Das Bild
Klangtheater
KomponistIn: Pernes Thomas
Entstehungsjahr: 1997
Dauer: ~ 1h 5m
Genre:
Subgenre:
Textsprache des Werks:

Das Bild - Klangtheater

Besetzungsdetails

Solo: Sprecherin (1), Violine (1)

Violine (2), Viola (1), Violoncello (3), Kontrabass (1), Tonband (1)

Zuspielung: 3 FSt, MSt - Vl - Pf, Synth, Git, Elektronik

Publikation

Art der Publikation:  Eigenverlag

Weiterführende Informationen

Werk: Radiophone Fassung: thing.at/orfkunstradio/Project/Das_Bild
Text: Zitate von Stephen W. Hawking und William Butler Yeats

Uraufführung

Ort:  Wien

Weitere Informationen: Uraufführung der englischen Fassung am 01.07.1998 im Bloomsbury Theatre im Rahmen des Festival of Central European Culture

Stilbeschreibung

Eine Zielsetzung der von Thomas Pernes entwickelten Musiktheaterform "Klangtheater" ist das Gestalten von "Wirklichkeitsabdrücken", als dessen Voraussetzung eine Negation des Stilbegriffes erkannt wird.
Die Idee des Aufzeigens von Wirklichkeiten findet sich schon im 1. Klangtheater im Material der dort verwendeten "ready mades". "...Ready mades nun aber nicht auf leblose Gegenstände, sondern auf Menschen bezogen, auf Seinsformen und Zustände. Jedoch: das So-Sein dieser 'vorgefundenen Figuren' wird nicht einfach zum Kunstwerk erhoben, sondern dazu geformt." Peter E. Schaufelberger in der Analyse zu Klangtheater
Die für diese Kunstform entstehende Klangwelt zeigt sich als großes, nicht durch einzelne Stücke zu unterteilendes Konzept, welches sich als Aufbau eines umfassenden und stetig weiter entwickelbaren musikalischen Entwurfs erweist. Charakteristisch ist die spezifische Art der Sprachbehandlung: Die Texte werden nicht vertont, sondern musikalisch verarbeitet. Die Sprache selbst wird hier komponiert, wird als Musik gestaltet. Die Sprache wird zum musikalischen Bestandteil, die Stimmen werden zu Instrumenten. "DAS BILD" ist nach Klangtheater 1988 (Wiener Festwochen / Bregenzer Festspiele) und Breakaway 1992 das 3. Klangtheater von Thomas Pernes. Der grundlegende Gedanke dieses 3. Klangtheaters ist, daß eine Frau einem (ihrem) blinden Mann ein Bild beschreibt, erzählt, erklärt, sehend macht. [...] Die theatralische Umsetzung der Figur des Blinden / Van Goghs erfolgt durch den Solo-Tänzer in dem auf die Dimension der Tiefe, des "äußersten Punktes" ausgerichteten Bühnenraum, dupliziert durch die Solo-Violine, welche, getragen vom Streichorchester, die dem Stück zugrunde liegende Hoffnungsidee in einem großen melodischen Bogen aufgreift und bis zur äußersten Konsequenz entwickelt.
(Zitiert (gekürzt) mit freundlicher Genehmigung durch Thomas Pernes von http://www.pernes.net/ (Nov. 2006)

Aufgeführtes Werk von (Person)