Alp Bora
erfasst als:
Subgenre:
Instrument: Gitarre

© Zuzana Sieder

Bora Alp

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1976
Geburtsort:  Istanbul
Geburtsland: 
Todesjahr:  2017
Todestag:  10. März 2017
Sterbeort:  Wien

 

Im europäischen Istanbul geboren, im anatolischen Ankara und im orientalischen Bagdad aufgewachsen, fand Musiker Alp Bora 1998 seine wahre Heimat in Wien. Warum Wien? "Weil du nirgendwo sonst in Europa Orient und Okzident in so kultivierter Dichte finden und genießen kannst wie hier", sagte Alp Bora. Ein Türke, dem Wien nicht so faszinierend fremd, sondern im Gegenteil - so faszinierend vertraut ist.

 

Bora schöpfte seine Werke aus dem Liedgut Anatoliens - dem türkischen "Anadolu", was wörtlich übersetzt "Mutterland" bedeutet und den Wert dieser Region als Quelle so zahlreicher Kulturen würdig unterstreicht. "Es leben und lebten ja nicht nur Türken in der Türkei, darum singe ich auch keine türkischen, sondern anatolische Lieder", betonte Bora. Mit seiner verführerisch purpurnen Oriental-Soul-Stimme löste er das Publikum gefühlvoll von Zeit und Raum, um es dann durch die orientalische Welt voller Helden, Mythen und Legenden zu führen.

 

Alp Bora bot einen großartigen Einblick in die kleinen Volkslieder, die man in Anatolien schon als Kind von Mutter und Großmutter fast täglich zu hören bekam: Bei der Hausarbeit, beim Tee nach dem Essen oder als Gute-Nacht-Geschichte. Und man schenkt ihnen noch heute gerne Gehör, erzählen sie doch von Räubern und Helden, Leiden und Wundern und natürlich - von Sehnsucht und ewiger Liebe. Alp Bora [über seine CD "Amber"]: "Amber ist auch das türkische Wort für Bernstein. Ein edler Naturstein, der ein Stück Vergangenheit für immer in sich eingeschlossen hat".

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Studium

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
2012

Popfest, Auftritt im Wien Museum

Diskografie, Projekte

Diskografie:

  • 2012: Bâb (mit Alp Bora Quartett; Lotus Records)
  • 2011: Agora (Nim Sofyan; Galileo MC)
  • 2007: Amber (Extraplatte)
  • 2006: Divane (Extraplatte)
  • 2004: Dümtek (Extraplatte)