Andreas Aigmüller
Genre: Neue Musik
Instrument: Schlagzeug
Gattung: Filmmusik

Mit freundlicher Genehmigung von A. Aigmüller (Privatfoto ©)

Aigmüller Andreas

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Im Wirkungskreis Sarastros 2005
2 Timpanissimo - Konzert für Pauken und Orchester 2004 ~ 25m
3 Duett - für Tuba und Percussion 2003
4 Cadenza - für Bassetthorn solo frei nach einem Thema aus Mozarts Klarinettenkonzert 2001
5 Aqua-Tonie - Projekt Goldisthal - Der Mensch im Kräftespiel zwischen Natur und Technik 2001 ~ 20m
6 Sant Mat - ein Suchender zwischen den Welten 2000 ~ 17m
7 Eine kleine Blechmusik - Variation für Brass-Quintett frei nach einem Thema von W.A. Mozart 2000 ~ 17m
8 Marimbach-Quartett - (Homage an Bach in Weimar) 2000 ~ 18m
9 Trio-Sono - für Flöte und zwei Percussionisten 1998 ~ 10m
10 Musik für Solo-Percussion II - Rondo und Tango für Marimbaphon solo 1998 ~ 12m
11 Häschen Hoppel (Bunny Tales) - Dancical Ballett für Kinder 1997 ~ 1h
12 Il Tempo die Cambiamento - (Zeit der Veränderung) 1996 ~ 40m
13 Bassarimba - Duett für Kontrabass und Marimbaphon 1995
14 Konzert für Fagott und Orchester 1995 ~ 22m
15 Tangozolla - In memoriam Astor Piazolla, Quartett für zwei Blockflöten, Schlagzeug und Gitarre 1994
16 Concerto grosso - für Solo-Violine und Streichorchester 1993
17 Kleistiana - Tanz-Schau-Spiel von Dietmar Seyffert 1993
18 Der eingebildete Kranke - Schauspielmusik (Molière) 1993
19 Rhythm and Blues - Fassung für Mandoline, Gitarre und Harfe 1993
20 Allemande - Ein Deutscher Blues für drei Fagotte, Kontrafagott und Harfe 1992
21 Rhythm and Blues - Eine Reise für zwei Harfen 1992
22 Mutter Courage und ihre Kinder - Schauspielmusik (B. Brecht) 1992
23 Musik für Streichorchester - Gedanken, nicht nur über Mozart 1991
24 Pas de deux - Duett für Violoncello und Kontrabass 1991 ~ 13m
25 Amadeus - Musik zum Schauspiel von P. Schatter 1991
26 Schauspielmusik zu "Maria Stuart" von F. Schiller 1991
27 Leben des Galilei - Musik zum gleichnamigen Schauspiel vom Bertolt Brecht 1990
28 Die Mauerbrockenbande - Musik zur ZDF-Produktion 1990
29 Zielscheibe Mann - Ballettmusik 1990
30 Sechsachtel - Ballettmusik 1990
31 Dialog - Duett für Mandoline und Harfe 1990
32 Dialog - Bearbeitung für Mandoline und Gitarre 1990
33 Kammermusik VI - Trio für Tuba, Schlagzeug und Klavier 1989
34 Fagottquartett 1989 ~ 12m
35 Ballade - für Harfe und Bongos ad lib. 1988
36 Duett - für Flöte und Harfe 1988
37 Kammermusik V - Oktett für zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Hörner und zwei Fagotte 1987
38 Der Eisenhans - Filmmusik für Kammerorchester, auch konzertant aufführbar 1987
39 Monolog - für Flöte 1987
40 Oblomow - Große Oper in vier Akten 1986 - 1989 abendfüllend
41 Junge Leute in der Stadt - Filmmusik für großes Orchester 1985
42 Sechs Stücke für Percussion - für fünf bis acht Spieler 1984
43 Don Quichotte - Ballett in fünf Bildern 1984
44 Kammermusik IV - Oktett für Klarinette, Fagott, zwei Violinen, Bratsche, Cello und Baß 1984
45 Musik für Solo-Percussion I 1984
46 Giuramento - (Beschwörung). Musik für großes Orchester 1983 ~ 18m
47 Streichquartett 1982 ~ 14m
48 Kammermusik IIIb 1982 ~ 12m
49 Doppelkonzert - für Percussion & Piano und Orchester 1981 ~ 30m
50 Erinnerungen an einen Planeten 1981 ~ 20m
51 Prelude & Ballade - für Baßklarinette solo 1980
52 Kammermusik II - Memento vitae - Gedenke des Lebens 1980
53 Kammermusik IIIa 1980 ~ 12m
54 Impromptus - für Orgel solo 1979
55 Ring frei - Kurzballett in drei Runden 1979
56 Der Naumburger Meister - Filmmusik für großes Orchester 1978
57 Free sound for two - für Schlagzeug und Klavier 1978
58 Teotihuacan - für Aztekenflöte und zwei Schlagzeuger 1978
59 Eine kleine Suite - für Schlagzeug und Klavier 1977
60 Dialog - für Orgel & Percussion 1977
61 Kontraste für zwei Musiker - für Schlagzeug und Klavier 1976
62 Kammermusik - für Fagott und Streichquintett 1976
63 Fantasie und Fuge - für Violine und Klavier 1975
64 Kammermusik I - Liebeslied für Singstimme und neun Instrumente 1975
65 Toccata - für vier Pauken und Klavier 1974 ~ 9m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1952
Geburtsdatum:  9. November 1952
Geburtsort:  Magdeburg
Geburtsland: 
Nationalität: 

Andreas Aigmüller wurde 1952 als Sohn einer Musikerfamilie im damals zur Deutschen Demokratischen Republik gehörenden Magdeburg geboren. Er erhielt in Berlin eine fundierte Ausbildung als Paukist, Schlagzeuger und Komponist. Während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit Jazz und arbeitete mit namhaften Jazzmusikern zusammen. In den Siebziger und Achtziger Jahren bekleidete er die Stellung des Solopaukers beim Philharmonischen Orchester Rostock, anschließend bei der Staatskapelle Berlin und es erfolgten die ersten Aufführungen seiner Werke. Konzertreisen in seiner Funktion als Musiker und auch als Komponist führten ihn in viele Musikzentren im In- und Ausland. Als Meisterschüler von Siegfried Matthus arbeitete er zwei Jahre an der Akademie der Künste der ehemaligen DDR. 1985 erfolgte der Umzug nach Salzburg, wo er beim Mozarteum-Orchester bis heute die Stelle des Solo-Paukisten bekleidet. Andreas Aigmüller erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Werke unter denen sich Kompositionen für Film, Schauspiel, Ballet und Tanz befinden, sowie Kammermusik, sinfonische Werke und eine Oper. Namhafte Ensembles - die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Berlin Philharmonica Hungaria, das Mozarteum-Orchester, die Staatskapelle Weimar u.a. haben seine Werke aufgeführt.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1969 - 1974

Pauke, Schlagzeug

1973 - 1976

Komposition

1983 - 1985

Meisterschüler für Komposition (Siegfried Matthus)

1989 - 1991

Dirigierstudium

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1974 - 1978

Philharmonisches Orchester Rostock: Solo-Pauker

1976

Gründung eines Schlagzeug-Klavier-Duos

1977

Gründung eines Orgel-Percussion-Duos

1978 - 1985

Solo-Pauker

Solo-Pauker

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1999

Hubert Soudant (Dirigent), Rainer Luft (Solist)

2003

Dirigent George A.Albrecht: Aufführung anlässlich eines Festaktes zur Einweihung des Jahrhundertprojekts Goldisthal im Beisein der Thüringer Landesregierung und des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder

2006

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1981

Preisträger beim Internationalen Gaudeamus-Interpreten-Wettbewerb zeitgenössischer Musik in Rotterdam

1982

IDK - Interessenverband Deutscher Komponisten: Publikumspreis

1982

Stadt Reinbek: Theodor-Berger-Preis

1988

Staatsstipendium für Komposition

Stadt Dresden: Carl-Maria von Weber-Preis

Stilbeschreibung

Normalerweise fällt es den meisten (Kritikern) schwer, meine Musik in bestimmte Kategorien wie U- und E-Musik einzuteilen. Dies kommt zum Teil daher, daß ich zum einen tief in der traditionellen abendländischen Musik verwurzelt bin, zum anderen mich aber auch durch meine aktiven Erfahrungen zur Jazz-Musik hingezogen fühle. Bedingt durch meine Ausbildung als Percussionist kommt die Liebe zum Rhythmus in meiner Musik noch hinzu. So entsteht ein Stil, der sowohl bei den Interpreten wie auch beim Publikum Anerkennung findet.

Andreas Aigmüller, 1996

Pressestimmen

27. Februar 1984

 

Aigmüller, der brilliante Solopauker der Berliner Staatskapelle, läßt in seiner neuen Orchestermusik, deren Titel (Giuramento) soviel wie Schwur, Eid bedeutet, der musikantischen Freude am reichen Orchesterklang die Zügel schießen. Das wirkt frisch und sympathisch, hat unmittelbar berührenden, vitalen Elan. Möglich, daß die Üppigkeit des Klangaufgebots, das Einbeziehen vertrauter melodisch-tänzerischener Floskeln bei allem Bemühen um Klarheit der musikalisch-dramaturgischen Anlage noch ein wenig überschwenglich geschah. Der musikantische Impetus des Ganzen aber zeugt von imposanter gestalterischer Potenz.

 

Neues Deutschland

9. September 1997

 

Den Start in die neue Spielzeit begann das Frankfurter Staatsorchester mit einem Paukenschlag. Oder besser gesagt: mit einem Pauken-, Trommel- und Beckenwirbel, der in dieser Opulenz und swingenden Eleganz selbst von diesem für musikalische Kabinettstückchen stets aufgeschlossenen Klangkörper nicht alle Tage zu hören ist. Sirrende Violinen, ein paar dumpfe Schläge auf die große Trommel, dann ein von Tuba und Celli vorgetragenes dunkles Motiv - so beginnt jenes viersätzige Werk "Il Tempo di Cambiamento", das der Schlagzeuger Andreas Aigmüller zum 25jährigen Jubiläum des Frankfurter Orchesters komponierte und nun von diesem mit beherztem Zugriff und sensiblem Gespür für die instrumentellen Farbwechsel uraufgeführt wurde. Aigmüller ist kein verbiesterter Klangtüftler, eher schon ein unbekümmerter Conferencier, der mit melodischen Floskeln und rhythmischen Versatzstücken jongliert. Sein Idiom bewegt sich irgendwo zwischen Mahler und Strawinsky, zwischen Bernstein, Jazz und Bolero.

 

Märkische Allgemeine

4. Dezember 2001

 

Als einstiger Meisterschüler von Siegfried Matthus, dotiert mit deutschen und österreichischen Kompositionspreisen, ist ihm der Sinn griffige Thematik und Formgestaltung erhalten geblieben, so dass von seinen Werken eine starke musikantische Wirkung, meist vor dem Hintergrund von Jazz, ausgeht. Das Experimentieren im irrationalen Raum scheint ihm fremd, die Beschäftigung mit den Melodieinstrumenten unter den Schlagzeugen, ihre Kopplungen untereinander oder mit anderen Soloinstrumenten sein vorrangiges Interesse zu sein.

 

Thüringische Landeszeitung (H-J. Thiers)

28. Oktober 2002

 

Er ist ein Meister der Instrumentation.

 

Salzburger Nachrichten (R. Kriechbaum)

21. November 2005

 

Zuletzt sorgte Andreas Aigmüller [...] für ein ekstatisch aufbäumendes, jazziges Finale.

 

Salzburger Nachrichten