Djordjevic Michael Minja

Vorname
Michael Minja
Nachname
Djordjevic
erfasst als
KomponistIn
MusikwissenschaftlerIn
InterpretIn
ArrangeurIn
RedakteurIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Modern/Avantgarde
Experimental/Intermedia
Instrument(e)
Gitarre
Klavier
Personal Computer
Geburtsjahr
1950
Geburtsland
Serbien

Fotografin: Ana Viola Curd ©

Michael Minja Djordjevic ist Autor der Theorie der Diskreten Tonalen Relationen: www.mmdj.at
Er beschäftigt sich besonders intensiv sich mit den interdisziplinären Gebieten der Akustik, Audiologie und Musik.
Nach Abschluss des Studiums in Komposition und Theorie bei namhaften Professoren an der Musikakademie in Prag (HAMU), macht Djordjevic eine radikale Wende in Richtung Avantgarde-Musik-theoretischen und wissenschaftlichen Denkens mit seiner Masterarbeit "Was ist das universelle Klang-System? - Oder Die spezielle Theorie der Ton Beziehungen, auf der Grundlage der Quantenphysik und Relativitätstheorie". Er beginnt mit der Umsetzung seiner Ideen in der Electronic Program-III-Studie von Radio Belgrad, währenddessen zeigt er seine musikalisch-theoretischen Annahmen in wissenschaftlichen Tagungen, vor allem in Darmstadt, Metz, Paris (IRCAM), Thessaloniki, Edinburgh, Rotterdam etc., wo er sich mit namhaften Komponisten aus der ganzen Welt austauscht.

Themen während des Studiums:

  • Spezielle Theorie der Komposition: Projektierung der Musik Komposition - mit Univ. Prof. Dr. Ctirad Kohoutek
  • Komposition: Prager Brücken- für Violine und Tonband (oder zwei Violinen) (I und II Sem.) Cosmische Fragmente - für Streichorchester und Synthesizer (III und IV Sem.)
  • Musiktheorie: a) Mikrokosmos der musikalischen Intervalle, b) Kontrapunkt des 20. Jahrhunderts, c) Harmonie des 20. Jahrhunderts - mit Univ. Prof. Dr. Karel Risinger, d) Tschechische Schule der höchstentwickelten Musiktheorie - Karel Janecek (Algorythm der temperierten Chromatik, Tektonik) mit Univ. Prof. Dr. Václav Felix (Dekan HAMU), e) Komponisten des 20. Jahrhunderts mit Univ. Prof. Dr. Vaclav Kucera, f) Ästhetik – Musik Ästhetik mit Univ. Prof. Dr. Prokop Dushan

Thema der Doktorarbeit:

  • "Diskrete Ton-Relationen determiniert durch das Phänomen der Anhörung innerhalb des fünfdimensionalen, klang-musikalischen Kontinuums (5 Jahre durchgeführte Experimente mit 50 Musikstudenten und 30 Musikamateuren im Prozess der Wahrnehmung und der Unterscheidung der kleinsten diskreten Ton-Beziehungen (JND-Delta f), welche der Mensch perzipieren kann)

Ausbildung
1979 Belgrad Fakultät für Musikkünste: Diplomierter Musiker (BA)
1990 Prag Musikakademie der schönen Künste: Master in Komposition und Musiktheorie (MA)
1995 Belgrad Fakultät für Musikkünste: Doktor der Musikwissenschaften im Bereich der Musiktheorie (PhD)

Tätigkeiten
1971 - 1979 Belgrad freier Komponist, Musikstudent, Gitarrist, Pianist, Arrangeur und Musikproduzent
1979 - 1984 Belgrad Musikproduzent und Assistent bei Radio Belgrad I im Programm des Ministeriums für Bildung
1984 - 1996 Belgrad Redakteur des Musikprogramms und Pädagoge im Haus der Jugend Belgrad
1986 - 1988 Belgrad Professor für Musikschüler zwischen 14 und 18
1988 - 1990 Belgrad Musikredakteur bei Radio Belgrad in der Abteilung des Klangarchivs
1990 - 1995 Belgrad wissenschaftlicher Assistent bei Radio Belgrad im Elektronischen Studio
1995 - 1997 Belgrad Leitung der Abteilung des Klangarchivs bei Radio Belgrad
1997 - 1998 Belgrad Musikrat bei Radio Belgrad
1998 - 2000 Belgrad außerordentlicher Professor an der Kunstakademie Belgrad
2000 - 2005 Belgrad Abteilungsleiter für Klangdesign und Musikproduktion an der Kunstakademie Belgrad
2006 - 2008 Belgrad Abteilungsleiter für Klangdesign und Musikproduktion bei DonauFilm Belgrad
2007 - 2009 Belgrad Professor an der Megatrend Universität in der Fakultät für Kultur und Medien Belgrad
2009 Graz seither freier Komponist und Pianist in Österreich
2011 Wien seither freier Komponist und Pianist
Teilnahme an Kongressen in Darmstadt, Antwerpen, Rotterdam, Solun, Mez, Bourges, Den Haag, Edinburg

Aufführungen (Auswahl)
2011 Seniorenzentrum Wagna Das Lied der Senioren - für Altstimme und Klavier
2011 Internet-Aufführung Ungedämpfte Schwingungen - für elektronische Stimmen, männliche Gesangsgruppe, Frauentanzgruppe und traditionelle Instrumente
2011 Internet-Aufführung Les Relationes Nouvelles I - für computergenerierte Stimmen
2011 Internet-Aufführung Verliebte Maus - für kleines Orchester
2011 Internet-Aufführung Disharmonie der Sphären - Für Streichorchester

Auszeichnungen
1982 Radio Beograd: jährlicher Rundfunkpreis für komponierte Musik
1983 Radio Beograd: jährlicher Rundfunkpreis für komponierte Musik
1983 Professioneller Theaterverband der Republik Serbien: zwei Auszeichnungen für Bühnenmusik Mi-shi-ko und Mi-schi-san
1984 Professioneller Theaterverband der Republik Serbien: Auszeichnung Wohin gehst du, kleines Pferd
1987 Paracin Musikschule: erster Preis für Kindermusik
2002 Kultur- und Bildungsgemeinschaft der Republik Serbiens: Goldener Ring für Kultur in Belgrad und Serbien
Radio Belgrad: zwei Auszeichnungen für Musik

Stilbeschreibung

1990
RADIO TELEVISION OF SERBIA - RADIO BELGRADE III PROGRAM
Michael Minja Djordjevic: "Les Relationes Nouvelles 1" - für computergenerierte Stimmen

In der Serie " Electronic Studio" werden Sie heute Abend die elektroakustische Komposition "New Relations I" von Michael Minja Djordjevic hören. Die Komposition "New Relations I" steht für die ersten praktischen Versuche des Autors, Mikrointervalle in seinen Kompositionen zu integrieren. Als solches ist sie auch in engem Zusammenhang mit seiner wissenschaftlichen und Forschungsarbeit, die sich mit Akustik und der Psychologie von Mikrointervallen, nämlich mit deren Entstehung, Übertragung und Entdeckung (Wahrnehmung) beschäftigt. Das ist ein zusätzlicher Beweis für die Gültigkeit seiner Speziellen Theorie der tonalen Relationen, gefolgt von der Theorie der diskreten tonalen Relationen (Doktorarbeit). Im Gegensatz zu Makrodimensionen, die in Form von Halbschritten und größeren Intervallen dargestellt werden, bestimmt diese Theorie alle Klangbeziehungen über dem Niveau von Halbschrittbeziehungen, die sogenannte Felder von Mikrointervallbeziehungen auf der Basis von universellen Mikrointervallen und Multiphonie kreiieren. Der Bezug wird dabei über Resultate von Experimenten des Autors hergestellt, die auf Basis der praktischen Nutzung von Mikrointervallbeziehungen (die der Autor auch DISKRETE TONBEZIEHUNBGEN) und deren Entdeckung - Wahrnehmung gewonnen wurden, sodass die Frage nach dem ästhetischen Ansatz des Komponisten zweitrangig wird.
Das hängt vom Glauben des Autors ab, dass die wahre Entwicklung der Musik und ein wirklich qualitatives Wachstum, das von Bedeutung für die musikalische Kunst ist, ohne wissenschaftliche und forschende im Bereich der postmodernen Kunst unmöglich ist. Eine gründliche Erforschung komplexer Mikrointervallphänomene ist nicht ohne ausreichende Computer-Hardware-und Software-Ressourcen möglich.
Die gleiche Technologie ermöglicht die tatsächliche Praxis der Mikrointervallkomposition, die in einem mehr oder weniger systematisierten Modus seit Beginn der elektroakustischen Musik existiert. Wir sollten beobachten, wie diese Mikrointervalle vom Hörer wahrgenommen und erkannt werden, wie er sich dabei fühlen wird, was alles in erster Linie mit den Kapazitäten seines Hörapparates und noch mehr mit den komplexen Fähigkeitenn seiner Psyche zusammenhängt. In vier (von fünf) Sätzen der Komposition werden vier Mikrointervall-Systeme mit unterschiedlichen Ton-Beziehungen vorgestellt. So ist im ersten Satz die Oktave in 18 Töne (Teile, Beziehungen), im zweiten in 27 Töne, im dritten in 36 Töne und schließlich im vierten in 54 Töne unterteilt. Im fünften Satz mischen sich Fragmente aus allen vier Sätzen. Gemäß dem Komponisten selbst, findet er die Hauptinspiration für seine Experimente und Schöpfungen in kosmischen Ereignissen sowie in musikalischer Folklore. Die musikalische Tradition rechtfertigt stark die Nutzung von Mikrointervallen in der Kompositionspraxis, welche die Notwendigkeit für weitere wissenschaftliche und professionelle Behandlung derselben, unterstützen.
Die Komposition "Les Relationes Nouvelles I" wurde im Elektronischen Studio von Radio Belgrad realisiert. (240-01-17-1-00-7) Letzte Worte: In der Übertragung von "Electronic Studio", haben Sie die elektroakusitische Komposition "Les Relations Nouvelles I" von Michael Minja Djordjevic gehört.

Redakteur: Vladan Radovanovic - Komponisit, Direktor des Elektronischen Studios von Radio Belgrad, III Program.

Publikationen:

  • Hoffnung in der Welt - Songbook/Handbuch: TXT- VOC - PNO - GUIT

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 4. 2020): Biografie Michael Minja Djordjevic. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/166928 (Abrufdatum: 29. 10. 2020).

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