren u.a. an den Musikuniversitäten Graz und Wien und der Justus-Liebig- Universität Gießen, seit 1994 als Gastdozent und seit 2001 als Ordinarius am Mozarteum Salzburg. Während der achtziger Jahre Zusammenarbeit mit TheaterAngelusNovus (u.a. "Tod des Hektor") und Ensemble "die reihe", auch als Projektkoordinator (z.B. 1989 "Cage-Projekt" im Wiener Konzerthaus).

 

"Zwei Phasen prägen Ofenbauers bisheriges Schaffen: War es zunächst eine ins Monumentale gesteigerte, abbruchhaft-fragmentarische Expressionsgestik als Erbe der Wiener Schule, die seine Musik beherrschte, machte ein bewusst vollzogener Bruch den Weg frei ins Zurückgenommene, Karge."

 

Quelle: http://www.doblinger-musikverlag.at - Stand Februar 2007

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1972 - 1979
1972 - 1979

Musiktheorie

1979 - 1988
1979 - 1988

Tonsatz

1982 - 1987

Komposition

1982 - 1987

Privatstudien zur Aufführungspraxis Alter Musik

1986 - 1987

Studienaufenthalt, Kontakte zu Pierre Boulez

1988

Magisterium; Thema der wissenschaftlichen Hausarbeit: "SPIEGEL 1-7 von Friedrich Cerha. Analyse und ihre musikdramatische Umsetzung."

2016

Promotion in Musikwissenschaft

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1980 - 1992

zahlreiche Konzerte und Rundfunkaufnahmen als Organist im In- und Ausland

1982 - 1987

intensive Zusammenarbeit mit dem Wiener TheaterAngelusNovus als Komponist

1982 - 1987

Titularorganist

1983 - 1992

Ensemblemitglied

1984

seitdem zahlreiche Konzerte und Rundfunkaufnahmen als Komponist und Dirigent im In- und Ausland

1985 - 1992

freier Mitarbeiter (Klavierauszüge)

1986

Gastdozent für Interpretation und Analyse

1987 - 1991

Lehrautrag "Stilkunde und Aufführungspraxis"

1988

Gastdozent am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft

1988 - 1998

Vortragsreihe zu Fragen der Neuen Musik

1989 - 2001

Lehrauftrag für Satzlehre, Gehörbildung und Formanalyse

1991 - 1992

Gastdozent am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft

1994 - 1997

Gastprofessur Komposition

1999 - 2000

Zusammenarbeit mit dem Wiener TheaterKombinat

2001

seitdem Professor an der Abteilung Dirigieren/Komposition und Musiktheorie, Ordinarius für Harmonielehre und Kontrapunkt

2003

Gastdozent

2004

künstlerische Habilitation im Fach Komposition

2004

seitdem verschiedene Meisterklassen (Komposition und Musiktheorie) in Europa und Asien

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1984

Förderpreis

1985

Förderpreis

1986

Staatsstipendium für Komposition

1990

Lili Boulanger Memorial Award Boston

1990

Staatsstipendium für Komposition

1991

Förderpreis

1991

Förderpreis

1994

Opernstipendium des Kompositionswettbewerbs

1996

Erster Preis beim Kompositionswettbewerb gemeinsam mit Germán Toro-Peréz

1999

Kompositionsstipendium

Stilbeschreibung

Der kompositorische Weg Christian Ofenbauers verlief in den 1980er-Jahren innerhalb eines Traditionsstranges, der von Gustav Mahler über Alban Berg bis zu Ofenbauers Lehrer Friedrich Cerha führt und gemeinhin mit dem schlagwortartigen Begriff des "Espressivo" umschrieben wird.

Pressestimmen

21. April 2011

[...] Ofenbauers künstlerische Haltung lässt sich durchaus mit der Philosophie des Zen verbinden: Der Loslösung vom eigenen Selbst in der fernöstlichen Lehre scheint eine zentrale Tendenz seiner neueren Werke ziemlich genau zu entsprechen, nämlich der Abwendung von einer Ausdrucksmusik, der auch Ofenbauer selbst anfangs noch verpflichtet war. Von Emphase und Expressivität in der Schönberg-Nachfolge hat er sich also abgewendet. An ihre Stelle ist eine beim ersten Hinhören karge, brüchige Musiksprache getreten, die an die 'Absichtslosigkeit' amerikanischer Avantgardisten erinnert: Mit fast starrer Langsamkeit tastet sich Bruchstück IX an mechanisch-fahl wiederholten Akkordstrukturen und Mikromelodien entlang. Fast unmerklich beginnen die Repetitionen - ganz ähnlich wie beispielsweise auch bei Morton Feldman - auszufransen und kleinste Varianten zu entwickeln ... 

Der Standard (Daniel Ender) 

 

8. August 2006

Von Beginn an zog das fünfundvierzig Minuten dauernde Werk die Zuhörer in seinen Bann, denn es öffnete sich ein musikalisch fein gesponnener und beziehungsreicher Raum, in dem die facettenreichen Ereigniseinheiten mannigfaltige Wahrnehmungsebenen zuließen. [...] Dass Christian Ofenbauer fasziniert ist von der Musik Morton Feldmans ist klar, dessen Musik war wohl auch die Inspirationsquelle für 'EisMusik' die ein überaus spannendes Eigenleben entwickelte. 

Vorarlberger Nachrichten (Silvia Thurner)