Barsam Jizchak

Vorname
Jizchak
Nachname
Barsam
erfasst als
KomponistIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Violine
Geburtsjahr
1922
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich
Ausbildung
1929 privater Unterricht Violine
1933 - 1938 Wien Volkskonservatorium Wien: Violine, Harmonielehre, Kontrapunkt
1939 - 1941 Haifa: Unterricht bei verschiedenen Lehrern Violine
1939 - 1941 Kfar Hanoar Hadati: landwirtschaftliche Schule
1950 - 1954 Tel Aviv - Israel Dirigieren und Interpretation (Michael Taube)
1971 - 1975 Tel Aviv - Israel Universität Tel Aviv: Musikologie
1975 Tel Aviv - Israel Universität Tel Aviv: Dissertation "Analytische Ansatzpunkt zur kritischen Bestimmung des Kitsches in der Musik"
Begegnung mit Bernd Bergel, einem Schüler Arnold Schönbergs, der maßgeblich für die weitere kompositorische Tätigkeit war

Tätigkeiten
1939 - 1941 erste Kompositionsversuche mit hauptsächlich autodidaktisch erworbener Kompositionstechnik
1944 Musiklehrer an verschiedenen Schulen
1981 - 1992 Ha'aretz: Musikkritiker der Tageszeitung
Israelischer Rundfunk: Serie von wöchentlichen Vorträgen über den Kitsch in der Musik
Kulturzentrum Beth Katz, Kirjat Bialik: Leiter
Übersetzer diverser Literatur deutscher, englischer oder hebräischer Sprache

Aufführungen (Auswahl)
Haifa Symphony Orchestra
Kol Yisrael Orchestra

Auszeichnungen
1962 Israel: ACUM-Preis

Stilbeschreibung

Mein Stil kann im allgemeinen "mäßig modern" bezeichnet werden, das heißt meine Musik ist im Prinzip tonal (wenngleich der Begriff der Tonalität oft sehr weit gefaßt ist). Es finden sich Stellen in den Kompositionen, die auf klassischer Dreiklang-Tonalität basieren ("Kleine Serenade für zwei Flöten"), und andererseits verwende ich "tone-clusters" ("De profundis") oder bediene mich serieller Techniken ("Alterations").
Ich hege großes Interesse für kompositorische Probleme, die im Reiche der Ästhetik liegen, wie z. B. Musik, die, wenngleich notengetreu wiederholt, in anderem Zusammenhang aber immer eine völlig andere Bedeutung hat ("Zweite Symphonie"). Unkonventionelle Zusammenklänge haben immer eine große Faszination auf mich ausgeübt, und diese Vorliebe macht sich auch in einigen meiner Werke bemerkbar (z.B. "Toccata und Capriccio für Streicher und Blech").

 

Jizchak Barsam, 1996

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Jizchak Barsam. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/72328 (Abrufdatum: 26. 9. 2020).