Abschied der Gespenster-Puppen
KomponistIn: Veszely Werner C.
Entstehungsjahr: 2008
Dauer: 7m 30s
Genre:
Subgenre:
Gattung:
Besetzung:
Schwierigkeitsgrad: 1, 2

Abschied der Gespenster-Puppen

Besetzungsdetails

Flöte (1, oder Klarinette in Es), Oboe (1, oder Flöte), Klarinette (2), Fagott (1), Altsaxophon (2), Tenorsaxophon (1), Horn (2), Kornett (2, oder Flügelhorn oder Trompete), Posaune (2), Tuba (1, oder Bassklarinette oder Baritonsaxophon), Baritonhorn (1, oder Tenorhorn), Pauke (1), Perkussion (2, Claves und 3 Temple Blocks), Schlagzeug (1)

Publikation

Art der Publikation:  Manuskript

Stilbeschreibung

- modernes, konzertantes Werk für (Jugend-) Blasorchester von Werner C. Veszely Abgesehen vom berühmten Beispiel L'amour est un oiseau rebelle aus der Oper Carmen (von Georges Bizet) kennt kaum jemand eine Habañera. Dies war zum einen für den Komponisten ein Ausgangspunkt für diese Komposition. Zum anderen wurde er uA. durch die Puppentrickfilme (Nightmare before Christmas & Corps bride) von Regisseur Tim Burton inspiriert. Der Vollständigkeit halber: Eine Habañera (sprich: [H]abaniera) ist ein (oft synkopischer), im frühen 19. Jahrhundert entstandener afro-cubanischer Tanz- und Musizierstil im 2/4—Takt. Dieser stammt aus der Hauptstadt Havanna und entwickelte sich aus europäischen Kontratänzen und ist unter Anderem mit dem Tango verwandt. Ab der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde die Habañera wiederum über Spanien in Europa bekannt. Die charakteristische punktierte Achtelfigur hört man auch im nachfolgenden Musikstück. Werkaufbau und Dirigentenanleitungen: Anschleichend – mysteriös – spannungsgeladen: So muss die Einleitung klingen, einer dem entsprechenden Articulation und Dynamik ist unbedingt Folge zu leisten, im Weiteren auch die tacets.(Dies gilt natürlich für das gesamte Werk) Ab Takt 10 beginnt die Habañera. Die ostinate Begleitung möge kurz, rhythmisch präzise und - wo vermerkt- akzentuiert gespielt werden. Die mezzoforte-Melodie liegt vorerst nur im 2., ab Takt 16 auch im 1. Cornett. Alle anderen Stimmen haben sich dem gegenüber dynamisch zu richten. Bei der Wiederholung umspielen die Hörner und das Fagott (später + Tenor-Sax.) das Thema mit einer „Gegenmelodie“. Der 2. Teil (Takt 26) ist nun rockiger, die Melodie in Tenor- und Bassinstrumenten, ab Takt 31 auch im hohen Blech. Die Holzbläser leiten ab Takt 35 zu einem ruhigeren Teil über (bei gleich bleibendem Tempo), Instrumente kommen und gehen, lösen einander in der Melodieführung ab. Ab Takt 49 entsteht dann wieder eine gespenstisch-kalte Stimmung, die Einleitung erklingt in Augmentationen nochmals und führt uns wieder zur Habañera (Takt 63) und zum rockigen Mittelteil, welcher dann mit „breaks“ und später mit Habañera-Begleitfiguren zum letzten mal, und diesmal sehr laut zur eigentlichen Habañera zurück- bzw. weiterführt. Der Schluss möge äußerst laut und wütend erklingen, der Abschluss kurz und rhythmisch exakt.