Fotograf: Didi Sattmann ©
Am Beginn seiner Karriere in der Neuen Musik stand 1976 die Uraufführung des 1. Streichquartetts im Wiener Konzerthaus. In den nächsten Jahren folgten Aufführungen und Aufträge namhafter Veranstalter wie Donaueschinger Musiktage, IGNM-Weltmusikfest in Jerusalem, Daiichiseimei Hall/Tokio, IRCAM/Paris, Kennedy Center of the performing Arts/Washington, Pan Music Festival/Seoul, Alte Oper Frankfurt, Europäisches Musikfest Stuttgart, Holland Festival/Amsterdam, Biennale Venedig, Musikprotokolle im steirischen Herbst, Wiener Staatsoper, Internationales Brucknerfest Linz, ars electronica, Wiener Festwochen, Wiener Musikverein. Immer schon ein Innovator auf dem Gebiet der Musik hat Thomas Pernes bereits 1984 den engen Bereich der klassischen Avantgarde erweitert. In einer Zeit, in welcher der Begriff "crossover" noch nicht geprägt war, hat er Elemente der Volksmusik und des Jazz in seine Werke integriert, ebenso wie er auch Elektronik zur Erweiterung der kompositorischen Möglichkeiten einsetzte. Seither durchbricht Pernes mit äußerster Konsequenz die letzten Barrieren der Enge und kultiviert eine Tonalität von berückender Schönheit und eine Rhythmik energetischer Pulsationen, um einen neuen Avantgarde-Begriff zu definieren.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1989
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Studienaufenthalt auf Einladung des IRCAM | ||||
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Komposition | |||||
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Komposition | |||||
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Komposition |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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2009
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Mitglied |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1978
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1980
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Weltmusikfest | |||
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1981
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1982
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European Broadcast Union | |||
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1983
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Exhibiton of Contemporary Music; Daiichiseimei Hall | |||
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1984
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1985
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1986
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Direktübertragung für France Culture, Ensemble 20. Jahrhundert (Dir. Peter Burwik) | |||
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1987
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1990
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Théâtre du Chatelet | |||
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1990
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Aufführung als Ballett ('Heart's Reason'); Theater der Stadt Heidelberg | |||
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1991
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1992
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1993
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1994
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1996
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1997
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Theater Scala | |||
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1998
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Bloomsbury Theatre | |||
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1999
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100-Jahr Jubiläum der Grazer Oper | |||
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2000
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2001
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2003
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2004
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2005
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2006
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Aufführung aller Streichquartette | |||
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2006
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Europäisches Operntreffen | |||
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2006
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Uraufführung der Fassung für Kammerenssemble | |||
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2007
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2009
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2010
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2011
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| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
|---|---|---|---|---|
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1983
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1984
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1984
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1985
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1988
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1990
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Holland Festival | |||
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1991
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1990
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1992
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1992
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1993
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1994
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für das Artis-Quartett | |||
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1999
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2000
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2005
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2005
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2007
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| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1976
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Würdigungspreis | ||
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1977
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Staatsstipendium für Komposition | ||
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1978
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Arbeitsstipendium | ||
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1981
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Staatsstipendium für Komposition | ||
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1985
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Staatsstipendium für Komposition | ||
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1988
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Österreichischer Musik- und Schallplattenpreis | ||
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1991
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Förderungspreis | ||
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1992
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Staatsstipendium für Komposition | ||
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2005
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Artist in Resicence | ||
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2006
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Artist in Resicence |
1980
The piece was startling in its contained might and archaic grandeur
(über "Concerto")
Musical America
1990
Alles ist möglich, unter der generellen Leitperspektive jedenfalls, die der Wiener Pernes schon im Frühjahr 1983 für sich fixiert hat: "Jeder Ton muß eine ungeheure Kraft haben. Musik muß Energie werden." Forsches Postulat. Doch genau in der Idee der emphatischen Expression eines energetischen Potentials, dessen Klang-Welt gewissermaßen den Rest der ganzen übrigen Welt in sich aufstaut, ist der programmatische Ansatz von Pernes' musikalischem Schaffen fundiert.
Die Presse (Wolfgang Hofer)
2. Oktober 1991
Man muss Pernes zu den interessanten Vertretern wahrhaft experimentellen Komponierens zählen
(über "Alpenglühn")
Neue Zürcher Zeitung
1996
Der Erfolg war riesig, aber auch der Erkenntnisschock darüber, wie dicht miteinander verwachsen und wie frisch noch die Wurzeln sind von Klassik, Rock und Volksmusik. Wenn nur einer sich traut, sie freizulegen
(über "Alpenglühn")
Die Zeit
8. November 2006
Energie der Schönheit pur, wäre nicht da der fragende und die makellose Reinheit eintrübende Mittelteil, der sich aber in der Bestätigung des ästhetisch Klaren auflöst. Dieses er-stirbt - allerdings nicht negativ - im Aushauchen eines einzigen Tones. Dieses Spiel mit einem Ton ist auch im vierten und bisher letzten Quartett zu erleben, das den neueren Pernes repräsentiert, bei dem die Form derart konzentriert erscheint, dass einige wenige Takte, ja einige wenige Sekunden ausreichen, um genügend zu kommunizieren.
Oberösterreichische Nachrichten (Michael Wruss)
2006
Pernes legt eine farbige Partitur vor, die in melodischen Klangflächen und markanten Ausbrüchen ihre Höhepunkte hat. [...] Dirigent Walter Kobéra verwirklicht mit dem amadeus ensemble-wien Pernes' differenzierte Ideen als anfeuernder Sachwalter.
Neue Kronenzeitung