An Eurydike für Streichquartett

Werktitel
An Eurydike für Streichquartett
KomponistIn
Entstehungsjahr
1981
Dauer
19m
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Ensemblemusik
Besetzung
Quartett
Besetzungsdetails

Violine (2), Viola (1), Violoncello (1)

 

2. Fassung, 1984: StrOrch

 

Art der Publikation
Manuskript

Stilbeschreibung:
Die einzelnen Sätze sind trotz ihrer programmatischen Titel primär als Stimmungsmusik anzusehen; der zweite Satz wurde als Kern des Werkes unmittelbar durch den Stoff der Orpheussage angeregt.

Ausgangspunkt der Gestaltung war die Deutung des mythologischen Geschehens als "Traum": Ein erster Abschnitt schildert die Unterwelt als Symbol des Schlafes, als Sphäre des Unterbewußtseins, in der uns vertraute Personen schattenhaft, aber nicht körperlich präsent erscheinen. Die Begegnung Orpheus' mit der Toten und der Wunsch, Eurydike wiederzusehen, also auch physisch wahrzunehmen, führen zur Erkenntnis der Realität, dem Erwachen aus der Phantesievorstellung. Nach einer kurzen Klage versinkt die Traumgestalt wieder ins Reich der "Nacht". Orpheus bleibt die "Erinnerung".

 

 Sendeaufnahme:
ORF - Österreichischer Rundfunk - Hörfunk, ORF/Landesstudio Tirol - Kulturhaus

 

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 22. 5. 2020): Lichtfuss Martin . An Eurydike für Streichquartett. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/140244 (Abrufdatum: 26. 11. 2020).