Heigeign
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Fotograf: Hans-Dieter Frühstück ©

Heigeign

Allgemeine Information

Gründungsjahr:  2005

Musik im Spannungsfeld zwischen pannonischer Volksmusik und Jazz, mit Texten in Hianzisch, Burgenlandkroatisch und Ungarisch, spannend und gefühlvoll interpretiert - das ist Heigeign, eine fünfköpfige Band aus dem Burgenland. Die Musiker stehen mit einem Bein in der Tradition Panonniens, mit dem anderen aber im Lebensgefühl der Gegenwart des beginnenden dritten Jahrtausends.
Pannonien - das ist ein uralter Begriff, der die Regionen zwischen den Metropolen Wien, Budapest, Zagreb und Ljubljana umfasst. Ein Lebensraum, dessen Vielfalt sich auch in der Musik von Heigeign widerspiegelt. Seit Jahrhunderten leben hier Deutsche, Kroaten, Ungarn, Roma und Juden. Wir wissen von den Eindrücken, die hianzische und kroatische Volksmusik auf Joseph Haydn machte und von "Jam-Sessions" Franz Liszts mit Roma-Musikern.
Auch heute muss jeder Musiker unserer Region weiter hören und spüren, als der Atlas Grenzen zieht, will er Musik nicht nur "spielen", sondern "leben". Es ist Fassade, englische Liedtexte zu schreiben, wenn die Seele hianzisch träumt - in jenem deutschen Dialekt, der in seiner Urform kaum noch zu finden ist, wohl aber die Umgangssprache prägt.
Die Musik von Heigeign zeichnet sich durch einen breiten Horizont und große Offen-heit aus. Im Programm von Heigeign finden sich nicht nur Bearbeitungen von Jazz- und Popstandards, auch Volkslieder der pannonischen Volksgruppen werden neu interpretiert. Eigenkompositionen und vom pannonischen Lebensgefühl geprägte Instrumentalstücke runden das musikalische Spektrum ab. Die Liedtexte sind Hianzisch, Burgenlandkroatisch, Ungarisch und Roman.
(Heigeign, 2008)

Besetzung/Stilbeschreibung

Band/Ensemble MitgliedInstrument
Akkordeon
Bass
Gesang
Gitarre
Schlagzeug

Pressestimmen

23. November 2006

Heigeign, das riecht also nach Landluft, noch besser nach Landlust, nach Erdverbundenheit, nach Wurzelsuche, nach dem Aufspüren musikalischer und sprachlicher Trüffel.
Heigeign, das ist das Wiederentdecken von verschütteter Vergangenheit. Nach der Sprache der Kindheit, die unserer Generation schon beim Heranwachsen und dann vollends in der Großstadt abhanden gekommen ist. Eine Sprache, deren Farbigkeit und Kraft es mit der Hochsprache spielend aufnehmen kann.

Sepp Gmasz

7. Oktober 2008

Die burgenländische Band Heigeign nennt den einstigen Hofkapellmeister der Fürsten Esterházy schlicht und einfach "Joschi" und hat ihm anlässlich des bevorstehenden Haydn-Jahres eine gleichnamige CD gewidmet.
Heigeign hat sich dabei von Melodien beeindrucken lassen, die schon Joseph Haydn fasziniert haben. Melodien, die sich auch in der Volksmusik des Burgenlandes wiederfinden. Die Musiker haben dieselben Lieder in ihren Kompositionen und Arrangements verarbeitet.

Kurier Burgenland

Die Musikerin und die vier Musiker atmen die "pannonische Luft" ein. Eine Luft, die nach Tradition und Moderne, Geschichte und Geschichten, nach Mistgabel und Mähdrescher, nach Sense und Laptop, riecht - und Heigeign atmet es in Form von Liedern und Geschichten wieder aus.
Diese pannonische Luft ist angereichert mit verschiedenen Duft- und Farbtupfen. Es waren Ungarn, Hianzen, Kroaten, Roma und Juden und - damals wie heute - auch andere Menschen und Volksgruppen, denen wir diese facettenreiche Atmosphäre verdanken.

www.eisenstadt.at

Kontakt, Links

Kontaktperson:  Steiner Jürgen
Website:  heigeign.com
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