Zbigniew Bargielski
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Instrument: Klavier

Bargielski Zbigniew

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Slapstick 1998
2 Landscape of remembrance - für Violine, Cello und Klavier 1996 ~ 15m
3 Vergessene - gefundene - für Violine (Gitarre) solo 1996 6m
4 A la espagnola - für Gitarre solo 1996
5 Brucker-Spiele - für fünf Schlagzeuger 1996 12m
6 Orpheus - für Bariton, Crotales und Violine 1996 3m
7 Les mouvements oubliés - für Violine solo 1996 10m
8 A la recherche du son perdu - für Flöte solo 1995 5m
9 Tanz am Rande des Lichtes - für Kammerensemble 1995 ~ 10m
10 Nacht - Tag - für Sopran und Klavier 1995 8m
11 Quelle der Hoffnung - für Baßklarinette (Alt-Saxophon) und Marimba 1995 5m
12 Concertino - für Klavier und Kammerorchester 1995 12m
13 Trigonalia - für Gitarre, Akkordeon, Schlagzeug und Kammerorchester 1994 20m
14 Le temps ardent - Viertes Streichquartett 1994 ~ 15m
15 Requiem für Orchester 1992 20m
16 Konzert für Trompete und Orchester 1992 15m
17 Beethovens Wanderweg zum Fürst Lichnowsky - für Klavier 1992 ~ 12m
18 Klangmühle - für Akkordeonorchester 1991 ~ 15m
19 Egad - für Akkordeon und Vibraphon 1991 7m
20 CHA-ORD - für Orchester 1990 12m
21 Im Niemandsland - Oratorium 1989 1h
22 Schattenkreis - Saxophonquartett 1989 12m
23 Kaleidoskop - für Akkordeon 1988 8m
24 Illusionen und Drang - für Orgel und Schlagzeug 1988 10m
25 Labyrinth - für Cello und Akkordeon 1987 10m
26 Vögel der Nacht - Klarinettenquintett 1987 12m
27 Grazer Variationen - für Akkordeonorchester 1987 12m
28 Panoptikum - für 2 Klaviere 1987 20m
29 Streifzug ins Unsagbare - für Orchester 1986
30 Suite der Tänze und Lieder - für Akkordeon 1986 10m
31 Garten der Leidenschaften - für Sopran, Baßklarinette (Altsaxophon), Schlagzeug und Akkordeon 1986 15m
32 Kurzbericht aus dem Wienerwald - für Vokalensemble und Akkordeon (Klavier) und Flöten 1986 6m
33 Versunkene Flamme - für Violine, Cello und Akkordeon 1985 15m
34 Arc-en-ciel - für keltische Harfe und Mandoline 1985 8m
35 Volksmusik - für 2 Violinen 1985 10m
36 Stilleben mit Geschrei - Drittes Streichquartett 1985 ~ 22m
37 Labyrinth der vergessenen Blicke - für Cello und Klavier 1984 10m
38 Abschiedsnacht - für Akkordeon und Streichquartett 1984 12m
39 Schwarzer Spiegel - für Gitarre und Akkordeon 1984 15m
40 Drei polnische Suiten - für Akkordeon 1984 12m
41 Notturno für Violine und Gitarre 1984 12m
42 Rondo alla Polacca für Orchester 1983 15m
43 Sonnenlieder - für Mezzosopran, Bariton, Bass, Chor und Kammerensemble 1983 1h
44 Epitaphium - für 2 Violinen 1982 12m
45 Alptraum - für Tenor (Bariton) und Klavier nach K. Wierzynski 1982 17m
46 Gespräch mit einem Schatten - für 2 Akkordeons 1982 12m
47 Gedächtnisportrait - für Streichsextett 1982 12m
48 Gemalte Wolken - für Akkordeon 1982 10m
49 Vier zu eins - (Cztery drzewa z rogiem). Zweites Bläserquintett 1982 12m
50 Und beide erglühen ... - für Violine und Streichorchester 1981 15m
51 Es ist noch Nacht, noch ein Laut - für Mezzosopran und Orchester 1981 20m
52 Ikarus - für Bassklarinette (Altsaxophon) und Schlagzeug 1981 11m
53 Vienna G'schichten - für 2 Klaviere 1981 11m
54 Zweites Streichquartett (Kwartet Wiosenny) - (Primaverile) 1980 16m
55 Traumvogel - für Akkordeon und Schlagzeug 1980 8m
56 Zyklopenblick - für Tuba und Klavier 1980 8m
57 Soirée d'Antan - für Gitarre und Cembalo 1980 10m
58 Quasi una Fantasia - für Fagott solo 1979 8m
59 Nilpferde - für 2 Akkordeons 1979 4m
60 Zapfenstreich - für 3 Akkordeons und Schlagzeug 1979 4m
61 Im kleinen Herrenhof (W malym dworku) - Oper nach S. I. Witkiewicz 1979 ~ 1h 30m
62 Schmetterlingskäfig - für Bläserquintett 1978 10m
63 Stilleben mit Rose - für Blechblasinstrumente und Schlagzeug 1977 15m
64 Tal der bleichen Knochen - für Schlagzeug und Kammerensemble 1977 17m
65 Tal der vergessenen Erinnerungen - für Klavier und Kammerensemble 1977 17m
66 Gläserne Vögel - für Blockflöten und Cembalo 1977 13m
67 Konzert für Violine und Orchester 1976 21m
68 Rhapsodie für Blasorchester und Schlagzeug 1976 10m
69 Erstes Streichquartett - ("Alpejski") 1976 14m
70 Konzert für Schlagzeug und Orchester 1975 21m
71 Impromptu für Schlagzeug 1975 10m
72 Zwei Lieder für Mezzosopran und Klavier nach A. Patey-Grabowska 1975 5m
73 Ein Zimmer - für Klarinette, Cello, Posaune, Schlagzeug und Klavier nach Franz Kafka 1972 12m
74 Rosengarten - für Bariton und Bassklarinette nach T. S. Eliot 1971 7m
75 Im Kreis (W kregu) - für Sopran, Alt, Bariton, Baß und Kammerensemble 1969 15m
76 Vier Liebeslieder für Mezzosopran und Klavier (oder Gitarre) 1969 8m
77 Danton - Oper nach einem Text von Georg Büchner 1968
78 Servert - für Klavier, Schlagzeug und Violine (Bratsche oder Cello) 1966 10m
79 Parades (Parady) - für Orchester 1965 10m
80 Fünf Sonette für Violine (Viola) solo 1962 7m
81 Sieben Studien für Klavier 1957 10m
82 Neosonatine - für Violine (Viola/Klarinette/Klavier) und Klavier 1956 10m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1937
Geburtsdatum:  21. Januar 1937
Geburtsort:  Lomza
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1946 - 1957

Konservatorium Lublin

1953

Gymnasium Lublin: Matura

1954 - 1957

Universität Lublin: Jura

1958 - 1962

Fryderyk-Chopin-Musikakademie

1958 - 1962

Fryderyk-Chopin-Musikakademie: Komposition

1963

Komposition (Boleslaw Szabelski)

1964

Diplom

1966 - 1967

Komposition (Nadia Boulanger)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1957

Staatliche Philharmonie Lublin: Debüt als Komponist

1964 - 1970

Puppentheater Warschau: Zusammenarbeit

1967 - 1970

Polnischer Komponisten Verein: Sekretär

1967 - 1970

Verband Junger Polnischer Komponisten: Präsident

1967 - 1970

Kritiker und Publizist in führenden polnischen Fach- und Kulturzeitungen

1977

Musikakademie Bydgoszcz: Hochschullehrer für Tonsatz, Kontrapunkt, Instrumentation, Musikgeschichte

1981

Teilnahme

Klavierlehrer

Entwicklung der Kompositionsmethode anhand der "Theorie der Zentrums-Strukturen"

mehrere Fernseh-, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen

Schwerpunkt auf Theater und Opernmusik

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

 

Encontros Gulbenkian

Festival de Paris

Helsinki Festival

IGNM Weltmusiktage

Leningrader Frühling

Muzicki Biennale Zagreb

Staatsoper Warschau

zahlreiche Konzerte in Europa, USA, Südamerika, Australien, Japan

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1990
1991
1995

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1965

Junge Polnische Komponisten in Warschau: Erster Preis beim Wettbewerb

1966

Auslandsstipendium

1986

Staatsstipendium für Komposition

1986

Stipendium

1990

Republik Polen: Medaille für Verdienste um die polnische Kultur

1995

Republik Polen: Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta

1996

UNESCO Paris: Preis

2000

Anton-Benya-Stiftungsfonds: Anton-Benya-Preis

2001

Polnischer Komponistenverband: Preis

Stilbeschreibung

[...] Man kann also vermuten, zu welch wichtigem, ja geradezu brennendem Problem - besonders für einen Komponisten, der vor allem ein genau festgehaltenes Material von bestimmter Tonhöhe ausnutzt - die Suche nach einem übergeordneten Verfahren zur Organisierung dieses Materials wird; und das umso mehr, als Bargielski die dodekaphonische bzw. serielle Technik vollkommen fremd war. Ungefähr 1970 zielten die theoretischen Überlegungen des Komponisten darauf ab, dem im Verlauf festgelegten Ton übergeordnete Merkmale zu verleihen und ihm anderen gegenüber größeren Wert beizumessen - durch die einfache Maßnahme der häufigeren Nutzung dieses Tones, nicht aber durch seine unmittelbare Wiederholung. Es wird also ein gewisses Zentrum geschaffen, in dem dieser einzelne Ton öfter zu hören ist. Ähnlich aufgefaßt werden bestimmte Intervalle, das ganze bewegliche Gewebe eines gebrochenen Akkords und schließlich die charakteristische Instrumentation. Es besteht also die Möglichkeit, größere Ebenen zu schaffen, die diese Zentrumsstrukturen nutzen, sie zusammenzustellen und sie auf der Grundlage des gegenseitigen Durchdringens, des Kontrastes oder der Wiederholung zu verbinden. Gleichzeitig entsteht das Problem der Ausgewogenheit der Proportionen, z.B. wie oft ein gegebener Ton zu verwenden ist, damit er als Zentrum hörbar wird. Bargielski nennt dieses Verfahren zur Organisierung des Stoffes die "Theorie der Zentrumsstrukturen". Man muß zugeben, daß diese Theorie elastisch ist. Sie zwingt einem nämlich keine Auswahl genau bestimmter Töne (als Zentrum) auf, sondern gestattet es, die anderen Töne - jene, die anscheinend weniger wichtig sind - freizügig zu gestalten und dabei volle Invention, Praxis, künstlerische Erfahrung und Kompositionskunst auszunutzen. Außerdem läßt sie einen großen Spielraum für die Phantasie frei. Gleichzeitig entlarvt diese Theorie mitleidslos künstlerische Mängel und unzulängliche Erfindungsgabe. Eine große Rolle spielen wahrscheinlich wie bei jedem System das rein musikalische Kalkül (Proportionsfragen, Auswahl), die Intuition oder vielleicht auch ganz einfach die erworbenen Kenntnisse. Ist diese Theorie nun lediglich eine individuelle, dem Ergründen der eigenen Künstlerpersönlichkeit dienende und in diesem Sinne gehaltvolle Theorie, die zugleich das Entstehen neuer Originalwerke "gewährleistet"? - Beantwortet wird diese Frage durch das neueste Schaffen des Komponisten. Sicherlich besteht die Gefahr, sich zu wiederholen, die Strukturen zu vervielfältigen. Sicherlich sind die einfachsten Strukturen auch schon restlos ausgebeutet. Einerseits ist es also ein Kompositionsverfahren, andererseits - und für den Komponisten ist das ebenfalls wichtig - ein Verfahren zur "Steuerung der Perzeption" des Hörers, das die Aufgabe hat, dem Hörer die Aufnahme der Komposition zu erleichtern oder einfacher gesagt: sie zu verfolgen.

 

Zbigniew Dabek, in: Ruch Muzyczny, 23 (1979), Nr. 5, S.11 f.

Kontakt, Links

E-Mail :  z [dot] bargielskiatutanet [dot] at