Truhlár Jan

Vorname
Jan
Nachname
Truhlár
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
MusikerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Gitarre
Geburtsort
Prag
Geburtsland
Tschechoslowakei (ehemalig)
Sterbeort
Linz
Ausbildung
1947 Chemische Gewerbeschule, Kolin: Matura
1947 Prager Konservatorium Prag Abiturientenkurs zur Vorbereitung des Kompositionstudiums
1948 - 1951 Prager Konservatorium Prag Unterricht bei Štepan Urban Gitarre
1948 - 1953 Prager Konservatorium Prag Unterricht in Komposition (František Pícha)
1953 - 1957 Prag Prager Musikakademie: Komposition (Pavel Borkovec), Theorie (Karel Janecek und Václav Trojan) und Klavier (Zuzana Růžičková)
1959 Prag Prager Musikakademie: Promotion

Tätigkeiten
1962 - 1968 Jonas-Zaborsky Theatre, Prešov (Ostslowakei): Ballettkorrepetitor
1964 - 1966 Mitglied des tschechischen Komponistenverbands
1966 - 1968 Konservatorium Košice: Professur für Musiktheorie
1968 Prag Umzug nach Prag; nach der sowjetischen Okkupation tätig als freischaffender Komponist, demokratische Gesinnung verhinderte Aufführung seiner Werke, daher nur Bühnenmusik für Theater und Fernsehen
1975 - 1981 Prager Konservatorium Prag Lehrtätigkeit in Kammermusik, Blattspiel, Geschichte der Gitarre, Gitarre für Schauspieler
1979 Wiederaufnahme in den tschechischen Komponistenverband, Noten wurden wieder gedruckt und gespielt; Abgesandter des Komponistenverbandes zum Musikfestival "Weiße Nächte" nach Leningrad
1981 Linz Umzug mit der Familie nach Linz in Österreich
1981 - 1993 Landesmusikschule Perg Perg Lehrtätigkeit für Gitarre, Klavier und Musiktheorie
1989 - 1991 Konservatorium Budweis: Lehrtätigkeit für Gitarre
1993 Eintritt in den Ruhestand

Auszeichnungen
1963 Concours International de la Guitare Paris: Erster Preis Quatuor pour flûte, violon, violoncelle et guitare
1964 Concours International de la Guitare Paris: Zweiter Preis Zweites Konzert für Gitarre und Orchester
1964 Preis "Osvetový ústav", Bratislava Das Haus ist still geworden - (Zatíchol dôm) für Frauenchor
1983 3. Platz im Nationale Kompositionswettbewerb in Wien Linzer Monologe - für Akkordeon
1989 Wettbewerb "Le prix de L'Academie d'accordeon des Alpes de Haute-Provence" (Paris): Kompositionspreis Resonanzen - (Résonnement) für Viola, Vibraphon und Akkordeon

Stilbeschreibung

Ausgehend von der Reihe, beschäftige ich mich im Anschluß an Prof. Karel Janecek mit der Harmonie einer dissonanten Charakteristik der Akkorde, wobei dieses Akkord-Material die Grundlage für die Reihe bildet. Über den Einfluß des Neoklassizismus während meines Studiums bin ich zu Dodekaphonie, Aleatorik, Serialismus und Minimalismus gelangt. Im Vordergrund steht das jeweilige Thema, wobei ich die klassische Form beibehalte. Ein besonderes Anliegen ist mir die Erweiterung der musikalischen Möglichkeiten des Interpreten, indem ich das Instrument in seiner gesamten Funktionalität ausnütze, wie beispielsweise durch das Einfügen eines dünnen Papierblattes zwischen die Gitarrensaiten oder das Spiel mit einem Kamm.

 

Jan Truhlár, 1994

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Jan Truhlár. In: mica music austria – Musikdatenbank. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/71762 (Abrufdatum: 5. 6. 2020).

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