Weiss Erwin

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  6. Oktober 1912
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Todestag:  13. September 2004
Sterbeort:  Wien
Nationalität: 

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1936

Beginn der Konzerttätigkeit

1938

Einreise nach England, aufgrund von Garantieerklärungen einer befreundeten Familie Befürwortung eines Flüchtlingskommitees

1938

Flucht aus Österreich

1939 - 1945

Gast in England

1940

Beschäftigung in der Flugzeugindustrie

1940

Internierung, nach 8 Monaten als "artist of distinction" und Verfolgter des Naziregimes entlassen

1940

Schulung in einem Trainingszentrum

1945 - 1985

Sozialistische Jugend Österreich: Gründung eines Jugendchores

1945 - 1990

Direktionsmitglied

1945

Rückkehr

1945 - 1990

Vorstandsmitglied des Institutes für Kunst und Wissenschaft

1945 - 1990

wissenschaftlicher Beirat

1946

erster gewählter Personalvertreter der Lehrerschaft der Musiklehranstalten

1946

Klavierlehrer

1949 - 1950

Musical Europe: Korrespondent

1955 - 1965

Niederösterreichische Arbeiterkammer - einmal anders: Programmgestaltung und Durchführung von Konzerten in verschiedensten Besetzungen

1960 - 1978

Musical Europe: Direktor

1967

Franz Schubert und das 20. Jahrhundert: Initiator und Organisator des internationalen Wettbewerbs für Gesang und Klavier

Tourneen in den USA

zahlreiche Vorträge

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1951

Zweiter Preis beim Kompositionswettbewerb für das Oratorium "Vom Leben"

1952

Förderungspreis

1961

Verleihung des Titels Professor

1971

Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

1977

Österreichischer Gewerkschaftsbund: Luitpold Stern Preis

1978

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

1993

Goldenes Verdienstzeichen

Stilbeschreibung

Ich selbst würde sagen, daß pädagogische Arbeit im Mittelpunkt meiner immerhin weitverzweigten Aktivität im musikalischen Bereiche stand. Ich teile die Meinung A. Schönbergs, daß jeder so schreiben soll, wie er fühlt. Das tat ich. Bei meinen Chorsätzen, dachte ich an die Ausführbarkeit durch Amateurchöre. Bezüglich des Inhaltes, dachte ich an eine Zielgruppe, die zumeist nicht ident ist mit dem "Abonnementpublikum" div. Zyklen. Die Erkenntnis, daß "der Mann auf der Straße" eigentlich Beethoven noch nicht "verdaut" hat, bestärkte mich hierin. Ich stimme mit jenen Kritikern überein, die einen gewissen Mischstil feststellen. Er entspricht durchaus meiner Einstellung, ist nicht "gemacht" sondern ehrlich. Ich bin kein "Pionier" und ich bin nicht "sendungsbewußt". Ich will auch damit sagen, daß all das koinzidiert mit meinen pädagogischen Tätigkeit.

 

Erwin Weiss, 1994