Vienna Clarinet Connection
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Vienna Clarinet Connection

Allgemeine Information

Informationstext:
Das erste Konzert des Ensembles fand 1995 im Porgy & Bess in Wien statt. Schon die Debüt-CD "VCC 001" weist Innovationen, wie die Symbiose von vermeintlich gegensätzlichen "Musiken", komponierter und improvisierter Musik, Jazz und Klassik, ethnischer und zeitgenössischer Musik auf. Diese Stile und Kategorien dienen als Werkzeug und Ausdrucksmittel für die Musiker, die daraus Neues und Eigenes schaffen.
Einflüsse werden zu eigenen Kompositionen, bestehende Kompositionen werden neu beeinflusst. Dem Konzept der fließenden Übergänge über Stilgrenzen hinweg ist das Ensemble bis heute treu geblieben. Die einzigartige Besetzung mit zwei Klarinetten, Bassetthorn und Bassklarinette stellt ein Pendant zum Streichquartett dar. Das betrifft den Tonumfang der Instrumente, die Homogenität im Ensembleklang, aber auch die Intensität in der Arbeitsweise. Kaum eine Bläserbesetzung bietet einerseits diese Homogenität und andererseits diese Expressivität, bei der alle Ausdrucksmittel der Klarinetteninstrumente voll ausschöpft werden. Die Klarinette und im speziellen das Bassetthorn (Klarinette in Altlage) zählte aufgrund seiner klanglichen Ausdruckspalette von samtig gehauchten bis zu expressiven, saxophonähnlichen Klängen zu Mozarts Lieblingsinstrumenten. Die Kultivierung und Ausweitung dieser Farbpalette ergeben den spezifischen Klang der vienna clarinet connection.
Durch die Kreativität in der Präsentation der Programme werden die Konzerte des Ensembles immer wieder zu einem besondern Erlebnis für das Publikum. Das Repertoire weist hauptsächlich Kompositionen und Arrangements der Ensemblemitglieder auf, dadurch fand vienna clarinet connection zu einer eigenen, unverwechselbaren Ton- und Musiziersprache. Durch die intensive Konzerttätigkeit und ständige Repertoireerweiterung setzte das Quartett neue Maßstäbe, wurde zum Vorreiter für das Genre Klarinettenquartett und leistete damit einen wichtigen Beitrag für die Etablierung dieser Besetzung im internationalen Konzertbetrieb. Sofern externe Komponisten für das Ensemble schreiben, ist die Arbeit von einer engen Zusammenarbeit mit dem Ensemble geprägt, um individuell auf die jeweiligen Stärken und Vorstellungen eingehen zu können.
In den vergangenen Saisonen war das Ensemble in den großen Konzertsälen Europas zu Gast, u. a. Musikverein Wien, Konzerthaus Wien, Brucknerhaus Linz, Schleswig-Holstein Musikfestival, Rheingau Musikfestival, Carinthischer Sommer, Stefaniensaal Graz, Eröffnungsfest der Salzburger Festspiele. Rundfunk- und Fernsehauftritte: ORF "Treffpunkt Kultur", "Ö1 Klassik Treffpunkt". Ausgedehnte Tourneen führten das Quartett u. a. nach Spanien, Deutschland, Italien, Griechenland, Frankreich, Türkei, Kroatien, Polen, Skandinavien und in die Schweiz.
Ein Höhepunkt war das Debüt des Ensembles mit den Stuttgarter Philharmonikern im Großen Saal des Musikverein Wien, wo seine Mitglieder als Solisten mit "Concerto Crosso" von Helmut Hödl auftraten. Für dieses Orchesterprojekt liegen in der Saison 2009/2010 Einladungen mit den Stuttgarter Philharmonikern, der Württembergischen Philharmonie, dem Symphonieorchester Vorarlberg und dem Symphonischen Orchester Zürich vor. Auftrittsorte werden unter anderem die Tonhalle Zürich, der Musikverein in Wien und das Festspielhaus Bregenz sein. Seit 1996 wird vienna clarinet connection regelmäßig zur Durchführung von Workshops eingeladen. Seit 2008 findet in Hartberg jährlich die "ClariArte" statt, deren Konzerte und Meisterkurse unter der künstlerischen Leitung von vienna clarinet connection stehen.
Bisher wurden mit dem Ensemble sieben Tonträger produziert.

Besetzung/Stilbeschreibung

Helmut Hödl (Klarinette, Komposition)
Rupert Fankhauser (Klarinette)
Hubert Salmhofer (Bassetthorn)
Wolfgang Kornberger (Bassklarinette)

Pressestimmen

[...] jeder Ton dieser Klarinetten wird zur klingenden Liebeserklärung für die Zuhörer.

Die Welt

2001

[...] eine gelungene Mischung aus Wiener Klassik, die sie als eigentliche Wurzel bezeichnen, Jazz-Standard und unterhaltsamen Melodien. Das alleine ist aber noch nichts Besonderes, zumal die Klarinette als vielseitiges Instrument wie geschaffen dafür ist unterschiedliche Stile zu mischen: Mal ist sie laut und frech, mal fröhlich und verspielt, sie kann aber auch feierlich, bedächig und traurig sein. Was das 1995 gegründete Quartett aber auszeichnet, sind eigene Kompositionen. Sie stammen von Helmut Hödl, der auf keinen Stil festgelegt ist, sondern sich von vielen Musikkulturen inspirieren lässt [...]

Frankfurter Rundschau

Dazwischen die Uraufführung von Helmut Hödls "Sing sing sing": eine Jazz-Hommage an Benny Goodman, gemeinsam mit der Vienna Clarinet Connection, der auch der Komponist selbst angehört. Die vier Klarinettisten bewegen sich in Sekundenschritten auf pulsierenden Klangflächen, Minimal Music trifft Débussy, Bartók, Mahler, Charles Ives. Ein mit Selbstironie angereicherter transatlantischer Hybrid, der Höhepunkt des Abends. Schmissig, süffig - und nur ein klein bisschen geschwätzig.

Berliner Tagesspiegel

Mit einem fulminanten Start und musikalischen Glanzleistungen begann am Wochenende die ClariArte 2009. Erstmals gastierte beim Klarinettenfestival das Wiener Jeunesse Orchester mit Dirigent Herbert Böck in Hartberg. Schwungvoll war die Einleitung mit Leonard Bernsteins "Candide-Suite". Danach wurde der 100. Geburtstag des Klarinettisten Benny Goodman mit Helmut Hödls Komposition "Sing sing sing" gewürdigt. Mit Dvoráks 8. Symphonie erklang nach der Pause ein Klassiker, wunderbar intoniert von 80 jungen Musikern. Auch hier spürte man als Zuhörer die einfühlsame Hand des Dirigenten, der das Orchester zur Hochform steigerte. "Der Funke ist vom Orchester sofort auf das Publikum übergesprungen. Herbert Böck vereinte das wohl beste Klarinettenensemble der Welt mit einem unglaublich elanvollen, aber auch sensiblen Orchester", freut sich Intendant Heinz Steinbauer. Begeistert von dem Konzert zeigten sich auch die 600 Besucher.

Kleine Zeitung

[...] Ihren Spaziergang entlang der Grenzen zwischen Kammermusik, Jazz und Minimal Music vollziehen die vier Wiener Virtuosen sehr entspannt, in subtil gewobenen Arrangements, ganz ohne die gewohnte Anstrengung vergleichbarer Crossover Projekte [...]

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