Goggalori

Werktitel
Goggalori
KomponistIn
Beteiligte Personen (Text)
Amann Gerold
Entstehungsjahr
1973
Dauer
~ 1h 10m
Genre(s)
Neue Musik
Sprache (Text)
Deutsch
Besetzung
Chor
Orchester
Besetzungsdetails

Kinderchor (1), gemischter Chor (1), Blockflöte (1), Gitarre (1), Orchester (1), Mundharmonika (1), Objekt (3)


Orchester (1) = Blasorchester; Blockflöte (Mundstück)
Objekt (3) = Kuhhörner, (Kuh-)Glocken, Mörteltrog u.a.

Uraufführung:
29. Juni 1973

Sendeaufnahme:
Österreichischer Rundfunk (ORF) - Fernsehen

Wir sind "modern" geworden. Wir glauben an die Geschichten von "bannenden" Landstreichern nicht mehr, denn wir wissen, daß es sich dabei um Hypnose handelte. Für uns ist das Auftreten von "fliegenden Untertassen" glaubwürdiger geworden als der Zug des Nachtvolkes. Wir glauben an die Wissenschaft. Produkte der Phantasie haben für uns keinen Wirklichkeitswert und keinerlei Beweiskraft ... Technik und Industrialisierung haben die Kraft unserer Muskeln ungeheuerlich vergrößert. Die Massenmedien haben die Reichweite unserer Sinnesorgane vertausendfacht. Dies brachte uns Weitblick und Wohlstand. Doch unsere technischen Zaubermuskeln sind tückisch und unsere magischen Augen unscharf. Neue Schreckgespenster und Zerrbilder beschäftigen als Folge davon unsere Phantasie: Entwurzelung, Sinnlosigkeit ... Im Spiel "Goggalori" wird die alte Denkweise dargestellt, um an ihr das gewaltige Ausmaß der Veränderung, die sich in unserem Land innerhalb kurzer Zeit vollzog, deutlich zu machen.
Gerold Amann

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 1. 3. 2020): Amann Gerold . Goggalori. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/110352 (Abrufdatum: 13. 8. 2020).