Möbius Werner

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1965
Geburtsdatum:  5. Juni 1965
Geburtsort:  Innsbruck
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Werner Möbius delegiert Sounds, Beats und Files in akustische, intermediale und soziale Ereignisse und positioniert sich damit im ästhetischen Koordinatensystem zwischen konzeptueller Kunst, neuer Musik, improvisierter Elektronik und Pop. Aus geheimnisvoll abstraktem Klangmaterial kreiert er ein vielfältiges Soundpanoptikum von großer Klarheit, formaler Strenge und sinnlicher Präsenz.
Zahlreiche Projekte und Arbeiten als Percussionist, Schlagzeuger, Vokalist, Erbauer von Klangobjekten, Elektronik-Multiinstrumentalist, Performer, Komponist und Produzent, sowie auch als DJ, Kurator, Veranstalter und freier Musikjournalist.
Kompositionen für Radio, Film, Video, Multiimageshows, Fernsehen und zahlreiche Veröffentlichungen auf Tonträgern.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1986 - 1988

Latin Percussion School: Latin-Percussion (Cesar Granados, Julio Miron und Omar Belmonte, weiterführende Studien bei Guigou Chenevier, Dudu Tucci, Freddie Santiago und Gilson de Assis)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1985

Matura, Experimente mit Fotografie, Graffiti, Musik und DJing, erste Ausstellungen und Konzerte

1986 - 1988

Jamsessions u.a. mit Chester Washington, Florian Bramböck, Daryl Jones, Joe Malinga

1990

Mitgründung des Künstlerprojekts "Workstation"

1991

Gründung der experimentell orientierten Industrialband N.W.O. (mit Christoph Kurzmann und Gernot W. Koza)

1991

Spezialisierung auf elektronische Percussion, insbesondere auf das Octapad

1992

Gründung des Konzept-Popduos Play The Tracks Of (mit Frenk Lebel)

1992

Performances u.a. mit F.M. Einheit, David Moss, Jason Khan, N.U. Unruh, Cornelie Müller, Alexeij Sagerer

1992

verstärkte Hinwendung zur improvisierten elektronischen Musik in Querverbindung zur Popmusik und zur bildenden Kunst

1993

zahlreiche Konzerte in Österreich, Deutschland, Schweiz, Ungarn, England

1993

Umzug nach Berlin

1994

Soloinszenierung der Musikperformance "Die Alleinunterhalterin"

1995

Pay the Cheques of, Familienalbum und Plag dich nicht: Mitgründung der Electronica-Pop Labels

1995

Play The Tracks Of: Produktion und Veröffentlichung des Albums "Beautycase" in Zusammenarbeit mit Christian Fennesz

1996

Auftritte u.a. bei Music Unlimited und dem Steirischen Herbst

1996 - 1997

Mitglied

1997

Kunstprojekte in Zusammenarbeit mit Oliver Hangl, Ulli Koscher und Gelatin

1998

Aprés Ski: Konzeption der Rauminstallation (in Zusammenarbeit mit Paul Divjak und Georg Wagenhuber)

1998

CD-Veröffentlichung auf Syntactic

1999

Auftragskomposition

1999

Zusammenarbeit mit dem Label

2000

verstärkte Zusammenarbeit mit Christoph Hinterhuber

2001

8. Biennale in Kairo: Sounddesign für eine Raumarbeit von Christoph Hinterhuber - weitere Ausstellungen in Italien und Frankreich

2002

Arbeit an Realzeitkompositionen in Verbindung mit Rückkoppelungen und einer präparierten "Plastictube", Soundperformances u.a. bei Transart 02 in Italien

2003

Kollaborationen mit Hans Joachim Roedelius, Phillip Quehenberger und Gameboy Music Club

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1991

Kunststraße 91

1991

Regionalprogramm

1992

Künstlerwerkstatt München: Trommeln in Strömen

1993
1994

St. Johann in Tirol: The Art of Solo

1995

Jadengasse

1995

SOLOLALA - Internationales Solisten-und Solistinnenfestival

1996
1996
1996

Kommunikationsbüro

1996

Ladengalerie Virus

1996

"Wir werden es gemacht haben können"

1997

Gosh City

1997

Kunstverein Ludwigsburg

1998

Kunstbuero 1060

1998

Künstlerhaus Wien/Passagegalerie

1998

the audioroom

1998

Trabant Wien

1999
1999

Fast forward

1999

Kunsthalle Exnergasse: Among_others 3

1999

Kunstraum

2000

Center of contemporary art, Belef

2000

Dom Omladine Gallery

2000

Sounds & Files

2001

8th International Biennale

2001

MAK nite

2001

Nouvelle Galerie, Grenoble

2001

emerging artists

2001

Symposion Lindabrunn

2002

Galerie im Taxispalais: Variable Stücke

2002

Galleria Plastica & Covo

2002

empire your biedermeier

2002

Kunstverein Bregenz: 19 Räume

2002
2003
2003

Fluten Wien

2003
2003

Moving Patterns, New York - Wien

2003

Selfware

2003

Soho in Ottakring

2003

Generator#6

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1991

Tirol: Wasser & Stein

1991

Kunststraße 91, Innsbruck

1992

Innsbrucker Kultursommer: Litera Tour' 92

1993

Ötztal/Tirol: Mut zur Phantasie

1994

Kulturinitiative Feuerwerk, Tirol

1994
1995

Theater Pandora, Innsbruck

1996

Wien: Little Stars of Bethlehem

1996

Transit

1997
1996
1996

Innsbruck: Projekt 96 in der Kunstgalerie Pembaur

2000

Galerie im Taxispalais, Innsbruck

1999
1999

Garage Span

2001

Galerie Museum, Bozen

2001

Ein Kulturschutzgebiet

2002
2003

ZOOM Kindermuseum

2003

Symposion Lindabrunn

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1988

Stipendium

1999

Arbeitsstipendium und Kompositionsbeihilfe des Kulturamtes

2003

Förderungspreis für Musik

2003

Kompositionsförderung

2004

Kompositionsförderung

Stilbeschreibung

In meinen aktuellen Soundperformances erarbeite ich unter verschiedenen Raumbedingungen Realzeitkompositionen parallel auf zwei Ebenen. Ich spiele Loops und Samples von digitalen Quellen ab, deren Form ich im Zeitverlauf durch verschiedene Filter ständig beeinflusse. Auf der analogen Ebene verwende ich gleichzeitig dazu eine präparierte "Plastictube", mit der ich entstehende Klangarchitekturen einfange, sie durch ein Mikrofon und Effekte moduliere und als monochrome Soundeskapaden und bizarre Feedbackschleifen wieder in den Raum freigebe.

 

Werner Möbius, 2003

Pressestimmen

2003

Experiment und Pop: Musik als Gesamtmedium begreifen
Werner Möbius ist Soundkünstler, Klangarchitekt, Elektronikmultiinstrumentalist, Musikproduzent, Komponist und Performer. Er arbeitet mit synthetischen Klängen, bzw. elektronischer Musik und das in den unterschiedlichsten Querverbindungen zur bildenden Kunst bis hin zur Popmusik. Musikalische Offenheit wird hier zum Lebensprinzip. Ohne jegliche Berührungsängste werkt Möbius in alle Spielarten der Musik hinein. Stile spielen dabei keine Rolle, es muss nur ansprechend sein. 

Wiener Zeitung (Christian Rösner) 

 

2002

Eine Art Metaparty
Klangimplosion. Gefühl für die Feinheiten in Möbius' Arbeit entwickeln die wenigsten. Schon gar nicht auf Anhieb. Der Musiker experimentiert. In seinem Live-Set improvisiert Möbius zu der Mini-CD "Cybersnack", die er heuer mit Hinterhuber zusammen herausgegeben hat und deren Sound- Design aus zwei murmelnden Rhythmusfrequenzen besteht, genau 4.03 Minuten lang. Er geht dazu, wie er sagt, immer tiefer in den Sound hinein, er zerdröselt ihn, er granuliert ihn, "der Sound implodiert" (Möbius) und der Computer fördert Schichten, die bisher verdeckt waren, zutage. Mit der Plastictube fängt Möbius Geräusche von außen ein, rührt diese direkt ein und lässt sie verfremdet nach außen zurücklaufen: "Ein ständiger Loop". Wie die Rückkopplung bei einer E- Gitarre. Nur dass diese aufhört, wenn das Lied zu Ende ist, Möbius aber ewig weitermachen könnte. "Die Sounds sprechen, aber sie erzählen nichts", sagt Hinterhuber. 

ff - Südtiroler Wochenmagazin, No.38/2002 (Gabriele Crepaz) 

 

2001

Samplermuseum
Erkenntnis durch Repetition. Ähnlich funktioniert der Track "I remember" des österreichischen Musikers Werner Möbius: das von den immergleichen Pianotakten unterlegte Barry Manilow'sche Sample "I remember all my life" spricht in der Repetition das Paradox positiven Vergessens aus. Das entsprechende Video von Paul Divjak nimmt den geloopten Charakter ein weiteres mal auf, indem die Kamera auf einem Plattenteller rotiert. 

Kunstforum International "Der gerissene Faden - nichtlineare Techniken in der Kunst", Bd. 155 (Martin Conrads) 

 

1997

On the edge / Play the tracks of
My favourite pop album of 1996 dates from '95 - and I had to go to Vienna, Austria, to stumble over it. But for songwriting guile, brisk synth'n'jangle precision and fey electro-disco sensuality, the Viennese duo Play The Tracks Of ( yes, that's the name ) comes up trumps with a sunny-Soft cell flair on Beautycase ( Pay the cheques of, CD). Stuff the cheesy Moog-Muzak craze; I prefer my machine music with style and sizzle. 

Rolling Stone, issue 750/751 (David Fricke)

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