Elzbieta Wiedner-Zajac © Patrick Krakora

Wiedner-Zajac Elzbieta

Werke

# TitelSortiericon Entstehungsjahr Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 "Oh ferner Vogel …" - Vocalise 2007 ~ 4m
2 Affaire compliquèe (Verwickelte Geschichte) - Canon - Arrangement für Oboe und Klavier des Klavierstückes von Theodor Leschetizky 2005
3 Allegretto giocoso - für Oboe solo 2014
4 Ballade 2009 ~ 4m
5 Cantabile - für Klavier 2013 1m 30s
6 Cantabile - für Violine (oder Oboe) und Klavier 2013
7 Co mi mówisz? - (Was sagst du mir?) 2011 ~ 3m
8 Der Fischer 2008 7m
9 Eine kleine Fantasie für Anna 2005 ~ 3m
10 Fallende Blätter (Walzer) - Hommage à Leszetycki 2015 3m
11 Fünf Variationen über ein polnisches Weihnachtslied "Lulajże Jezuniu" - ("Schlaf, Jesulein, schlaf") 2003 - 2004 ~ 7m
12 Geburtstagslied - Jenö Takács zum 100. Geburtstag 2002 ~ 4m
13 Gemütsstimmungen - Drei Stücke für eine Singstimme (Vocalise) und Saxophonquartett 2009 - 2010 ~ 10m
14 Herbstlied - Nach dem Gedicht von Sarah Aurelia von Sachsen Coburg und Gotha 2009 ~ 4m
15 Hochzeitslied 2007 ~ 5m 30s
16 Hochzeitslied - für Klavier 2008 ~ 5m
17 Masowische Weiden (!Chopin!) - Mazurka für Klavier 2010 - 2011 3m
18 Nocturne - Arrangement für Oboe und Klavier des Klavierstückes von Theodor Leschetizky 2005
19 Palmen im Wind 2012 ~ 4m
20 Phantasie über Themen von Chopin und Schumann 1999 ~ 7m
21 Präludium in La 2006 ~ 2m
22 Präludium in La 2006 - 2007 ~ 3m
23 Präludium in Re 2007 - 2008 ~ 3m
24 Präludium in Sol 2009 ~ 3m 30s
25 Sieben Präludien in Lichtfarben 2004 ~ 13m
26 Tango appassionata - für Violine und Akkordeon 2013 4m
27 Temperamente 2009 - 2010 12m
28 Wiegenlied für Fabian - für Klavier 2013 2m
29 Wiegenlied für Fabian - für Violoncello solo 2014
30 Wiegenlied für Vincent 2009 ~ 1m
31 Wiegenlied für Vincent - für zwei Violoncelli 2014
32 Wspieraj w kazdy czas - (Unterstütze zu jeder Zeit) 2011 ~ 3m
33 Zwei Lieder zu Gedichten von Wisława Szymborska 2002 - 2003 ~ 5m
34 Zwei poetische Etüden 2003 - 2004 ~ 3m 30s

Allgemeine Information

Geburtsort:  Bedzin
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Die Pianistin und Komponistin Elzbieta Wiedner-Zajac wurde in Będzin (Polen) geboren und lebt seit 1979 in Wien. Ihr Klavierstudium absolvierte sie an den Hochschulen für Musik in Katowice und Gdańsk bei Zbigniew Śliwiński, an der Universität Michigan in Ann Arbor bei György Sándor und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Dieter Weber.

 

Zahlreiche Erfolge bei bedeutenden Klavierwettbewerben (darunter der Gewinn mehrerer Erster Preise) in Polen, den USA, Italien und Spanien prägten den Beginn ihrer langjährigen Konzerttätigkeit auf drei Kontinenten. Internationale Festspielengagements führten die Pianistin u.a. zum Cardiff Festival of Music und zum Klavier-Festival Ruhr. Im Großen Musikvereinssaal in Wien war sie mit Werken für Klavier und Orchester von Frédéric Chopin mehrfach zu hören.

 

Im Verlauf ihrer Karriere machte die Pianistin zahlreiche Solo-Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen, so wurde das Fernsehprogramm "The artistry of Elzbieta Zajac" in zehn Staaten der USA ausgestrahlt. Ihre Schallplatten- und CD-Einspielungen erhielten hervorragende Kritiken der Fachpresse.
Von 1982 bis 2009 unterrichtete Elzbieta Wiedner-Zajac an der Wiener Musikuniversität Klavier - nach ihrer Habilitation 2004 als außerordentliche Universitätsprofessorin. Seit 1999 verwirklicht Elzbieta Wiedner-Zajac auch ihre kompositorischen Ideen. Ihr Debüt-Konzert als Komponistin fand 2004 in dem Kunstverein Alte Schmiede in Wien statt. Seither sind ihre Werke international in Konzertprogrammen präsent. Für ihr Werk "Oh ferner Vogel …"  (Vocalise) für Gesang und Klavier linke Hand allein, erhielt sie den Anerkennungspreis des Jenö Takács-Kompositionswettbewerbs.

 

Die Künstlerin ist Mitglied des Österreichischen Komponistenbundes, gehört dem Vorstand der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien, ist Vorsitzende des Klubs der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, gehört dem Vorstand des Leschetizky-Vereins in Bad Ischl und ist Mitglied der Deutschen Leschetizky-Gesellschaft. Die Republik Polen zeichnete sie mit dem Orden "Für Verdienste um die polnische Kultur" und dem Offizierskreuz des Ordens "Polonia Restituta" aus. Die Republik Österreich verlieh ihr das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst".

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1963 - 1965

Studien bei Zbigniew Śliwiński

1965 - 1969

Diplom mit einstimmiger Auszeichnung; Verleihung des akademischen Grades "Magister der Künste" (Zbigniew Śliwiński)

1969 - 1971

Michigan University - School of Music, Ann Arbor (USA): Abschluss der Studien mit dem akademischen Grad "Master of Music" (György Sándor)

1975 - 1976

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1970 - 1971

Michigan University - School of Music: Teaching Fellow im Fach Klavier

1971 - 1976

Unterrichtstätigkeit für Klavier

1976 - 1978

Unterrichtstätigkeit für Klavier

1982 - 1986

Lehrbeauftragte für den Lehrgang Klaviervorbereitung

1986 - 1995

Lehrbeauftragte; Klavier Pflichtfach an den Abteilungen für Streich- und Blasinstrumente, für kurze Zeit auch Klavier für Organisten an der Abteilung für Tasteninstrumente

1995 - 2004

Vertragslehrerin im Fach Klavier an den Abteilungen für Streich-und Blasinstrumente

2004 - 2009

ao. Univ.-Prof. im Fach Klavier

2007

Klavier-Meisterklassen auf den Färöern-Inseln (Tórshavnar Musikkskúli)

2007

seitdem Dozentin (Klavier)

2009 - 2013

Wissenschaftliches Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAW): Vorsitzende des Klubs der Professoren, seit 2013 nur Mitglied

2011

Dozentin und Jury-Mitglied bei den Youth Music Tour - Courses & Competitions für junge chinesische Pianisten

2012

Dozentin und Jury-Mitglied bei den Youth Music Tour - Courses & Competitions für junge chinesische Pianisten

2013

Dozentin und Jury-Mitglied bei den Youth Music Tour - Courses & Competitions für junge chinesische Pianisten

2014

Klavier-Meisterklassen auf den Färöern-Inseln (Tórshavnar Musikkskúli)

Mitglied der Deutschen Leschetizky-Gesellschaft

Mitglied des Leschetizky-Vereins

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
2005

ein 3-minütiges Stück für die 8-Jährige Geigerin Anna-Luisa Mahaffy; für den Wiener Landeswettbewerb "Prima la musica 2006"

2008

ein Lied für eine Studierende von Frau Visca – für Konzertaufführungen

2008
2009

eine Komposition für eine CD-Aufnahme bei Bock Productions Vienna

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2007

Anerkennungspreis des Jenö Takács-Kompositionswettbewerbs

2009

Klub der Polnischen Intellektuellen in Wien: Goldene Eule für Verdienste um die Kultur

2012

8. Harmonia Classica Kompositionswettbewerb: Preis für den Zyklus "Temperamente für Flöte und Klavier"

2015

2. Preis bei dem IV. Internationalen Kompositionswettbewerb "Antonio Smareglia" in Italien

Republik Polen: Offizierskreuz des Ordens "Polonia Restituta"

Republik Polen: Orden "Für Verdienste um die polnische Kultur"

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

Stilbeschreibung

 Ich komponiere am Klavier, doch das allgemeine Konzept und das Gerüst meiner Stücke entstehen meistens schon vorher, in meiner Fantasie. In allen meinen Kompositionen ist das pianistische "Spüren" erkennbar. Meine Finger "denken sich" oft selbst die Techniken aus, gesteuert von den geistig-musikalischen Vorstellungen. Isoliertes Experimentieren, Modernsein um jeden Preis, interessieren mich nicht. Auch musikalisch Provozieren- oder Irritierenwollen liegt mir nicht. Mit meiner Musik möchte ich die Zuhörer auf anspruchsvolle Art ansprechen und berühren.

 

Ich schreibe hauptsächlich tonal, was Innovatives nicht ausschließt. Es sind nicht unbedingt Dur- oder Moll-Tonarten, die ich verwende, eher harmonische "Landschaften", durch Voraushören und durch Emotionen hervorgerufen. Eine menschliche Inspiration ist mir dabei sehr wichtig – ich deute es in meinen Widmungen an.

 

Ich probiere, meine innigsten musikalischen Empfindungen auf das Notenpapier zu übertragen – auf reales Notenpapier. Bleistift ist mir viel mehr vertraut und persönlich als Computer-Tastatur und Maus. Erst später wird alles in Sibelius-Notenschrift übersetzt. In den kammermusikalischen Werken von mir ist die Klavierpartie meistens ebenbürtig mit der Solopartie; oft sogar von wesentlich höherem Schwierigkeitsgrad. Manche von meinen Klavierkompositionen sind nur für die linke oder nur für die rechte Hand geschrieben. Dabei spielt das Sostenuto-Pedal natürlich eine wichtige Rolle. Aber überhaupt ist mir die Pedal-Technik von großer Bedeutung: bei Ausführung der cantabilen Legati, bei der Suche nach speziellen dynamischen Nuancen, und natürlich beim Kreieren von verschiedenen Klangfarben. Meine Ohren, mein Gespür führen mich nicht selten durch schwierige Tonarten (mit vielen Vorzeichen). Die Fingersätze notiere ich meistens sehr genau – diese sind von Bedeutung für die richtige musikalische Ausführung.

 

Was die Form angeht, bin ich ziemlich traditionell: Präludien, Etüden, Variationen, Ballade, Fantasie, Liedform wie auch Charakterstücke in Form von Zyklen. Die Melodik ist mir sehr wichtig; ebenso - das Cantabile.

 

Welche Komponisten haben mich beeinflusst? Es waren mehrere: Skrjabin, Ravel, Szymanowski, Bartok, Rachmaninoff, aber vor allem – Chopin.
Alle meine Kompositionen sind in Wien entstanden.

Pressestimmen

2011

Klavierabend Elzbieta Wiedner-Zajac: Im Bösendorfersaal des Mozarthauses in der Wiener Domgasse gab Elzbieta Wiedner-Zajac am 22. November 2011 einen Klavierabend mit Werken von F. Liszt, F. Chopin, W. A. Mozart und einen eigenen Komposition [...] Sie spielte auch eine sehr schöne eigene Komposition Mazurka "Masowische Weiden" – in Memoriam ihrer ehemaligen Klavierlehrer, Professoren Maria und Zbigniew Sliwinski. Das dankbare Publikum im vollbesetzten Saal spendete der sympathischen Künstlerin viel Beifall.

Prof. Dr. Theodor Kanitzer; Österreich - Polen Zeitschrift für Kultur und Wirtschaft (Beilage: Wiener Chopin-Blätter)

 

2004

"Das unvergessliche Konzert – Wer an diesem künstlerischen Ereignis nicht teilgenommen hat – wobei all dies am 13. März 2004 in der bekannten Wiener "Alten Schmiede" passierte – ließ sich einen Kunstgenuss höchsten Ranges entgehen, da die Komponistin, Pianistin und Pädagogin Elzbieta Wiedner-Zajac ihren Gästen an diesem Abend ihre meisterhafte, sprichwörtliche "wilde Klaue" präsentierte [...] Die Kreativität, das Temperament und das große Talent der Künstlerin schufen eine unvergleichliche Atmosphäre. Das Publikum war von den Eigenkompositionen von Frau Wiedner-Zajac (Phantasie zum Thema Chopin und Schumann, Lieder zu Texten von Wislawa Szymborska, zwei poetische Etüden sowie zahlreiche Präludien) ebenso begeistert, wie von ihrer heutzutage kaum anzutreffenden Natürlichkeit und Bescheidenheit […] Die Teilnehmer dieses Treffens mit Elzbieta Wiedner-Zajac erfuhren bei dieser Gelegenheit auch einiges über ihr Leben, worüber die Künstlerin in anziehender Weise, ohne Emphase, bescheiden und ungemein interessant erzählte […] Die Pianistin begeisterte insbesondere durch ihre Präludien, die sie unter der Einwirkung von Farben komponiert hatte und damit bewies, dass man diese auch durch harmonische, farbenfrohe Töne in eindringlicher Weise zum Ausdruck zu bringen vermag."

Prof. Dr. Adam Zieli?ski (Wien), Austriapol Web-Reportage

 

2002

Ganz neu auf dem Markt befindet sich eine Einspielung von Elzbieta Wiedner-Zajac. Hier ist der Leitfaden "Jenö Takács und die österreichische und ungarische Klaviermusiktradition", der Schlüsselwerke unter Takács' Konzertstücken (neben der Werkgruppe op. 43 das Tombeau de Franz Liszt op. 100) mit Österreichisch- und Ungarisch-Tänzerischem verbindet (Polka o. op., Pester Walzer o. op.). Dies wiederum wird mit Werken von Liszt, Leschetizky, Strauß/Schulhof und einem liebevoll-ansprechenden "Geburtstagslied" der Pianistin für Jenö Takács verknüpft (EX 583-2).

Klangpunkte (Nr. 15), Wien - Doblinger Verlagsnachrichten

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