Eckel Gerhard

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1962
Geburtsdatum:  22. Januar 1962
Geburtsort:  Wien
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1981 - 1989

Musikwissenschaft

1984 - 1986

Institut für Elektroakustik und Experimentelle Musik: Lehrgänge für Tontechnik und Elektroakustische Musik

1989

Promotion zum Dr. phil.

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1983 - 1989

Projektarbeiten an der Kommission für Schallforschung

1987

wissenschaftlicher Mitarbeiter

1988 - 1990

Utrecht, Arnheim: Mitarbeit am Projekt 3 (Kompositionsprogramm) unter der Leitung von Gottfried Michael Koenig, gemeinsam mit Karlheinz Essl und Ramón Gonzáles-Arroyo

1988

wissenschaftlicher Mitarbeiter

1989 - 1993

wissenschaftlicher Mitarbeiter

1993 - 1995

Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD): Forschungsprojekt Kunst/Technologie gemeinsam mit der Philosophin Barbara Becker

1993

Projektarbeit mit Ramón Gonzáles-Arroyo

1994 - 1995

Leiter der Abteilung "Interfaces et représentations des sons"

1995

composer in residence

Forschungszentrum Informationstechnologie GmbH (GMD), St. Augustin/Deutschland: wissenschaftlicher Mitarbeiter

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1989

Cage-Projekt

1993

Mediale Hamburg

1996

ACM Multimedia Boston

Kunstmuseum Bonn

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1993

Symposium Interface II der Mediale

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1985

Stipendium des Europarates im Rahmen des Jahres der Musik für einen Aufenthalt am Institut voor Sonologie der Universität Utrecht/NL

Stilbeschreibung

Ich mache Musik, um alternative Blickwinkel auf eine Welt zu gewinnen, in der ein auf Kontrolle, Beherrschung und Verfügbarmachung zielender technologischer Habitus immer bestimmender wird. Ich verstehe Musik als ein Mittel zur Sensibilisierung unserer Wahrnehmung sowie als Erinnerung an unser sinnliches Eingebundensein in die Welt und das damit verbundene Moment von Kontingenz. In einer Zeit, in der Begriffe wie Autorschaft und Werk fragwürdig geworden sind, suche ich nach neuen Formen der Komposition, Distribution, Interpretation, Präsentation und Rezeption von Musik. Dabei spielen für mich die gestalterischen Möglichkeiten der modernen Musiktechnologie eine wesentliche Rolle. Ich sehe in meinen interaktiven Musikinstallationen als neue Präsentationsformen von Musik eine wichtige Voraussetzung für eine fruchtbare Auseinandersetzung mit der Utopie offener Form. An die Stelle der Interpretation eines musikalischen Textes (durch Musiker in einem Konzert) tritt die Erkundung eines musikalischen Modells (durch das Publikum in einer Installation). Formale Offenheit wird so direkt erfahrbar, und die Ansprüche auf Autorschaft und Einheit des Werkes sind abgelegt. Die Arbeit an meinen Musikinstallationen schließt auch die Gestaltung der visuellen Komponente ein, die als Medium zur Exploration der Musik dient. Experimente mit dem Vokabular architektonischer Raumgestaltung berühren einen weiteren Aspekt meiner Arbeit: die Artikulation von Musik und Raum mit Hilfe von immersiven Visualisierungssystemen. Nur eine Konzentration auf die emanzipatorische Funktion von Technologie, die auf eine Überwindung des Gegebenen zielt, kann in der Kunst als adäquat gelten und gleichzeitig ein Gegenmodell zum eingangs erwähnten technologischen Habitus darstellen.

 

Gerhard Eckel 1996

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