Pompeji
Oper nach einem Text von Ödön von Horváth
Opuszahl: opus 26
KomponistIn: Ebenhöh Horst
TextautorIn: Horvath Ödön von
Entstehungsjahr: 1970
Dauer: abendfüllend

Pompeji - Oper nach einem Text von Ödön von Horváth

Besetzungsdetails

Sopran (1), Mezzosopran (1), Alt (1), Tenor (3), Bariton (4), Bass (2), Knabensopran (1), Chor (1), Flöte (2), Oboe (2), Klarinette (2), Fagott (2), Horn (3), Trompete (3), Posaune (5), Perkussion (5), Harfe (1), Klavier (1), Streicher (1)

Publikation

Weiterführende Informationen

Der reiche römische Bürger K. R. Thago läßt seine Schiffe beladen, er will verreisen. Seine Hetäre Lemniselenis soll wieder dem Sklavenhändler Dordalus zurückgegeben werden. Sie aber will frei werden und versteht es, den Sklavenaufseher Toxilus verliebt zu machen. Dieser gibt vor, das Geld für den Freikauf beschaffen zu können. Lemniselenis flieht - der Sklavenhändler kann seine Ware nicht abholen. Es ist bekannt, daß Toxilus Fluchthelfer war. Er muß sich vor einem nächtlichen Sklavengericht verantworten und wird verurteilt, in einen Brunnen gesperrt, auf die Rückkehr Thagos zu warten. Toxilus zieht ein Schwert und entkommt. Unterdessen bekommt Lemniselenis daheim - wohin sie geflohen war - von ihrem Vater Vorwürfe wegen ihrer sinnlosen Flucht. Toxilus erscheint. Aber ohne das versprochene Geld. Er will nicht stehlen, er will Lemniselenis. Da erzählt sie, wo Thago sein Geld aufbewahrt ... Toxilus stürzt zur Tür hinaus. Lemniselenis, ihrer Freiheitshoffnungen beraubt, stellt sich dem Sklavenhändler. Dieser will Lemniselenis dem Praetor von Pompeji verkaufen. Als er sie ihm vorführen will, erscheint Toxilus mit dem gestohlenen Geld und wird verhaftet. Im Kerker erhält Toxilus einen Brief von Lemniselenis. Sie teilt ihm darin mit, daß er bis zur Rückkehr Thagos in einem halben Jahr am Leben bleiben wird. Toxilus weiß zu genau, daß dann sein Verbrechen offenkundig werden wird, daß bei Thago, daß von Thago keine Gnade zu erwarten ist. "Bei Thago nicht!" schreit er in die Kellergewölbe. - "Wer nennt hier meinen Namen?" tönt es aus dem Dunkel zurück, wo die Christen eingekerkert sind. Thago erzählt nun Toxilus vom Schiffbruch, den er erlitten hat. Und von seiner wunderbaren Rettung. Und daß er Christ geworden sei. Dem herbeigerufenen Praetor geht es nicht um den Christen Thago, es geht ihm um die Herkunft des Geldes. Thago erklärt, er hätte das Geld Toxilus nicht, wie behauptet, geschenkt. Er hätte ihm das Geld aber gegeben, um seine Schuld damit abzuzahlen. Für den verständnislosen Praetor gerät ein Weltbild ins Wanken, er will die Götter fragen. Da unterbricht ein Angstschrei das Geschehen - Dunkelheit, dann Stille ... Überlebende Christen haben sich in den Katakomben gefunden, sie behandeln auch den verletzten Toxilus. Ein Mann, der "an ganze Städte Briefe schreibt", bittet, etwas stiller zu sein, denn "Gott hört euch auch, wenn ihr schweigt".

Uraufführung

Jahr:  1973