Fotograf: Christian Heindl © Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag
Kurt Rapf entstammt einer Wiener Musikerfamilie und erhielt seine musikalische Ausbildung an der damaligen Wiener Musikakademie. Die ungewöhnliche Vielseitigkeit des Künstlers zeigte sich bereits in seiner frühen Jugend. Seine internationale Karriere begann in Zürich, wo er u.a. als Assistent am Opernhaus wirkte. Viele Schallplatten und CDs entstanden im Laufe der Jahre und die Zahl seiner Werke nahm immer mehr zu. Die Gründung bzw. Leitung des Collegium Musicum Wien und der Wiener Sinfonietta samt Tourneen durch Europa, Fernost und Amerika, seine Tätigkeiten als Organist, als Dirigent, als Jurymitglied bei Wettbewerben und Leiter von Meisterkursen sind ein weiterer Beweis für die zahlreichen Talente Kurt Rapfs.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1936 - 1942
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1936 - 1942
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1936 - 1942
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Dirigieren | ||||
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1942
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Reifeprüfung in Orgel, Klavier und Dirigieren | ||||
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1942
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Studienabschluss in Komposition |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1945
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Collegium Musicum Wien: Gründung und Leitung | ||
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1948 - 1949
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Opernhaus Zürich, Zürich: Assistent von Hans Knappertsbusch | ||
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1949 - 1953
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Professur | ||
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1953 - 1960
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Musikdirektor | ||
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1968 - 1970
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Lehrtätigkeit | ||
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1970 - 1987
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Leiter des Musikreferates | ||
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1970 - 1983
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Präsident | ||
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1980 - 1992
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Österreichischen Künstlerunion, Wien: Präsident | ||
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freischaffender Dirigent, Organist, Klavierbegleiter und Komponist | |||
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Gründer und Leiter des Kammerorchesters |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1960
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Europäische Wochen Stephansdom zu Passau | |||
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1972
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1973
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Festival Montreux | |||
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1981
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1981
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Yamaha Festival, Tokio | |||
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1983
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Prager Frühling | |||
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1984
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Internationale Musikfestwochen Luzern | |||
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1988
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1991
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1993
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Internationale Orgelfestspiele Olmouc | |||
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1999
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Stift Altenburg | |||
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2002
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Musikalisches Komponistenporträt zum 80. Geburtstag "Die Anbetung" u.a. | |||
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2005
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Tage der österreichischen Musik, Sofia/Bulgarien | |||
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2007
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u.a. |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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1979
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1980
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1981
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Yamaha Musikfestival | |||
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1985
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1989
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1993
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1994
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Wiener Instrumentalisten, | ||||
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1976
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Seattle Symphony Orchestra |
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1970
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Professorentitel | ||
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1981
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Yamaha-Festival, Tokio: Outstanding Composition Award | ||
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1982
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Österreichisches Ehrenkreuz 1. Klasse | ||
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1988
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Preis der Stadt Wien für Wissenschaft und Kultur | ||
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1992
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Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien | ||
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2002
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Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich | ||
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Ehrenmitgliedschaft beim österreichischen Komponistenbund und anderen Organisationen |
Auf kompositorischem Gebiet ging Rapf zunächst von einer frei gehandhabten Tonalität aus, die er von Beginn an mit persönlichen Akzenten versah, dann gelangte er zu neoimpressionistischer Farbigkeit, deren Nuancenreichtum bis heute sein Œuvre durchzieht. Immer wichtiger wurden ihm jedoch strukturelle und motivische Zusammenhänge. Das führte zunächst zu freier Arbeit mit Zwölftonkomplexen, die im Sinne einer schrittweisen Auslotung des Tonraumes gewonnen wurden, schließlich aber auch zu starker motivischer Verklammerung und permanenter Variation. Hiebei werden die Themen dem Hörer nicht wie in einer herkömmlichen Exposition als fertige Gebilde vorgestellt, sondern sie entwickeln sich erst nach und nach, sodaß dieses allmähliche Wachsen des Materials von Anfang an latenten Durchführungscharakter besitzt. Dadurch ist auch die Form der Werke niemals statisch, sondern gleichsam von einer sich ständig erneuernden Kraft geprägt, die ihrerseits von der Fluktuation der thematischen Arbeit abhängig ist. In seinen Vokalwerken zog Rapf Klang und Sprachmelodie des Textes stark zur Findung von Gesangslinien und Orchesterkolorit heran, wobei er immer große Sorgfalt auf die Verständlichkeit der Worte legte. Ein eigenes Gesangsstudium ließ ihn auch Charakter und Möglichkeiten der menschlichen Stimme immer richtig abschätzen und sich jedweder problematischen Verwendung derselben enthalten. Schließlich sei die Reichhaltigkeit seiner handwerklichen Mittel erwähnt, die sowohl für hohe Transparenz seiner Musiksprache als auch für wohldosiertes Ausloten der dramatischen Effekte sorgt.
Zitiert nach: Hartmut Krones, aus dem Programmheft zur Uraufführung der 'Passio aeterna' (1980) bzw. dem Beiheft der CD Amadeo 437 488-2 (1992)
"Meine Musik ist auf der einen Seite von der Tradition der Zweiten Wiener Schule geprägt, auf der anderen Seite sind Einflüsse der französischen Tradition spürbar (Henri Dutilleux, Olivier Messiaen)."
Kurt Rapf (zitiert nach Doblinger - http://www.doblinger-musikverlag.at - 2006)
18. Februar 2004
Ungeachtet der schmeichelnden Eingangstöne der Solovioline (von Zartheitsspezialist Josef Hell) beherrscht ein düster-tragisches Element das Werk. Selbst das scherzhafte Capriccioso bleibt schmerzhaft, jede Kantilene ist einsam. Heftige Tonauswürfe untermalen die erwartungsvolle Erregung des Allegro. Man horcht, man hofft, doch das vorübergehend Helle schwindet wieder. Plötzlich scheint jeder Ton der Violine schrill zu kreischen. Das Stück endet im Wirbeltanz, wobei Hell sich im Wilden stets zu zaghaft zeigt.
Die Presse
17. März 2007
Stilistisch gelangte er über eine frei gehandhabte Tonalität mit persönlichen Akzenten zu einer neoimpressionistischen Farbigkeit.
(Nachruf auf Ö1 - http://oe1.orf.at/inforadio/74291.html?filter=5
Stand Mai 2007)
ORF/Ö1
2006
Dass trotz der Vielzahl anderer Verpflichtungen ein imposanter Werkkatalog entstehen konnte, zeugt von der vorrangigen schöperischen Berufung.
Klangpunkte 23 (Christian Heindl)