Roland Faber
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Faber Roland

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Lichtsturm. Eine dreizehnstimmige Invention - über einen denkwürdigen Klang von Beethoven für digitalisiertes Klavier 1993 10m
2 Lichtsturm. Eine zweistimmige Invention - über einen denkwürdigen Klang von Beethoven für digitalisiertes Klavier 1992 18m
3 Into Thine Hour Of Secrecy - Ein Ritual für 13 Spieler 1991 22m - 23m
4 In mezzo a i fiori essangue - Adagietto per clarino, arco e pianoforte 1991 6m - 28m
5 Sternenstaub. Ein Aufruhr - Für Sopran und Streichtrio 1991 6m
6 Sternenstaub. Ein Kristall - Für Sopran, Vibraphon, Glockenspiel und Celesta 1991 6m - 9m
7 Nichts als des Schrecklichen Anfang - Zweite Sonate für Violine solo und Zimbelspiel 1990 12m
8 Nachteinströmen. Versuch über Vergil - Zweites Streichquartett 1990 7m
9 Les six ombres de la nuit - Quintett für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier 1990 10m - 11m
10 Crocodile Isle - Dramatisches Septett in Form von Musiktheater 1990 5m - 6m
11 Tropus I - Solo per arco da braccio 1990 8m - 9m
12 Schmutzige Tränen - spurlos - Quartett für Oboe, Posaune, Violoncello und Schlagspiele 1989 11m - 19m
13 Zauberhelle. Finsternisse - Zweites Streichquartett in 13 Sätzen 1989 38m
14 An den zerschlagenen Mond - Erste Sonate für Viola solo 1988 26m
15 Mysterium noctis - Erste Sonate für Violoncello solo 1988 11m - 19m
16 Blick in Opal - Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott 1988 19m
17 Ecce homo fragilis - Trio für Viola, Violoncello und Kontrabass 1988 19m
18 Shadowy - shadowy - yet unbroken - Musik für 13 Spieler 1988 17m
19 Methexis - Zweite Sonate für Violine und Violoncello 1987 26m
20 Ob es mir denn entgangen - Erste Sonate für Violine solo 1987 13m
21 Fragments of an Agon - Für 2 Tenöre, 2 Bässe und sechsstimmigen Frauenchor nach T. S. Eliot 1987 6m - 7m
22 Quartetto semplice al mondo agonizzante - Erstes Streichquartett 1986 1h - 1h 10m
23 In der Neige - Liederzyklus für Bariton und Klavier 1985 - 1987 15m - 20m
24 Per Sonare - Erste Sonate für Violine und Violoncello 1985 30m
25 Kryptigma - Erste Klaviersonate 1985 15m - 20m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1960
Geburtsdatum:  8. August 1960
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1974 - 1979

Gitarre

1978

Matura

1979 - 1985

Pädagogik

1979 - 1985

Philosophie

1979 - 1985

Psychologie

1979 - 1985

Theologie

1984

Komposition

1985

Magisterium in Fachtheologie

1992

Doktorat in Theologie

1997

Habilitation in Theologie

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1981

Studienassistent im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät

1985

Vetragsassistent im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät

1986

Österreichische Gesellschaft für Religionsphilosophie: Mitglied

1988

Studienassistent im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät

1989

Mitglied

1992

Projekt Zeit.Schnitte: Literatur und Musik in Interaktion gemeinsam mit dem Schriftsteller Christoph Janacs

1993

Mitglied

1996

American Academy of Religion, Atlanta: Mitglied

1997

Center for Process Studies, Claremont: Mitglied

1998

Assistenzprofessur am im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät

1998

Habilitation am Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät

1998

Post-Promotion von "Dozent" an der Katholischen Theologischen Fakultät

1999

außerordentlicher Universitätsprofessor für Katholische Dogmatik

2001

Xavier University: Unterricht einer Klasse über die christlichen Eschatologie in den US, europäischer Dialog mit Prof. Joseph Bracken

2002

Bearbeiten von Whitehead's Harvard Lectures 1925/1926 aus den Noten von Charles Hartshorne, veröffentlicht in Prozess-Studien 30/2 (2002) 301-373

2003

Veröffentlichung seines Buches: "Gott als Poet der Welt. Anliegen und Perspektiven der Prozesstheologie"

2005

Claremont Graduate University, Claremont: Professor für Religion und Philosophie

2005

Claremont School of Theology, Claremont: Professor für Prozess-Theologie

2006

Center for Process Studies, Claremont: Co-Direktor

2006

Claremount Graduate University, Claremont: Lehrkörper an der Fakultät für Philosophie der Hochschule für Geisteswissenschaften

2006

Whitehead Research Project, Claremont: Initiator und Geschäftsführer

2008

Chicago Divinity School: Unterricht

2008

Society of Difference: Mitglied

2008

Whitehead Metaphysical Society, Polen: Mitglied

2008

neues Buch: "God as Poet of the World: Exploring Process Theologies"

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Contrast Trio

Hörgänge

Nomos Quartett

Österreich heute

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1989

Köln: internationaler Kompositionspreis

1990

Anerkennungspreis für Musik

1990

Arbeitsstipendium

1990

Förderungspreis für Komposition

1991

Staatsstipendium für Komposition

1992

Anerkennungspreis für Musik

1993

Anerkennungspreis für Musik

1994

Arbeitsstipendium

1995

Erwin-Schrödinger-Auslandsstipendium

2000

Kardinal Innitzer Fonds: Preis für Exzellenz in der Theologie

Stilbeschreibung

Klangstudien. Eindringen in den Klangbereich jedes Instrumentes. Das Instrument als Orchester.
Graphische Notation. Notationsversuche zur Auffächerung eines Instruments in "Teilinstrumente".
"Überbestimmung" der Techniken zur Klanginitiation einer Phrase. Das zwingt zu einer Auswahl des tatsächlichen Klangs aus einem potentiellen Klangraum. Improvisationszwang; durch Überbestimmung wird zugleich eine "Unterdetermination" des Faktischen erreicht.
"Tiefenstrukturen": entwickelt einen Klangbereich nach strukturellen Kriterien ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Zeitverlauf: diese Struktur ist gewissermaßen eine (platonische) "Idee", die in der Zeit nicht verwirklicht werden kann. "Zeitstrukturen" werden darüber gelegt: sie sind zeitbezogen und ergeben kein zeitloses Gebilde, sie sind eher Klang"schläuche", in denen sich ein Klang entlang bewegt, ohne ihnen entkommen zu können.
Modalität durch dreizehntönige Skala. Mikrotonalität oft gefordert.
Allen Werken liegt ein Strukturgebilde zugrunde, von dem her sowohl Zeitgestaltung (Metrik, Rhythmik ...) als auch Harmonik und Klangfarbenraum, Anzahl der Instrumente und Länge eines Stückes bestimmt werden. Dieses dreizehngliedrige Gebilde ist rein formaler Natur und kann auf jedwede Kategorien angewandt werden.
"Licht-Dunkel"-Mystagogie: Klangfarbenentwicklung zwischen antipodischen Klangräumen wie rauh - weich, rein - sehr geräuschhaft, weich - hart, schrill - beruhigend etc.
"Entritualisierung": Erkennen ist Wiedererkennen: Unterbinden von Wiederholung (Wiedererkennen) ermöglicht (Anti-) Strukturen ohne Anhaltspunkte für strukturverwöhntes Ohr. "Ritualisierung" ist Ermöglichen von Wiederholung/Wiedererkennen/Erkennen von Strukturinseln im flüchtigen Zeitverlauf. Diese Elemente spielen eine entscheidende Rolle: Je nach ihrer "rhythmischen" oder ungleichgewichtigen Verteilung in einem Stück wird der Eindruck von befriedigtem Sich-Niederlassen oder verstörtem Suchen nach einem Halt im Zeitstrom vermittelt. Diese strukturellen "Ideen" bestimmen antagonistisch eine übergeordnete Ebene des Rhythmus meiner Musik.

Roland Faber 1996

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