Adolf Scherbaum
erfasst als:
Genre:
Instrument: Flöte, Orgel, Klavier

Scherbaum Adolf

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 3 Teile für Klavier - "Aus meinem Tagebuch" 2002
2 14 Teile für großes Streichensemble 2001
3 Improvisationen für Orgel 1999
4 Konzert für Violine und Ensemble 1995
5 Konzert - für Violine, Fagott und Streichorchester 1993
6 Konzert in 4 Teilen für Fagott und Orchester 1993
7 Kontraste - für Flöte und Klavier 1987
8 4 Teile für Bläseroktett - (über spanische Volkslieder) 1987
9 Lied ohne Worte an Alice - Furioso für Violine und Klavier 1986
10 Gruppensextett (Intim im Team) 1982
11 Sieben Miniaturen 1980
12 Sonate (Jazz) für Flöte, Piano, Bass und Schlagwerk 1980
13 Teile für Flöte und Klavier - nach Motiven (über Fragmente) spanischer Volkslieder 1979 - 1980
14 Sextett 1975
15 Quintett für Bläser 1973
16 Conzertino für Flöte und Jazzensemble 1972 6m
17 Suite für Violoncello und Streichorchester 1972 ~ 16m
18 Miniaturen für Soloflöte 1972 9m
19 Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott in 2 Sätzen 1972 ~ 20m
20 10 Teile für Bläserquintett 1971
21 Kantate für gemischten Chor, Solo und Orchester in 2 Teilen - Von der Freundlichkeit der Welt (nach Bert Brecht) 1971
22 6 kleine Stücke - für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Vibraphon 1970
23 Konzert - für Flöte und Streichorchester 1969
24 Konzert - für Oboe und Orchester 1969 ~ 16m
25 Konzert in drei Teilen - für Horn und Streicher 1969
26 Präludium für großes Orchester und Orgel 1969 8m - 10m
27 Der Talisman - Posse mit Gesang in 3 Akten von Johann Nestroy 1969
28 Märchenmusik für Radio - Das verzauberte Quartett 1968
29 Sieben Miniaturen für Bläserquintett 1967
30 Vier Teile für zwei 1967
31 Konzert für Oboe und Streichorchester 1966
32 Heiteres und Ernstes in 7 Teilen für Bläser 1965
33 Kleine Musik 1962
34 Konzert - für großes Orchester 1962
35 Kleine Sinfonie für Bläser und Schlagzeug 1958
36 A. S. Studio Drei
37 Blues Suite
38 Broad Street
39 City Lights
40 Geraldine
41 Happy fiddle
42 Komm herein in das Gotteshaus
43 Konzert - für Klavier und Orchester
44 Sonate
45 Thema und Variationen nach Paganini
46 9 Volkslieder für Bläserquintett

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1931
Geburtsdatum:  15. August 1931
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Todesjahr:  2003
Todestag:  10. März 2003
Sterbeort:  Linz
Nationalität: 

 

Adolf Scherbaum wurde am 15. August 1931 in Wien geboren. Hier besuchte er auch die Volks- und Hauptschule. Den ersten Flötenunterricht erhielt er 1945 bei seinem Vater, Adolf Scherbaum sen., der Flötist in einer Werkskapelle war. Nach ein paar Monaten wurde er Privatschüler bei Prof. Adolf Ludwig (Soloflötist der Wiener Symphoniker), der ihn in Flöte und Komposition unterrichtete. Im Semester 1946/1947 begann Adolf Scherbaum das Studium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. 1951 legte er die Reifeprüfung mit Auszeichnung ab und wurde, nach 2 kurzen Engagements, 1952 als Soloflötist an das Linzer Landestheater (später Brucknerorchester) engagiert, wo er bis zu seiner Pensionierung 1996 tätig war.
Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Flötist komponierte Adolf Scherbaum von seinem 15. Lebensjahr an bis zu seinem Tod am 10. März 2003. Er instrumentierte und komponierte vieles für das Brucknerorchester, für das von ihm 1960 gegründete Bläserquintett und für Aufführungen im Linzer Landestheater.

 

Inge Adamiker-Scherbaum 2006 

 

 

Hinweis für Benutzer:
Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich eine Auswahl von Werken aus dem umfangreichen Oeuvre Scherbaums in der Datenbank. Ein vollständiges - über 1900 Werke umfassendes - Werkverzeichis befindet sich auf der Homepage http://www.scherbaummusic.com/

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1946

bei Ludwig Adolf (Kompositionslehre)

 

1946 - 1951

bei Niedermayer Josef

1946 - 1951

Nebenfächer Instrumentenkunde, Klavier, Allgemeine Musiklehre, Harmonielehre, Kammermusik, Formenlehre, Allgemeine Musikgeschichte, Rhythmus- und Gehörbildung (Alfred Uhl, Marius Szudolsky u.a.)

1948 - 1950

Orchesterübung

1948 - 1950

Orchesterübung

1951 - 1952

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1951

1. Flötist beim Opernstudio-Orchester

1952

Mitwirkung beim Kurorchester Bad Gastein für die Spielsaison 1952

1952 - 1996

Soloflötist

Mitbegründer des Neuen Ensemble Linz und des Linzer Bläserquintetts

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1970

Gastspiel in Krefeld, Deutschland

1974

Stadthalle Enns: "Kantate für gemischten Chor, Solo und Orchester in 2 Teilen"

1984
1994

Flötenabend (Solistin: Katrin Stepanek)

1994

50. Jugendsymphoniekonzert

1996

Concert Hall: "Konzert in 4 Teilen für Fagott und Orchester" 37. Orchesterkonzert

2006

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1966

anlässlich der Grundsteinlegung des Brucknerhauses Linz

1969

anlässlich der Einweihung der Brucknerhalle Linz

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1978

Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich für das künstlerische Gesamtwerk

Stilbeschreibung

Meine Kompositionstechnik beruht auf zwei Methoden, die ich in vielen Jahren entwickelt habe: freie Tonalität und freie Zwölftontechnik. Oft genügt eine Zwölftonreihe mit Variationen für viele Kompositionen, die durch ständige rhythmische Veränderungen so verändert wird, daß nie der Eindruck entsteht, ich hätte immer das gleiche Material verwendet. Das heißt, daß 15 bis 20 Kompositionen in Wirklichkeit eine Einheit bilden.

 

Adolf Scherbaum 1995

 

 

Adolf Scherbaums Kompositionstechnik begann mit einer Periode freier Tonalität, bei der jede Kadenz fehlt. Eine Ganztonskala ist das Ausgangsmaterial und bildet mit ihren Grundtönen das harmonische Rückgrat der freien Tonalität. Später wendete sich Adolf Scherbaum der Zwölftontechnik zu, kehrte jedoch nach wenigen Jahren zu freien Harmonien zurück. Diese Kompositionsweise sah er immer als seine Erfindung an und baute danach alle seine Werke auf.

 

Inge Adamiker-Scherbaum 2006

Pressestimmen

27. April 1981

7 Miniaturen
[...] aber das waren keine Miniaturen, sondern ausgewachsene Bilder. Um bei dem Vergleich zu bleiben: Zunächst nur hingetupft, werden die Klangfarben von Stück zu Stück breiter gesetzt, es findet eine tiefernste Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Klanges statt. Zum Schluß erklingt eine einsame Flötenmelodie in vollkommener Schlichtheit. 

Linzer Tagblatt 

 

15. März 1980

Sonate für Bläserquintett und Klavier von Adolf Scherbaum, mit dem Komponisten am Flötenpult und der ausgezeichneten Margit Haider am Klavier, bringt in durchhörbar gesetzter, tonalisierter Dodekaphonik eine suggestiv in sich gehende Musik. Das Reihentechnische ist restlos in Phantasie und Ausdruck aufgegangen; manches motorische erinnert, aber nicht epigonal, an Strawinsky. 

Österreichische Musikzeitschrift 4-5/1980, S. 235 (Leo Dorner) 

 

20. März 1979

Tanzsuite für Flöte und Violoncello
Der Linzer Komponist verbindet darin ungarische Volksweisen mit einer Zwölftonreihe zu tänzerischer Einheit. Kontraste ergeben sich aus der Gegenüberstellung freier (Rubato) Rhythmen, liedhaften Auflockerungen und folkloristischen, mit Taktwechseln durchsetzten Abschnitten. Die "Tanzsuite" erwies sich als ein neues Stück, das beim Publikum zu Recht gut ankam. 

Oberösterreichische Nachrichten (Gerhard Ritschel)

[...] kam als Höhepunkt des Konzerts Adolf Scherbaums Tanzsuite (Drei Stücke für Violoncello und Flöte), das originelle Werk eines Vollblutmusikers. Es ist praxisbezogen geschrieben, instrumentengerecht gesetzt und enthält virtuose Passagen für beide Instrumente. Einem ziemlich frei gehaltenen "Rubato" folgt ein liedartiger 2. Satz, dem ein rascher, interessanter 3. Satz folgt. Dieses Werk wird auch in Zukunft gerne gehört werden. 

Linzer Volksblatt (Rudolf Pfann)

WidmungsträgerIn von (Werk)

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