Floredo Michael

Vorname
Michael
Nachname
Floredo
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Orgel
Geburtsjahr
1967
Geburtsort
Hohenems
Geburtsland
Österreich

 

Freischaffender Komponist, Organist und Pädagoge.
Mit seinen aufregenden Orgelimprovisationen und seinen kritischen Gedanken zur Akzeptanz Neuer Musik gilt der Vorarlberger Komponist Michael Floredo als Vordenker, als Stachel im Fleisch des eingefahrenen Musikbetriebes.


Ausbildung
1976 erste Kompositionen im Alter von neun Jahren
1977 - 1981 Musikhauptschule Götzis, Götzis
1981 - 1985 Musikgymnasium Feldkirch Feldkirch Unterricht bei Georg Vinciguerra Klarinette
1986 Stift Sankt Florian privater Studienaufenthalt: Komposition Orgel Kropfreiter Augustinus Franz
1987 - 1992 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch Komposition Amann Gerold
1992 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch Abschlussdiplom mit Auszeichnung
autodidaktisch: Improvisation Orgel

Tätigkeiten
Hohenems tonart Musikschule Hohenems: Lehrtätigkeit (Musiktheorie, Komposition)
Stephansdom ORF-Produktion an der Riegerorgel mit Orgelimprovisationen


Aufträge (Auswahl)
2000 Jürgen Natter Toccata perpetuum mobile - für drei Organisten an einer Orgel
2001 ORF - Österreichischer Rundfunk Zur Nacht
2002 Arpeggione Kammerorchester Hohenems Warning to the rich - für Streicher
2003 Bregenzer Festspiele Klaviertrio
2004 Diözese Feldkirch Basilikakonzerte Rankweil Toccata e Passacaglia - In Memoriam Santa Cumerana
2010 Brucknertage St. Florian Composer in Residence 3. Sinfonie "St. Florian"
2015 Basilikakonzerte Rankweil Kontemplation, Geist - Nicht Geist

Aufführungen (Auswahl)
1990 Camerata Kiew: im Rahmen eines Internationalen Komponistenfestivals Verwesung
1990 Stephansdom Ensemble des Konservatoriums der Stadt Wien Miserere nobis - für gemischten Chor, Klavier und fünf Schlagwerker
1993 Musikhochschulorchester Trossingen, Konzerthaus Ravensburg Der Kreis - für großes Streichorchester, Klavier und einen Schlagwerker
1996 Symphonieorchester Vorarlberg Festspielhaus Bregenz Kyrie
1996 Zürich Wensendonk-Villa Aus den Psalmen Salomon - Liebeslied
2001 Ensemble New Art Für 13
2005 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch Komponistenportrait, Aufführung mehrerer Werke, darunter auch die Uraufführung von Zeitspiegel
2006 Hohenems Chor- und Orgeltage, Stadtpfarrkirche Hohenems: österreichische Erstaufführung Toccata perpetuum mobile - für drei Organisten an einer Orgel
2008 ORF - Österreichischer Rundfunk Kornmarkttheater Bregenz "Für 9" - für Klavier, Orgel, Flöte, Klarinette und Streichquartett
2013 Kathedrale zu St. Gallen 3. Sinfonie "St. Florian"

Auszeichnungen
1991 Internationale Bodenseekonferenz: Internationaler Bodenseepreis für Komponisten
1997 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
2000 Päpstliche Akademien: Sonderpreis 1. Sinfonie - Missa Opera - für großes Sinfonieorchester, großen gemischten Chor, Knabenchor, Mezzosopran, Tasteninstrumente

Pressestimmen

28. August 2007

Die durchdachte Programmgestaltung führte die Konzertbesucher von allseits Bekanntem zu Neuem von Michael Floredo. Dieser schrieb die "Zwiegespräche für Orgel und Harfe" den beiden Musikern [Anm.: Jürgen Natter, Julia Pritz] auf den Leib und komponierte ein Werk, das in mehrerer Hinsicht Beachtung verdient. Einesteils personifizierte Floredo die Instrumente, indem beispielsweise die Orgel zornig anmutende Tonfloskeln mit Nachdruck in den Raum stellt, während die Harfe mit zurückhaltend weitläufigen Linien beschwichtigt. Andernteils formte er das Werk mit plastischen musikalischen Mitteln, lotete die klanglichen Möglichkeiten der Instrumente aus und setzte sie gut proportioniert in Beziehung. Das mitteilsame Werk zeichnete sich zudem durch einen originellen Schluss aus.

Vorarlberger Nachrichten (Silvia Thurner)


  • 2005: Die Mayer-Orgel zu Riddes/VS (CH) mit M. Floredos "Perpetuum mobile"
  • 2003: zur nacht. preisungen (ORF Produktion)
  • 2000: Zwischen Himmel und Erde. Eigenkompositionen und Improvisationen (ORF Produktion)

Links mica-Archiv: Michael Floredo, mica-Porträt: Michael Floredo (2015), Musikdokumentationsstelle Vorarlberg