Hajime Shimizu
Genre:
Instrument: Flöte, Klavier, Violoncello

Shimizu Hajime

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  16. Juli 1961
Geburtsort:  Yokohama
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1975

Beginn des Kompositionsstudiums (Hiroshi Yanagisawa)

1977 - 1980

öffentliche Oberschule Yokohama-Hiranuma

1982

Tokyo University of Arts: Komposition (Mareo Ishiketa, Shozo Maruta, Kenjiro Urata, Izumi Yamada)

1986

Diplom

1986 - 1989

Meisterkurse: Komposition (Teizo Matsumura), Magisterium

1989

ab diesem Zeitpunkt Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1986 - 1989

Totsuka-Bezirksorchester: Dirigent

freier Konzertpianist

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1985

University of Arts Tokyo

1992
1994
1996

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1976

Musikwettbewerb für Mittelschüler/Yokohama: zwei Preise (Komposition und Blockflöte)

1979

Wettbewerb des Nami-no-Kai-Verein: Preis (japanische Lieder)

Wettbewerb im Rahmen des Kunstfestes Kanagawa: Dritter Preis (Chorkomposition)

Stilbeschreibung

Als ich nach meinem langen Studium der europäischen Musik den Reiz der heimatlichen traditionellen Musik entdeckt habe, war meine Beachtung anfangs fast nur auf die Musik des No-Theaters beschränkt. Bald aber habe ich mir eine ganze Sammlung von verschiedenen japanischen Musiken erworben und wie besessen angehört. Parallel zu dieser musikalischen Beschäftigung hat sich mein Interesse andererseits auch auf die gedankliche Bedeutung und den historischen Hintergrund der japanischen Kultur gerichtet. Darüberhinaus ist die Fragestellung von "West und Ost" ein wichtiges Thema geworden. Was mich gefangen und inspiriert hat, war die primitive, freie Sinnlichkeit in der alten Zeit, die man heute viel weniger besitzt. In meiner 'Fantasie für Flöte und Klavier' habe ich mich zum ersten Mal mit der japanischen Tradition auseinandergesetzt. [...] Das formale Konzept für 'Mugen-Hikyoku', das Schwesterstück der 'Fantasie', ist fast identisch, aber diesmal wollte ich an die dramatisch ausdrucksvolle Welt des No-Spiels mittels eines großen Orchesters noch dichter heranreichen. [...] 'Mugen-Hikyoku' beruht aber auf keiner bestimmten Geschichte. Es ist sozusagen eine fast rein musikalische Essenz aus dem No-Drama. Nach asiatischen Gedanken und Gefühlen wollte ich mit 'In die Landschaft horchen' die Frische der instinktiv wahrgenommenen Klänge bewahren. Daher habe ich es ziemlich improvisatorisch geschrieben und die technische Ausarbeitung mehr zurückgenommen als in meinen vorhergegangenen Werken. Es ist mir beim Komponieren manchmal so, als wäre die Musik von Anfang an irgendwo außer mir gewesen und nur durch mich hindurchgewandert, um aufgeschrieben zu werden.

 

Hajime Shimizu, 1996