Erbse Heimo

Vorname
Heimo
Nachname
Erbse
erfasst als
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Geburtsjahr
1924
Geburtsort
Rudolstadt
Sterbeort
Baden

Geboren 1924 in Thüringischen Rudolstadt studiert Erbse in Berlin und Weimar. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn betätigt er sich an verschiedenen deutschen Bühnen, so zum Beispiel in Jena, als Opernregisseur. 1957 übersiedelt er auf einen Bauernhof in Taxenbach in den Salzburger Alpen. Negative Kritiken in den frühen sechziger Jahren veranlassen ihn, sich aus dem öffentlichen Musikleben zurückzuziehen. 1964 erwirbt er die österreichische Staatsbürgerschaft. 1989 nach einem schweren Skiunfall übersiedelt er nach Baden bei Wien, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2005 wohnt. Zu seinen Mentoren zählte unter anderem sein Studienkollege Gottfried von Einem, seine Werke wurden von renommierten Dirigenten und Ensembles wie Werner Egk, dem Ensemble Kontrapunkte, den Wiener und Berliner Symphonikern u.a. zur Aufführung gebracht.


Ausbildung
1950 - 1952 Universität der Künste Berlin Berlin Komposition Blacher Boris
Weimar Flöte, Dirigieren, Opernregie - musikalische Ausbildung

Tätigkeiten
1947 - 1950 Opernregie an verschiedenen deutschen Bühnen
1950 seit damals: freischaffender Komponist, hauptsächlich für Film- und Theaterproduktionen (Hinweis: Werkliste ohne Film- und Schauspielmusiken)

Aufträge (Auswahl)
1952 Berliner Festspiele Fabel in C - Kammeroper
1953 für Horst Göbel Trio - für Violine, Violoncello und Klavier
Donaueschinger Musiktage
Olympische Gesellschaft
Verein zur Förderung des Kulturraumes Hombroich
Ku-Damm-Theater Berlin

Aufführungen (Auswahl)
Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Darmstadt
Donaueschinger Musiktage Donaueschingen
Salzburger Festspiele Salzburg
Wiener Staatsoper Wien
Berliner Festspiele Berlin
Frankfurt am Main Musikfest Frankfurt/Main

Auszeichnungen
1954 Bayerische Akademie der Schönen Künste: Preis
1955 Deutscher Komponistenverband: Preisträger bei einem Wettbewerb
1955 Industrie Köln: Kulturpreis
1956 Akademie der Künste Berlin Berliner Kunstpreis für Musik (Junge Generation)
1956 Fondation Européenne de la Culture: Prix de la Fondation
1957 Fondation Européenne de la Culture: Prix de la Fondation
1961 Stadt Bonn: Beethoven-Preis
1973 Republik Österreich Österreichischer Staatspreis
1973 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Würdigungspreis für Musik
1985 Republik Österreich Verleihung des Professorentitels durch den österreichischen Bundespräsidenten
1994 Stadt Baden Kulturpreis
1996 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Würdigungspreis des Landes

Stilbeschreibung

 

Ich glaube [...] nicht an eine zwingende Notwendigkeit einer Musik-"Entwicklung" im Sinne des vorigen Jahrhunderts bzw. im Sinne der Theorien Schönbergs. Formale und rhythmische durchmischte Durchführung sowie eine möglichst persönliche Aussage sind mir wichtiger als ein partout neuartiger Klangaufwand.

 

 

Heimo Erbse, 1974/1993


Links Musikdokumentation der österreichischen Nationalbibliothek, Eintrag in Wikipedia

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 4. 2020): Biografie Heimo Erbse. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/68816 (Abrufdatum: 29. 10. 2020).

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