Friedrich Gulda
Genre:
Instrument: Klavier

© mica

Gulda Friedrich

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Rezitativ und Arie der Lady Strange - aus "Paradise Island" 1993
2 Paradise Island 1991
3 Du und i 1989
4 General Dance 1989
5 Theme from the 2nd Movement of "Concerto for Ursula" 1989
6 For Paul 1989
7 Exercise 9 1989
8 Concerto for myself - Sonata concertante for Piano and Orchestra 1988
9 Du und i - 2. Golowin-Lied 1986 5m 20s
10 Wintermeditation 1984
11 Ping Pong - for two pianos 1983
12 Concerto for Ursula 1981
13 Konzert für Violoncello und Blasorchester 1980
14 Opus Anders 1980
15 Wohin denn ich 1980
16 The Air From Other Planets 1978
17 Blues for Joe Venuti 1978
18 Bassflute Blues 1977
19 Für Paul 1974
20 Für Rico 1974
21 6 Etüden 1974
22 The Air From Other Planets 1974
23 Wings 1973 ~ 18m
24 Play Piano Play - 10 Übungsstücke für Klavier 1971
25 Aria (Arie) - 3. Satz aus der "Suite for Piano, E-Piano and Drums" 1970
26 Aria (in stile italiano) - 3. Satz aus der "Suite for Piano, E-Piano and Drums" 1970
27 Nina Carina - 3. Satz aus der "Suite for Piano, E-Piano and Drums" 1970
28 Blues Fantasy 1970
29 I see 1970
30 Sinfonie in G 1970
31 Variationen über "Light My Fire" 1970
32 Ouverture for 2 pianos - 2. Satz aus der "Suite for Piano, E-Piano and Drums" 1969
33 Spanische Fliege 1969
34 Neue Wiener Lieder (7 Golowin-Lieder) 1969
35 Wheel in the right machine - Workshop Suite 1969
36 Suite for Piano, E-Piano and Drums 1969
37 Theme from "Dropout" 1969
38 Introduktion und Scherzo 1969
39 Moos auf den Steinen 1968
40 Shuffle - Dritter Satz aus der "Sonatine für Klavier" 1967
41 Entrée - Erster Satz aus der "Sonatine für Klavier" 1967
42 Ballad - Zweiter Satz aus der "Sonatine für Klavier" 1967
43 Sonatine für Klavier 1967
44 Neuer Wiener Walzer 1966
45 Closer 1966
46 Der Neue Wiener Walzer 1966
47 Depression 1966
48 Variations for 2 Pianos and Band 1966
49 Variations 1966
50 Little Suite 1965
51 Prelude und Fuge 1965
52 Sieben Galgenlieder (Neufassung) 1965
53 Prelude - aus "Prelude and Fugue" 1965
54 Lullaby 1965
55 The Excursion - Programmmusik 1965
56 Les Hommages - Suite in the Modes of D 1965
57 Music for 4 soloists and band - Concerto a Quattro 1964
58 The Veiled Old Land - Fantasy for 4 Soloists and Band 1964
59 Music for Piano and Band Nr. 2 - Piano Concerto No. 2 1963
60 Blue most 1962
61 The Horn and I 1962
62 The Opener 1962
63 Music for 3 Soloists and Band 1962
64 Music for Piano and Band Nr. 1 - Piano Concerto No. 1 1962
65 Mann im Schatten 1961
66 3 Jazzstücke 1961
67 Concertino for Players and Singers 1960
68 Kadenzen zu Mozart Klavierkonzerten 1957
69 Cool-Da 1955
70 12 Birdland-Compositions 1955
71 Sieben Galgenlieder 1954
72 Streichquartett fis-Moll 1950 - 1951
73 Fuga für 2 Klaviere 1949
74 Vierhändiges Klavierstück 1949
75 Messe B-Dur 1948
76 So genannte "Übung" im fünfstimmigen Satz 1947
77 4 Eichendorff-Lieder 1946
78 Klavierstück 1946
79 2 Liedformen für Klavier 1945
80 3 Stücke für 2 Blockflöten 1944
81 2 Fugen 1944
82 6 vierstimmige Choräle 1943
83 5 Lieder für Frauenchor 1943
84 Andante für Violine und Klavier 1941
85 Drei Menuette für Streichorchester 1941
86 Variationen für Streichquartett 1941
87 Lied des Fridolin aus "Oberon" 1940
88 Larghetto für Streichtrio 1940
89 Scherzo Nr. 2 für Klavier 1940
90 Scherzo Nr. 1 für Klavier 1940
91 Zwischenspiel für Klavier 1940
92 Kleines Stück für Klavier 1940
93 Invention für Klavier 1940
94 Variationen über ein eigenes Thema für Klavier 1940
95 Variationen über ein Volkslied für Klavier 1940
96 Allegretto für Klavier 1939
97 Fuge - für Saxophonquartett
98 Menuett

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1930
Geburtsdatum:  16. Mai 1930
Geburtsort:  Wien
Geburtsland: 
Todesjahr:  2000
Todestag:  27. Januar 2000
Nationalität: 

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1946

Beginn der Karriere als Konzertpianist

1948 - 1949

an die 30 Konzerte quer durch Europa, 1. Südamerika-Tournee mit 37 Konzerten u.a. in Rio de Janeiro, Sào Paolo, Montevideo und Buenos Aires

1951

Debüt

1954

erstmals Leitung einer Meisterklasse

1955

Ausweitung des Repertoires wegen kritischer Sicht des gängigen Konzertbetriebs

1955

Gründung des "Klassischen Gulda Orchesters"

1960

weiterhin rege Konzerttätigkeit als klassischer Pianist (112 Konzerte)

1960

Konzentration auf Jazz

1962

vorläufiger Rückzug aus dem Konzertbetrieb

1964 - 1966

Gründer und Leiter des Big Band-Projekts "Eurojazz-Orchester"; zahlreiche Auftritte in Graz und Wien

1966

Initiator des "Internationalen Wettbewerbs für Modernen Jazz Wien" für Nachwuchsmusiker

1968

Einspielung sämtlicher Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven

1968 - 1971

Initiator und Leiter des "Internationalen Musikforums Ossiach" (Übersiedelung ab 1971 nach Viktring, später auch Schloß Moosham und Salzburg)

1990

Konzeption und musikalische Leitung der Eröffnung der Wiener Festwochen (12. Mai) am Rathausplatz unter dem Motto "Offene Grenzen" u.a. mit Guldas neu gegründeter Jazz-Rock Formation "The Paradise Band"

1991

zahlreiche Konzerte unter dem Titel "Mozart no End and the Paradise Band" (u.a. in Wien, Frankfurt, Zürich, Mailand und Barcelona)

Initiator von "Tagen freier Musik"

Konzerte mit "Weather Report", "Anima" und Ursula Anders

Zusammenarbeit mit Musikern von Heinrich Schiff bis Joe Zawinul

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1947

Uraufführung (17. April) in der Simmeringer Pfarrkirche (Abschlussarbeit bei Prof. Marx)

1951

Uraufführung (7. April)

1953

Uraufführung der "Musik für Streichquartett" durch das Samohyl-Quartett (30. November)

1962

Uraufführung

1964

Uraufführungen durch das "Eurojazz-Orchester"

1964

Uraufführungen durch das "Eurojazz-Orchester"

1992

konzertante Uraufführung (20.Juli) in der Münchner Philharmonie

zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichsten Formats

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1946

1. Preis beim "Internationalen Musikwettbewerb in Genf"

1959

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

1968

Deutscher Schallplattenpreis für die Einspielung der 32 Beethovensonaten bei "Amadeo"

1969

Ehrenring des 3. Wiener Beethovenwettbewerbs (15. Juni), Rückgabe 5 Tage später

1989

Ehrenring der Stadt Wien

Stilbeschreibung

Wenn man, wie viele meiner bedauernswerten Kollegen, die Meinung vertritt, die "Moderne Musik" sei das, was man gemeinhin darunter versteht: Strawinsky, Bartok, Schönberg, Stockhausen, Boulez usw. - und viele tun das -, dann ist das für mich geistiger Selbstmord. Und so viele Klassikidioten, ob Zuhörer oder Kritiker, verstehen das nicht. Die leben in diesem schrecklichen Ghetto. Wenn diese Musik allein meine musikalische Nahrung gewesen wäre, dann gute Nacht! [...] Für mich ist die moderne Musik die Musik unserer Zeit in einem positiven und zufriedenstellenden Sinn, wo man als Musiker weiß, warum man sich überhaupt mit Musik beschäftigt, also wozu man lebt, und das habe ich in der Musik unserer Zeit, nämlich im Jazzclub, gefunden. [...] Mit welchem Recht und von welcher Instanz leiten speziell die Zwölftöner, aber auch andere moderne Komponisten, die ohne Grundton und ohne Tonalität auszukommen glauben, ihre Ordnungsprinzipien her? Ist das schrankenloser Individualismus? Wenn das so ist, dann ist die "Freie Musik" besser. Aber wenn einer sagt, gut, ich mache jetzt mit zwölf aufeinanderbezogenen Tönen Musik, dann muß die Frage erlaubt sein, ja bitte, warum nicht mit dreizehn oder mit elf oder mit Vierteltönen. [...] Die Zehn Gebote kommen nun mal von Gott, des nützt einfach nix, und es ist niemand da, der das ersetzen könnte, auch nicht in dem kleinen und unwichtigen Bereich der Musik. [...] Daß ein System von Menschen erdacht wird, halte ich nun - weder künstlerisch noch politisch - wirklich nicht für geeignet, um das Chaos zu verhindern. Ich glaube, daß man den Leuten etwas in die Hand geben muß, woran sie sich halten können, wo sie sich von Herzen wohlfühlen können und ja sagen und wofür sie sich überschwenglich bedanken. Das kann vielleicht der "Musikantenstadl" auch. Aber der Unterschied zwischen meinen "neokonservativen" Werken und dem Musikantenstadl ist, daß bei meiner Musik die Berechnung, das Buhlen um die Gunst des Publikums wegfällt. [...] Ich glaube, die Leute sind deswegen so dankbar für diese Musik, weil sie spüren, daß das, was ich ihnen da sage, was zum Glauben, zum Glücklichsein ist, und daß ich diese Wendung selbst vollzogen habe. Sonst könnte ich nicht so komponieren. Denn was ich da schreibe, ist nicht nur erfreulich und vergnüglich, so wie von mir aus der Musikantenstadl auch, sondern es ist vor allem wahr, und das ist der Musikantenstadl nicht. Das ist der Unterschied.

 

Friedrich Gulda in: Friedrich Gulda. Aus Gesprächen mit Kurt Hofmann. - München: Langen Müller Theaterverlag, 1990. - S. 117 f., 148 f. u. 217 f.

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