Wildgans Friedrich
"Eine der größten kompositorischen Begabungen der österreichischen Moderne, wurde Friedrich Wildgans 1913 als Sohn des Dichterns Anton Wildgans geboren, lernte bereits sehr früh Violine und Klavier und erhielt ab seinem 12. Lebensjahr Theorie- und Kompositionsunterricht durch Joseph Marx. Nach der Matura studierte er noch Klarinette, die er mit virtuoser Meisterschaft beherrschte. 1934-36 lehrte er am Salzburger Mozarteum, dann wurde er Klarinettist des Wiener Staatsopernorchesters sowie Korrepetitor am Burgtheater. Während des Zweiten Weltkriegs als aktives Mitglied von Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime mehrfach in Gestapohaft, erreichte ihn 1945 eine Berufung an die Wiener Musikakademie, deren Lehrkörper er mit einer kurzen Unterbrechung (1947-50 war er Leiter des Musikreferats der Stadt Wien) bis zu seinem Tod 1965 angehörte. Wildgans begann sehr früh zu komponieren und machte die Fachwelt durch sein großes Talent auf sich aufmerksam."
Doblinger Musikverlag: Friedrich Wildgans, abgerufen am 24.6.2026 [https://www.doblinger-musikverlag.at/de/komponistinnen/wildgans-friedrich-229]
Stilbeschreibung
"Zunächst von Hindemith, Strawinsky und Bartók beeinflusst, nahm er später auch Anregungen der „Wiener Schule“ auf, ohne aber die Zwölftontechnik jemals orthodox anzuwenden. Kunstvolle polyphone Stimmführung, rhythmische Variabilität und genaue formale Durchorganisation des Materials blieben immer die Hauptmerkmale seines Oeuvres."
Doblinger Musikverlag: Friedrich Wildgans, abgerufen am 24.6.2026 [https://www.doblinger-musikverlag.at/de/komponistinnen/wildgans-friedrich-229]