Oberegger Daniel

Vorname
Daniel
Nachname
Oberegger
erfasst als
KomponistIn
Genre
Neue Musik
Jazz/Improvisierte Musik
Klassik
Subgenre
Experimental/Intermedia
Jazz
Klassische Moderne
Modern/Avantgarde
Geburtsjahr
1971
Geburtsort
Bozen
Geburtsland
Italien

Der Komponist, Schriftsteller, und Filmemacher Daniel Oberegger wurde am 20.08.1971 in Bozen geboren. Er absolvierte die Film- und Fernsehschule ZELIG. Zahlreiche Filmproduktionen dokumentarischer und künstlerischer Art, sowie Zeichentrickfilme, u.a. für Kunstvereine, Schulen und die RAI, verschiedene Videokurse und Videoclips in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sängerbund. Tätigkeit als Schriftsteller: mehrmaliger Gewinner des Südtiroler Sparkassenpreises im Bereich Prosa, Veröffentlichungen in den Kulturzeitschriften "Distel" und "Arunda", Kunstkataloge usw., öffentliche Lesungen, vor allem 2002/03 aus seinem 3000-seitigen Roman "Natalie im Land der Farne". Mitarbeiter für Musikkomposition von Maestro Francesco Valdambrini, er dirigiert kammermusikalische Ensembles zur Aufführung zeitgenössischer Musik, z.B. am 5. März 1998 im Großen Sendesaal des ORF in Wien die Auftragskomposition für den Österreichischen Rundfunk "Ritrovare für 10 Spieler" (Uraufführung). 1999 weitere Auftragskomposition des ORF "Welch ein Tag", wieder Uraufführung im Großen Sendesaal.


Aufträge (Auswahl)
1998 ORF/Landesstudio Wien Ritrovare für 10 Spieler
1999 ORF/Landesstudio Wien Welch ein Tag! - für Mezzosopran und Klavier
2007 Festival für zeitgenössische Musik Bozen Steigender Augenblick - für Klarinette und Streichquartett
2008 Festival für zeitgenössische Musik Bozen Wind und Fels

Aufführungen (Auswahl)
1999 Linz Bergtheater: "Rudolph und Balduin" Rudolph und Balduin - für Violine und Klavier
2000 Festival für zeitgenössische Musik Bozen Bozen Herbstblätter - für Sopran, Violine, Klarinette und Klavier
2000 Laboratorio Nuova Musica, Teatro Don Bosco Pergine Pinguini
2008 Brixen/Bozen: aufgeführt in Privatwohnungen Die Prozession der Käfer - Zimmeroper in Zusammenarbeit mit M. Kehrer

Auszeichnungen
2008 Bozner Jugendorchester: 2. Preis Bozner Jugendorchester Kompositionswettbewerb

Stilbeschreibung

Meistens arbeite ich mit der trikordalen Kompositionstechnik, die der 2007 verstorbene Italienische Komponist M. Francesco Valdambrini erfunden hat. Ein Trikord besteht aus zwei Ganztonschritten, z.B. A-G-F. Dabei muss der Trikord weder Teil einer Melodie oder Tonleiter, noch ein Akkord, noch eine fixe Gruppierung von drei Noten sein, aber er kann all dies gleichzeitig sein. Der Trikord kann auch aus mehr als drei Tönen bestehen, wenn eine oder mehrere Noten wiederholt oder oktaviert werden - es gibt kein Verbot im Bezug auf Tonwiederholungen, er kann sich mit anderen Trikorden vermischen, kann in alle möglichen Lagen und Positionen ausgedehnt werden - horizontal oder vertikal, kann einen oder zwei Töne mit anderen Trikorden gemeinsam haben; Trikorde können sowohl nach übergeordneten Prinzipien aneinander gereiht als auch frei gewählt werden. Da der Trikord selbst keinen Halbtonschritt beinhaltet, liegt es nahe, die Trikorde im Halbtonabstand einander folgen zu lassen. Dann erhält man eine Notenkette aus 36 Noten bevor sich dieselbe Situation wiederholt, z.B. Fis E D - Cis H A - Gis Fis E - Dis Cis H - B As Ges - F Es Des - C B As - G F Es - D C B - A G F - E D C - H A G. Dabei entsteht als akustisches Resultat ein ruhiges, kosmisches Gefühl des Rotierens der Klänge im Raum, welche sich stets beim Auftauchen der nächsten Trikorde erneuern, wobei die Musik weder tonal oder konstant, noch dissonant oder atonal klingt.