Marthé Peter Jan

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1949
Geburtsdatum:  3. Mai 1949
Geburtsort:  Rottenmann
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Dirigenten-Meisterkurs bei Sergiu Celibidache

Indien: Studienaufenthalt bei dem Musiker Ustad Ameer Mohamed Khan

Komposition, Dirigieren, Orgel

Studien bei Michel Chapius

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1977

künstlerischer Leiter des Orgelfestival International

1983

Kapellmeister

1987

völliger Rückzug aus dem Konzertbetrieb

1990

Lehrauftrag für experimentell-elektronische Komposition

1994

Chefdirigent

Mitinitiator und Programmdirektor der KlangArt Osnabrück

Aufenthalt in Indien

internationale Konzerttätigkeit

Soloabende als Organist in Paris, Venedig, Lissabon, Madrid, Wien

Schallplatteneinspielungen

Gastdozent in Stockholm, Malmö und Avignon

zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

in Wien, Bonn, Osnabrück, u.a.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1978

erster Preis für die Interpretation zeitgenössischer Musik bei Jeunesses Musicales Wien

Stilbeschreibung

In Indien änderten sich mein Verhältnis zur Musik und mein Wissen um Musik fundamental: Ich begann zu begreifen, daß Musik eine fast magische Wirkung auf den Menschen haben kann, wenn sie als das verstanden wird, was sie in Wahrheit ist, war und immer sein wird - eine "kosmische Kraft", dem Menschen gegeben, um zu seinem wahren Selbst zu finden. Danach versuche ich - ob als Dirigent oder als Komponist - zu leben und zu handeln. Ich träume von einer "Re-Vitalisierung" des Klanges. Deshalb hat für mich Komponieren in erster Linie mit Welt, Leben, Sprache des Herzens, Beziehung zum Kosmos, Kommunikation mit Menschen und nicht mit irgendwelchen formalen oder intellektuellen Problemstellungen bzw. -lösungen zu tun. Ich glaube fest daran, daß es nicht nur das Privileg der Musik vergangener Zeiten sein kann, den Menschen anzusprechen, ihn zu bewegen (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes). Für mich hält gerade die Klangsprache des 20. Jahrhunderts - in Verbindung mit den neuen Erkenntnissen aus Geistes- und Naturwissenschaft - dafür die Mittel bereit, dem Hörer auf packende Weise neue Dimensionen bisher nicht gekannter Tonräume und Klangwelten zu erschließen. An diesem - noch zu entfaltenden - "Universum der Klänge" arbeite ich mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln.
Peter Jan Marthé, 1993

TextautorIn von (Werk)