Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Paolo Perger ©

Perger Andreas Paolo

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  13. April 1970
Geburtsort:  München
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Andreas Paolo Perger wird als Sohn eines österreichisch-italienischen Vaters und einer deutsch-polnischen Mutter in eine Musiker- und Künstlerfamilie mit europäischem Migrationshintergrund geboren. Er trägt den achtstrahligen Stern aus dem Val di Non. Sein Münchner Großvater war ein Dichter des studentischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Nach antiautoritärer Pädagogik, Klavierunterricht und freier Malerei bekommt er siebenjährig Gitarrenunterricht. Nach dem frühen Verlust der Eltern folgen Studien in Gitarre, Improvisation und Komposition in den USA, Deutschland, Italien und Österreich. Nach einem Arbeitsaufenthalt in New York wird er 1997 "Newcomer of the Year" der Süddeutschen Zeitung, woran sich die Veröffentlichung einer elfteiligen CD-Serie durch Fenn Music (Hamburg) anschließt. Presse und Fachpresse feiern seine multiperspektivische Klangsprache. Konzerttourneen und Projektförderungen folgen. Studioarbeit für ARD, ORF und EMI Records. Komponiert Klangspuren für Kunstvideos.


In Zusammenarbeit mit Stevens Custom Guitars und Huber Amps entwickelt er die 5.1 Surround Gitarre, die 1999 auf der Musikmesse in Frankfurt vorgestellt wird. 2002 findet das erste Konzert mit der 5.1 Surround Gitarre in der t-u-b-e in München statt und wird auf Radio Bayern 2 übertragen. Kompositionen für neue Medien und die "Internet Series" entstehen. Weltpremiere von "o aufnahme - Konzert für 5.1 Surround Gitarre" in der ORF Lange Nacht der Museen 2007 für Tonspur_live im Museumsquartier in Wien. 2008 Premiere am Institut Intermédií in Prag. 2009 Premieren in der Artothek (München), Freitagsmusik (Hamburg), Hardcover (Berlin) und dem 4. Electric Eclectics Festival in Kanada.


Phonomontage "Österreich oond dee Velt in 1938" bei Lindo Records, ein klingendes Mahnmal für kulturelle Integrität und Humanität. 2011 Veröffentlichung des Soloalbums "Relief" bei Artist Edition. 2013 Uraufführung von "Werk für Orchester 1" in der St. Johannes-Evangelist Kirche in Berlin. 2014 Uraufführung "Gravur / Gravure" - improvisierte Kompositionen für Konzertgitarre in der Zionskirche in Berlin. 2015 Uraufführung von "Werk für Orchester 2" in der St. Johannes-Evangelist Kirche in Berlin. Lebt und arbeitet in Berlin.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

freie Studien in Musik und bildender Kunst

Meisterkurse

weitere Meisterkurse mit Mike Stern, John Scofield, John McLaughlin, Evan Parker, Frederic Rzewski, Wolfgang Stryi/ Ensemble Modern und Leo Brouwer

Studien der Gitarre, Improvisation und Komposition

Richard Strauss Konservatorium: Studien der Gitarre, Improvisation und Komposition (Barbara Probst-Polasek)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt

Konzerte und Aufführungen mit Musikern aus der Klassischen Musik, dem Jazz und der Experimentellen Musik

Studio-Gitarrist für Kinofilme und Fernsehproduktionen, Soundtracks für Kunst-Videos

Auftritte bei zahlreichen bekannten Festivals für klassiche, experimentelle und zeitgenössische Musik in Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, Tschechische Republik, Polen und Kanada: bspw. an der Musikakademie in Breslau (Polen), Transart in Bozen (Italien), Bach-Nacht in Essen (Germany), Tonspur_live in Wien, beim internationalen Festival "Jazz an der Donau" (Deutschland) etc.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1997

"Newcomer of the Year" der Süddeutschen Zeitung

zahlreiche Projektförderungen, bspw. durch die Franz Grothe Stiftung, das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Österreichische Aussenministerium, Austrian Cultural Forum Prag, Verband Aktueller Musik Hamburg, Austrian Cultural Forum Ottawa, Kulturbüro Sophien, Artist Edition etc.

Stilbeschreibung

Die Musik von Andreas Paolo Perger ist eine zeitgenössische pluralistische Position zwischen Abstraktion und Narration. Eine virtuos atmosphärische Textur gitarristischer und reinstrumentalisierter elektronischer Klänge, Übergängen von Ton zu Geräusch und Handsymbolen. Das Plastische im Klang hebt das selbstverständlich Hingenommene hervor und betont das zwischen den Saiten gespielte.


Seine improvisierten Kompositionen bestehen aus Spielmodulen, die im Konzert variiert und verändert werden. An der E-Gitarre nutzt er die Möglichkeiten der Verstärkung durch Elektronenröhren (warmer dynamischer Klang, langer Nachklang, Verzerrung, akustische Rückkopplung) und der aktiv gestaltbaren räumlichen Ebene (jede Saite erklingt in einem eigenen Lautsprecher). An der Konzertgitarre erklingen seine improvisierten Kompositionen wie assoziative Zeitreisen mit deutlichem Bezug zum vorgegebenen Raum.


In seinen Werken für Orchester überträgt er seine Methode auf großes Ensemble. Die Werkserie ist gekennzeichnet durch die Balance von Intuition und Struktur, Transformation, Authentizität, Unmittelbarkeit, multiperspektivische Erfahrbarkeit und Mitwirkungsmöglichkeit. Der Orchesterbegriff wird zur Diskussion gestellt und organische Formensprache in einer musikalischen Werkserie thematisiert. Es entstehen Soziale Skulpturen, getragen von rücksichtsvollem und gleichberechtigtem Miteinander.

Pressestimmen

2001

Eine Entdeckung - Wieder einmal ein Gitarrist, ein echter Gitarrero der mit seinem Instrument verschmilzt, so dass der Zuhörer nicht weiss, ob er die Gitarre - oder die Gitarre ihn spielt. Ganz individuell, ganz originär und ganz visionär - voll atmosphärischer Stimmung. Er ist ein echter Guitarrero, dem nichts anderes übrig bleibt als zu spielen. 

Walliser Bote (Jean-Pierre D'Alpaos) 

 

2001

Herzlicher Pop in neuem Format [...] Perger, prämierter und gefeierter Klassiker, Jazzer, Improvisateur und Crossover-Spezialist, geht diesen neuen Weg mit einer speziell angefertigten Gitarre, die Klassik und Elektronik kombiniert. 

Münchner Merkur (Freia Oliv) 

 

2000

Der renommierte Gitarrist Andreas Paolo Perger dagegen erwies sich vor deutlich mehr Hörern mit eigenen Werken auf seinem knallgrünen, akustisch-elektronischen Instrument als Stilistischer Grenzgänger, den man in keine gängige Schublade packen kann. 

Neue Ruhr Zeitung (Klaus Albrecht)

 

1998

Pergers Erfolg kommt nicht von ungefähr, er schafft den schwierigen Spagat zwischen Jazz und Klassik, verläßt sich einerseits auf vorgegebene Kompositionen und schafft sich andererseits seine eigene Klangsprache aus Improvisationen und Eigenkompositionen.

Süddeutsche Zeitung (Helmut Mauró)

 

1997

Für mich, erläutert er sein Mammutprojekt, "ist es eine Verpflichtung, die verschiedenen Stile, in der die Gitarre lebt, kennen und verstehen zu lernen, in ihnen gearbeitet, sie bis zu einem bestimmten Punkt verfolgt zu haben und, wenn ich das Gefühl habe, daß ich genug weiß, mich auch wieder davon zu lösen. Diese CDs sind eine Art Pool, ein Rucksack mit dem, was ich zur Zeit habe und was mich beschäftigt hat".

Süddeutsche Zeitung (Ralf Dombrowski)

 

1996

Ein Meister auf sechs Saiten und in allen Stilen.

Süddeutsche Zeitung (Wolfgang Farkas)

Diskografie, Projekte

Diskografie:

  • 2011: Relief (Artist Edition)
  • 2008: "Österreich oond dee Velt in 1938" (Sampler / Lindo Records)
  • 2000: Ethnomorphocology (Fenn Music)
  • 1999: Big City (Fenn Music)
  • 1999: Heart Pop (Fenn Music)
  • 1998: Standards (Academica / Fenn Music)
  • 1998: Visions in Multitrack (Academica / Fenn Music)
  • 1998: Liebe in den Zeiten der Cola (Academica / Fenn Music)
  • 1996: Spielt Werke von Bach, Giuliani, Torroba, Martin (Academica / Fenn Music)
  • 1996: Konzert für Gitarre und Streichquartett - Kompositionen für Konzertgitarre (Academica / Fenn Music)
  • 1996: Seelenmann (Academica / Fenn Music)
  • 1996: Happiness is a warm gun (Academica / Fenn Music)
  • 1996: Frühe Bänder (Academica / Fenn Music)

 

Videos:

  • 2015: Werk für Orchester 2 von Carlos Bustamante (47 min, Künstlerausgabe / Artist Edition)
  • 2013: Werk für Orchester 1 von Carlos Bustamante (1.12 Std, Künstlerausgabe / Artist Edition)
  • 2005: Europäische Originale - Rom / London / Paris / Wien (4 x 50 min)
  • 2003: Isarufer im Herbst (50 min)
  • 2002: Dynamic Video 1-10 (50 min)

Kontakt, Links

Sprache:  Deutsch, Englisch, Italienisch
E-Mail :  postatandreas-paolo-perger [dot] at