Kotschy Johannes

Vorname
Johannes
Nachname
Kotschy
erfasst als
KomponistIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
1949
Geburtsort
Neuhaus/ Schliersee
Geburtsland
Deutschland
Ausbildung
München Universität München: Pharmazie
Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Kammermusik (Erika Frieser) Klavier
Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Komposition Bresgen Cesar
Universität Mozarteum Salzburg Salzburg musikalische Grundlagenforschung

Tätigkeiten
1984 Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Darmstadt Vorstellung des von ihm entwickelten Naturtonsystems
1992 - 1994 IG Komponisten Salzburg Salzburg Vorsitzender
Heidelberg Heidelberger Naturton-Symposium: Initiator (US-Patent, europäisches Patent)
Entwicklung einer neuen Keyboard-Tastatur (erlaubt auf einfache Weise ein Spiel mit Mikrotönen)
IG Komponisten Salzburg Salzburg Gründung (zusammen mit Klaus Ager und Herbert Grassl)
Klavierlehrer
Edition 7 Salzburg Organisation des Eigenverlegerverbandes gemeinsam mit anderen Salzburger Komponisten (Klaus Ager, Herbert Grassl, Boguslaw Schaeffer, Andor Losonczy u.a.)
Internationale Gesellschaft für Ekmelische Musik Salzburg Präsident

Auszeichnungen
1986 Amt der Salzburger Landesregierung Preis der Salzburger Landesregierung

Stilbeschreibung

Die Naturton-Harmonik, wie sie für die Musik von Johannes Kotschy charakteristisch ist, basiert auf den Intervallen der Naturtonreihe (Obertonreihe), wobei die im herkömmlichen temperierten Tonsystem nicht enthaltenen Töne (Ekmelische Musik) ebenso mit einbezogen sind wie die Mikrointervalle aus den höheren Bereichen der Naturtonskala und Intervalle, die sich aus der Kombination von solchen Skalen ergeben. Dadurch entstehen unendlich viele Möglichkeiten, neue, noch nie gehörte Klänge zu entwickeln.
Johannes Kotschy geht mit diesem reichen Material behutsam um, denn das Hören und Erkennen muß für die Interpreten möglich sein, um die geforderte Feinstufen-Intonation zu erreichen: als Beispiel seien genannt das "Streichquartett Nr. 2 op. 35" und das "Curriculum in ekmelischer Musik op. 33" für Oboe, Klarinette, Violine, Cello und Gitarre. An der Salzburger Hochschule Mozarteum werden bereits junge Musiker mit dieser Feinstufenintonation vertraut gemacht, und in vielen Konzerten haben sie gezeigt, daß diese neue Harmonik auch dem Hörer verständlich gemacht werden kann.
In seinem Orchesterstück "Solaris" oder in der Oper "Der Untergang der Stadt Passau" dagegen hat Johannes Kotschy den Bogen weiter gespannt und die Klänge um zahlreiche Mikrointervalle erweitert - Grenzen gibt es in der Naturton-Harmonik praktisch keine. Nur im instrumental-technischen Bereich müssen Einschränkungen und Zugeständnisse an die Spieltechnik gemacht werden. Doch die Lebendigkeit der Tongebung am Instrument wiegt nach Ansicht des Komponisten jene Möglichkeit auf, mit Hilfe der Klangsynthese an die äußerste Grenze des Machbaren vorzustoßen.

 

Johannes Kotschy, 1995


Links IG Komponisten Salzburg, Newkeyboard

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Johannes Kotschy. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/58036 (Abrufdatum: 16. 7. 2020).

Logo ÖKB