Gernot Schedlberger
Genre:
Instrument: Klavier, Violine

Foto: © Heinz Zwazl

Schedlberger Gernot

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 O des Menschen verweste Gestalt 1994
2 Schwarzrose (nach fünf eigenen Gedichten) - für hohe Stimme und Klavier 1995
3 Fünf Lieder - nach Gedichten von Alice Walker 1995
4 Zugabe 1995
5 Trio - für drei Streicher 1995
6 Ave Maria 1995
7 Just for fun 1995
8 Full of Joy 1995
9 No fixed place - Orchesterlied nach einem Gedicht von Alice Walker 1995
10 An Lina 1995
11 Capriccio - für Violine und Klavier 1996
12 Always to you - nach einem Gedicht von Alice Walker 1996
13 Reif sein ist alles 1996
14 Quintett - für Horn und Streichquartett 1996
15 Havis Amanda 1996
16 Petite Suite 1996
17 Drei kleine Lieder 1996 - 1997
18 Streichquartett 1996
19 Funde - Sieben Lieder nach Gedichten von R. M. Rilke 1997
20 Trois Miniatures 1997
21 Abend (Sang-Sli-Po) - Klavierbegleitung zur Melodie Gottfried von Einems 1997
22 sempre sei 1997
23 N.N. 1998 45m
24 pleurs 1998
25 Erstes Streichquartett/Winter Afternoons 1998
26 Cleotas 1998
27 Intermezzo 1998
28 Following the Winds 1999
29 poursuivre le vent - Reduzierte Fassung von Following the Winds 1999
30 Dartington Express - für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier 2000
31 Songs - für Orchester 2000
32 Nero's Comeback - Oper in einem Akt mit Vor- und Nachspiel 2001
33 Die Geschichte des Picando - Oper in sieben Szenen 2002 ~ 1m 40s
34 Zwei für Kleine 2002
35 Dark Flow - für Orchester 2003
36 Moscow Sonata - für Violine und Klavier 2003
37 Area I - für zwei präparierte Klaviere 2004
38 Drei Falkner-Lieder - für Bariton und Klavier 2005
39 Impromptus construits - für Klavier solo 2005
40 Meditationes (proprium ad quintam quadragesimae) 2005
41 O Wunder!Schöne neue Welt - Bühnenmusik zu Christoph Klimkes Theaterstück für kleines Ensemble 2006
42 Concerto Cellino - für Violoncello und Orchester 2006
43 Tiraden, sperberisch (nach eigenen Versen) - für Stimme und kleines Ensemble 2006
44 Mirlitonnades (nach Versen Samuel Becketts) - für Stimme und kleines Ensemble 2006
45 Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold/Die Walküre - für Kammerorchester und zwei Klaviere 2006
46 Honig, Laub und Wind - Eine Kantate 2006 40m
47 Nach Mozarts KV 66 zu spielen 2006
48 Der Ring des Nibelungen II: Siegfried/Götterdämmerung - für Kammerorchester und zwei Klaviere 2007
49 Tiergartenstraße 4 - Schauspielmusik zu Christoph Klimkes Theaterstück 2008
50 Übermalung 1 - für Klaviertrio 2008
51 Festfanfare - für großes Orchester 2008
52 Mitten im Steinbruch. Acht Gedichte von Christoph Klimke - für Sopran, Violine und Klavier 2008
53 Introduktion, Reigen und Adagio 2008
54 Der Heinrich aus der Hölle - Kammeroper nach einer Novelle von Leo Perutz 2009 45m
55 Ode: der Nacht - für Sopran und Streichquartett 2009
56 Nachtwache (Thomas Kling) - für tiefe Stimme und Klavier 2010
57 nach innen (aus dem Zyklus "konstrukteure" von Wolfgang Hermann) - für tiefe Stimme und Klavier 2010
58 balancen - zugriffe - übernahmen (Anja Utler) - für tiefe Stimme und Klavier 2010
59 lange trägst du feuer im mund lange hältst du es verborgen (Anja Utler) - für tiefe Stimme, Bassklarinette und Kontraforte 2010
60 wolfsland tausendäugig (aus dem Zyklus "lichtgesetze" von Wolfgang Hermann) - für tiefe Stimme, Bassklarinette und Kontraforte 2010
61 MarieLuise - Kammeroper in 17 Bildern, für 8 Sänger, 1 Schauspieler, 12 Instrumentalisten 2011 - 2012 95m
62 Übermalung 2 (Gesualdo di Venosa) - für Saxophonquartett 2011
63 seufzerebene (aus dem Zyklus "stirnfeuer" von Wolfgang Hermann) - für hohe Stimme, Bassklarinette, Violine, Violoncello und Klavier 2012
64 seufzerebene (aus dem Zyklus "stirnfeuer" von Wolfgang Hermann) - für mittlere Stimme und Klavier 2012
65 seufzerebene (Studie) - für Klavier 2012
66 Mauthausen 2008 2013
67 Mauthausen 2008 - für hohe Stimme und Klavier 2013
68 Area II 2013 - 2014
69 Zwei Impromptus construits (Nr. 12 und 13) 2013 - 2014
70 Hotel Macondo - nach einem Monolog von Christoph Klimke 2014 23m

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  30. Juli 1976
Geburtsort:  Steyr
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Nach Violin- und Klavierunterricht ab seinem vierten Lebensjahr am Brucknerkonservatorium Linz studierte er dort von 1991 bis 1993 auch Musiktheorie und Komposition (bei Gunter Waldek), Diplom mit Auszeichnung im Oktober 1993. Studium Orchesterdirigieren bei Leopold Hager und Komposition bei Ivan Eröd und Kurt Schwertsik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien 1994-1999, 2. Diplom 1999 mit Auszeichnung.

 

Aufführungen seiner Werke im In- und Ausland, u.a. in Finnland, Deutschland, England, Italien, Kroatien und Russland. Darunter hervorzuheben sind die Ur- und Folgeaufführungen von fünf Kammeropern in Wien (1999, 2001, 2002, 2009, 2012/13). Dirigent zahlreicher Uraufführungen, wie z.B. Dartington Express im August 2000 im Rahmen der International Summer School Dartington mit dem Ensemble 20. Jahrhundert Wien, der Bühnenmusik O Wunder!Schöne Neue Welt am Schauspielhaus Salzburg im November 2005, der zwei abendfüllenden Musiken für "Der Ring des Nibelungen" in der Choreografie Johann Kresniks an der Bonner Oper mit dem Beethoven Orchester Bonn, der Kammeroper "Der Heinrich aus der Hölle" für das sireneOperntheater Wien im Juli 2009, der Kammeroper "Marie Luise" für das sireneOperntheater Wien im Dezember 2012/Jänner 2013 u.v.a.
Er ist auch als ausübender Musiker sehr aktiv, u.a. als (Solo-)Korrepetitor (Musikverein Wien, Wiener Singverein u.a.) und Pianist.

 

Korrepetition von Solistenproben mit namhaften Solisten und Dirigenten, wie Sir Simon Rattle, Seiji Ozawa, Zubin Mehta, Pierre Boulez, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti, Mariss Jansons, Wolfgang Sawallisch, Sir Neville Marriner, Franz Welser-Möst, Philippe Jordan, Michael Boder, Georges Prêtre, Gerd Albrecht, Sylvain Cambreling, Helmuth Rilling, Dennis Russell Davies u.a. Dirigierassistenz bei Zubin Mehta (Schönberg: Gurre-Lieder, Musikverein Wien, Wiener Philharmoniker, Wiener Singverein u.a., Wiener Festwochen 2012).

 

2009 Gründung von cercle - Konzertreihe für Neue Musik gemeinsam mit Lukas Haselböck in Wien.
Seit 2003 Unterrichtstätigkeit an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien im künstlerischen Hauptfach Harmonielehre/Kontrapunkt bzw. Historische Satztechniken.

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt

Korrepetition von Chorproben

Korrepetition von Solistenproben

2003

seither Lehrtätigkeit am Institut für Komposition und Elektroakustrik

2010

Gründung und seitdem Leitung der Konzertreihe zusammen mit Lukas Haselböck

2012

Dirigierassistenz bei Zubin Mehta

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Aufführungen im In- und Ausland: Finnland, Deutschland, England, Italien, Kroatien, Russland

Aufführungen von Ensembles wie "die reihe", "Ensemble Wiener Collage", "phace"

Ur- und Folgeaufführungen von 5 Kammeropern in Wien (1999, 2001, 2002, 2009, 2012/13)

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1999

Würdigungspreis

2000

Dartington International Summer School: Clifton Parker Award

2002

Förderungspreis für Musik

2002

Kompositionsförderung

2002

Preis

2004

Kompositionsförderung

2005

Arbeitsstipendium

2006

Slatkonia-Preis

2007

Kompositionsförderung

2009

Arbeitsstipendium

2009

Kompositionsauftrag

2010

Staatstipendium für Komposition

2011

Arbeitsstipendium

2013

Staatsstipendium für Komposition

2013

Förderungspreis

Stilbeschreibung

"Das Komponieren nach einem System ist das Eingeständnis der Impotenz." (Edgar Varèse)
In diesem Sinne ist jedes meiner Stücke ein neuer Versuch einer schlüssigen künstlerischen Aussage - ohne vorherige Festlegungen. Auch kann Stil in meinen Augen niemals ein künstlerisches Qualitätskriterium sein.
Meine Stücke sind ein Versuch, Musik voll von einer Vielzahl von sich überlappenden Strukturen und Klangwelten, zerrissen zwischen Stille und gewalttätigen Eskalationen zu schreiben. Man kann in Beuz guaf Vorbilder sicher von Ligeti, Adams, Rihm, Henze und Ades ausgehen.

Pressestimmen

2009

Kammeroper "Der Heinrich aus der Hölle"
Dies alles in der Form einer frisch komponierten Oper. Das Orchester, mit Ausnahme des üppigen Schlagwerks, sparsam instrumentiert, aber dennoch mit feinen Akzenten, sehr emotional und stets die Geschichte unterfütternd, im Dirigat des zweifellos dicht und spannend arbeitenden Komponisten Gernot Schedlberger. Die Sänger/innen durchwegs genau in der Musik und auch szenisch immer wieder witzig anzusehen, zumal Männlein und Weiblein rollenunabhängig bunt durcheinander besetzt wurden. [...] Witz ist dabei, Mystik, schöne Musik und jede Menge Albträume. Ein feiner Abend. 

www.kulturwoche.at 

 

2008

Kammeroper "Der Heinrich aus der Hölle"
[...] auffälligstes Charakteristikum ist die raffinierte, farbenreiche Instrumentierung [...] mit der Schedlberger die genreimmanenten Schranken vergessen lässt und sich als Meister des fließenden Übergangs in den vier ineinander übergehenden Szenen zeigt; mit überlagernden Klangflächen baut er so [...] gewaltige Spannung auf. 

ÖMZ (Österreichische Musikzeitschrift) 10/2009 

 

2006

"Der Ring des Nibelungen II"
[...] ein Art [...], in der Donner und Getöse der Musik längst verhallt sind und nur ein paar zarte und live gespielte Klaviertöne übrig geblieben sind. 

Kölner Stadt-Anzeiger 

 

2005

"Der Ring des Nibelungen I"
Eine vertrackte, hochvirtuose Nervenmusik mit [...] fantasievoller Verschränkung von Nationalhymnen. 

Rhein-Zeitung 

 

2002

"O Wunder!Schöne neue Welt"
Und Schedlbergers krass-karikierende Musik tut gute Wirkung zum expressiven Tanztheater. 

Wiener Zeitung

 

2002

"Die Geschichte des Picando"
Der Komponist und Librettist Gernot Schedlberger kommentiert [...] süffisant und distanziert, die Musik vermeidet es zu heroisieren: Ohne tonales Zentrum fassbar, repetitiv, ist die [...] Partitur klangvoll, unsentimental, unpathetisch. 

ÖMZ 8-9/2002

Kontaktperson von (Organisation)