Paulmichl Herbert

Vorname
Herbert
Nachname
Paulmichl
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
DirigentIn
Genre
Neue Musik
Geburtsjahr
1935
Geburtsland
Italien

Ausbildung
erster Klavier- und Orgelunterricht beim Vater
Brixen Gymnasium Brixen: Unterricht bei Angelo Alverà (Domkapellmeister zu Brixen) Klavier
Brixen Gymnasium Brixen: Unterricht bei Josef Knapp (Domkapellmeister zu Brixen) Orgel
Brixen Theologische Hochschule Brixen: 3-jähriges Theologiestudium
1959 - 1967 Regensburg Akademie für Kirchenmusik: Abschluss mit dem Staatsexamen
1961 - 1967 Hochschule für Musik und Theater München München Dirigieren, Komposition, Orgel, Kirchenmusik; Abschluss mit dem Staatsexamen
Fortbildungskurse Dirigieren
Sonderkurse für Alte Musik

Tätigkeiten
1964 - 2011 Bozen Bozner Jugendorchester: Gründer und Dirigent
1968 - 1982 Bozen Kindergärtnerinnenseminar Bozen: Musikerzieher
1975 - 1988 Haydn Orchester von Bozen und Trient Bozen Mitglied des künstlerischen Ausschusses
1975 - 2003 Bozen Bozner Dom: Organist und Kapellmeister
1975 - 2003 Hochschule für Musik Konservatorium "Claudio Monteverdi" Bozen Bozen Leiter der Kirchenmusikabteilung
Konzerte im In- und Ausland
Mitarbeit bei zahlreichen Ausgaben geistlicher Chormusik

Aufträge (Auswahl)
Bischöfliches Ordinariat der Diözese St. Pölten
Diözese Klagenfurt-Gurk
Confédération Internationale des Sociétés Musicales
Gemeinde Innichen
Feldkircher Domchor
Südtiroler Sängerbund
Ladinischer Sängerbund
Kloster Zams
ORF/Landesstudio Tirol
Pro Organo
Diözesankommission für Kirchenmusik Bozen-Brixen
Kloster Muri-Gries
Augsburger Sängerkreis
Tonger Verlag
Tierser Passionsspiele
Regensburger Domchor
Lechner-Chor Bozen
Deutscher Orden von Lana

Auszeichnungen
1970 Autonome Provinz Bozen - Südtirol: Förderpreis für künstlerische Leistungen des Kulturwerkes
1980 Internationaler Kompositionswettbewerb Avellino: Zweiter Preis
1985 Internationaler Kompositionswettbewerb von Livorno: Erster Preis
1985 Erzdiözese Salzburg Salzburger Dom: Gewinner des Wettbewerbes um die Domkapellmeisterstelle
1989 Autonome Provinz Bozen - Südtirol: Verleihung des Titels "Cavaliere al Merito della Repubblica Italiana" durch den italienischen Staatspräsidenten Francesco Cossiga
1996 Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland: Orlando-di-Lasso Medaille
1996 Chorverband Österreich (ehemals Österreichischer Sängerbund) Erster Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb "Franz Schubert"

Stilbeschreibung

 

Kirchenmusik möchte ich zwischen zwei Polen ansiedeln. Auf der einen Seite geht es um eine fast apokalyptische Aufgewühltheit, auf der anderen um jene Ruhe und Gelassenheit, die ein Abglanz des Himmlischen ist. Kirchenmusik muß in meinen Augen Sehnsucht nach dem Himmel wecken und Spiegel der ewigen Herrlichkeit sein.
Kirchenmusik hat meiner Überzeugung nach den Zweck, liturgischen Texten mit den Ausdrucksmitteln der Musik eine neue, vertiefende Dimension zu verleihen. Dabei geht es um Kunst schlechthin, um das Schöne und Wahre in der Kunst. Der Philosoph Albertus Magnus hat einmal gesagt, Kunst muß in den Menschen die Sehnsucht nach dem Unendlichen wecken. Kirchenmusik muß in meinen Augen dieses Ziel verfolgen.
Billiger Populismus, wie er etwa im seichten Schlager deutlich wird, hat in der Kirchenmusik nichts verloren. Vielmehr muß Kirchenmusik von existentieller Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit geprägt sein. Johann Nepomuk David hat einmal gesagt, jeder Komponist, und ein Komponist der Musica sacra ganz besonders, sollte jede Note mit seinem Blute schreiben müssen, womit er die totale Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit zum Ausdruck bringen wollte.
Die liturgischen Werke im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils liegen mir am meisten am Herzen.

 

 

Herbert Paulmichl in: Kultur am Wochenende, 17./18. 6. 1995


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