Thomas Pernes
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Fotograf: Didi Sattmann ©

Pernes Thomas

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Weissagung - Musiktheater 2011
2 Anton Webern: Vier Lieder op. 12 - Bearbeitung für Sopran und Ensemble 2009
3 Erinnerung - für Frauenstimme und Streichseptett 2009
4 Schien mir's, als ich sah die Sonne - Bearbeitung Anton Webern “Schien mir’s, als ich sah die Sonne” 2008
5 aus der fremde - für drei Schauspieler und Ensemble 2007
6 Herrn Johann's Affären - ein kurzer Auszug aus dem Register 2006 16m
7 HELIOS für Streichorchester - Fassung für Kammerorchester 2006 ~ 15m
8 HELIOS - für Streichorchester 2005 ~ 10m
9 Zauberflöte 06 - Oper in 3 Teilen 2004 - 2005 2h
10 Das Fenster zum Paradies - 4. Klangtheater 2003 - 2004 ~ 1h 30m
11 Quartetto Doppio (Jack in the box) 2003 ~ 10m
12 Perndorff - Performance 2003 - 2004 51m
13 Der Hirt auf dem Felsen - Orchesterfassung der Konzertarie von Franz Schubert 2002 12m
14 Sea of Rains - Radio-Experience 2002 56m
15 Eine Winterreise - für Sopran und Streichquartett 2001 - 2002 ~ 47m
16 Hödlmoser - Opernfragmente 2000 ~ 35m
17 Solo für Eckstein 1999 34m 30s
18 Grosse Blasmusik 1998 ~ 15m
19 Spielmusik für Violine und präpariertes Klavier 1998 ~ 5m
20 Das Bild - Klangtheater 1997 ~ 1h 5m
21 Back to the Roots 1996 ~ 10m
22 Revolution Nr. 10 - Radio-Experience 1996 ~ 35m
23 Drei Kapitel aus der großen Erzählung - Musiktheater 1995 - 1996 ~ 54m
24 Sonnwende 1995 ~ 15m
25 Alpenglühn II 1995 ~ 35m
26 Miss Potter hat es sich anders überlegt - Hörspielmusik 1995 - 1996 ~ 33m
27 Perikato/Blackbox I und II 1994 - 1995 ~ 1h 30m
28 4. Streichquartett - ... diese zerbrochene Zeit 1993 - 1994 ~ 20m
29 Songs of an imaginary voice 1992 ~ 1h 4m
30 Innocent III 1992 ~ 20m
31 Tänze der Trauer und der Freude 1992 ~ 10m
32 Ohne Beirrung 1992 - 1993 ~ 18m
33 Part of Voices 1991 ~ 7m
34 Innocent II - Performance 1991 ~ 9m
35 Amadeus 1991 ~ 12m
36 Breakaway - Musiktheater 1991 - 1992 ~ 1h 15m
37 Beginnen 1990 ~ 14m
38 Innocent I - Performance 1990 ~ 15m
39 3. Streichquartett 1990 ~ 16m
40 What it is 1990 50m
41 Große Conclusio 1988 ~ 58m
42 Two Poems of the Day 1988 ~ 13m
43 Trio 1988 ~ 12m
44 Neue Gesänge - aus "Klangtheater" 1987 ~ 20m
45 Klangtheater - Musiktheater 1987 - 1988 ~ 1h 20m
46 Voices 1986 ~ 35m
47 Zur Eröffnung 1986 ~ 10m
48 Das Herz - Vertonung nach Gedichten von Wolfgang Bauer 1986 ~ 22m
49 Herr Faust spielt Roulette - Schauspielmusik zum gleichnamigen Stück von Wolfgang Bauer 1986 ~ 15m
50 Rückblende - für Chor, großes Orchester, Soli und Zuspielband 1985 ~ 50m
51 Theseus und Ariadne - Ballettmusik 1984 ~ 9m
52 Linz-Musik - Ballettmusik 1984 ~ 35m
53 Sonate für Violoncello solo - ... leise verließ am Kreuzweg der Schatten den Fremdling (Georg Trakl) 1984 ~ 20m
54 Violinkonzert 1983 ~ 15m
55 Piano solo 1983 ~ 45m
56 Gaudeamus auf eine Angebetete 1983 ~ 7m
57 Alpenglühn - Ballettmusik 1983 - 1984 ~ 27m
58 Erste Klaviersonate 1982 ~ 20m
59 Doppelkonzert für Harfe und Kontrabass 1982 ~ 12m
60 Für ... Bei ... Mit ... 1982 30m - 1h
61 Drei Lieder - für Bariton und Klavier 1982 ~ 7m
62 Zwei Lieder - für Bariton solo 1982 ~ 4m
63 Gesänge - für neun Instrumente 1982 ~ 15m
64 Hommage à Schubert 1980 ~ 10m
65 Con Alcune Licenze 1980 ~ 10m
66 Gleichsam eine Sinfonie 1980 - 1981 ~ 30m
67 Concerto 1979 - 1980 ~ 18m
68 Porträt II 1979 ~ 7m
69 Variations - für Klavier 1978 ~ 8m
70 Partita - für Violoncello solo 1978 ~ 7m
71 Zyklus - für Violine solo 1977 ~ 22m
72 Porträt I 1977 ~ 15m
73 Reflexionen - für Violoncello solo 1976 ~ 12m
74 Erstes Streichquartett 1976 ~ 20m
75 Klaviertrio 1971 ~ 18m
76 The End of the World News - Oper nach Anthony Burgess

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1956
Geburtsdatum:  25. Februar 1956
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Todesjahr:  2018
Todestag:  26. Februar 2018
Sterbeort:  Wien
Nationalität: 

Am Beginn seiner Karriere in der Neuen Musik stand 1976 die Uraufführung des 1. Streichquartetts im Wiener Konzerthaus. In den nächsten Jahren folgten Aufführungen und Aufträge namhafter Veranstalter wie Donaueschinger Musiktage, IGNM-Weltmusikfest in Jerusalem, Daiichiseimei Hall/Tokio, IRCAM/Paris, Kennedy Center of the performing Arts/Washington, Pan Music Festival/Seoul, Alte Oper Frankfurt, Europäisches Musikfest Stuttgart, Holland Festival/Amsterdam, Biennale Venedig, Musikprotokolle im steirischen Herbst, Wiener Staatsoper, Internationales Brucknerfest Linz, ars electronica, Wiener Festwochen, Wiener Musikverein. Immer schon ein Innovator auf dem Gebiet der Musik hat Thomas Pernes bereits 1984 den engen Bereich der klassischen Avantgarde erweitert. In einer Zeit, in welcher der Begriff "crossover" noch nicht geprägt war, hat er Elemente der Volksmusik und des Jazz in seine Werke integriert, ebenso wie er auch Elektronik zur Erweiterung der kompositorischen Möglichkeiten einsetzte. Seither durchbricht Pernes mit äußerster Konsequenz die letzten Barrieren der Enge und kultiviert eine Tonalität von berückender Schönheit und eine Rhythmik energetischer Pulsationen, um einen neuen Avantgarde-Begriff zu definieren.

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2009

Mitglied

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1978
1980

Weltmusikfest

1981
1982

European Broadcast Union

1983

Exhibiton of Contemporary Music; Daiichiseimei Hall

1984
1985
1986

Direktübertragung für France Culture, Ensemble 20. Jahrhundert (Dir. Peter Burwik)

1987
1990

Théâtre du Chatelet

1990

Aufführung als Ballett ("Heart's Reason"); Theater der Stadt Heidelberg

1991
1992
1993
1994
1996
1997

Theater Scala

1998

Bloomsbury Theatre

1999

100-Jahr Jubiläum der Grazer Oper

2000
2001
2003
2004
2005
2006

Aufführung aller Streichquartette

2006

Europäisches Operntreffen

2006

Uraufführung der Fassung für Kammerenssemble

2007
2009
2010
2011

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1976

Würdigungspreis

1977

Staatsstipendium für Komposition

1978

Arbeitsstipendium

1981

Staatsstipendium für Komposition

1985

Staatsstipendium für Komposition

1988

Österreichischer Musik- und Schallplattenpreis

1991

Förderungspreis

1992

Staatsstipendium für Komposition

2005

Artist in Resicence

2006

Artist in Resicence

Pressestimmen

8. November 2006

Energie der Schönheit pur, wäre nicht da der fragende und die makellose Reinheit eintrübende Mittelteil, der sich aber in der Bestätigung des ästhetisch Klaren auflöst. Dieses er-stirbt - allerdings nicht negativ - im Aushauchen eines einzigen Tones. Dieses Spiel mit einem Ton ist auch im vierten und bisher letzten Quartett zu erleben, das den neueren Pernes repräsentiert, bei dem die Form derart konzentriert erscheint, dass einige wenige Takte, ja einige wenige Sekunden ausreichen, um genügend zu kommunizieren. 

Oberösterreichische Nachrichten (Michael Wruss) 

 

2006

Pernes legt eine farbige Partitur vor, die in melodischen Klangflächen und markanten Ausbrüchen ihre Höhepunkte hat. [...] Dirigent Walter Kobéra verwirklicht mit dem amadeus ensemble-wien Pernes' differenzierte Ideen als anfeuernder Sachwalter. 

Neue Kronenzeitung 

 

1996

Der Erfolg war riesig, aber auch der Erkenntnisschock darüber, wie dicht miteinander verwachsen und wie frisch noch die Wurzeln sind von Klassik, Rock und Volksmusik. Wenn nur einer sich traut, sie freizulegen
(über "Alpenglühn") 

Die Zeit 

 

2. Oktober 1991

Man muss Pernes zu den interessanten Vertretern wahrhaft experimentellen Komponierens zählen
(über "Alpenglühn") 

Neue Zürcher Zeitung 

 

1990

Alles ist möglich, unter der generellen Leitperspektive jedenfalls, die der Wiener Pernes schon im Frühjahr 1983 für sich fixiert hat: "Jeder Ton muß eine ungeheure Kraft haben. Musik muß Energie werden." Forsches Postulat. Doch genau in der Idee der emphatischen Expression eines energetischen Potentials, dessen Klang-Welt gewissermaßen den Rest der ganzen übrigen Welt in sich aufstaut, ist der programmatische Ansatz von Pernes' musikalischem Schaffen fundiert. 

Die Presse (Wolfgang Hofer) 

 

1980

The piece was startling in its contained might and archaic grandeur
(über "Concerto")

Musical America