Gold Ernest

Vorname
Ernest
Nachname
Gold
erfasst als
KomponistIn
DirigentIn
ArrangeurIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
1921
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich
Ausbildung
1937 - 1938 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Klavier
1937 - 1938 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Dirigieren
1937 - 1938 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition
1939 - 1940 New York Dirigieren (Leon Barzin)
1939 - 1940 New York Komposition (Otto Cesano)
1948 - 1950 Los Angeles Hollywood: Komposition (George Antheil)

Tätigkeiten
1946 Arrangeur
1948 Komponist für Filmmusik
1958 - 1960 Santa Barbara Symphony Orchestra, Santa Barbara: Dirigent und musikalischer Direktor
Los Angeles Senior Citizens' Orchestra of Los Angeles: Gründer

Aufführungen (Auswahl)
Carnegie Hall New York

Auszeichnungen
1960 Golden Globe in der Kategorie Beste Filmmusik "Das letzte Ufer" - Musik zum US-Spielfilm
1961 Grammy Award für "Bestes Soundtrack-Album oder beste Aufnahme von Film- oder Fernsehmusik" "Exodus" - Musik zum US-Spiefilm
1961 Oscar in der Kategorie "Beste Filmmusik" "Exodus" - Musik zum US-Spiefilm

Stilbeschreibung

Golds Wiener Herkunft wird bei den Gelegenheiten deutlich, die entsprechende Musik verlangen wie in "Ship of Fools" [Das Narrenschiff] (1965) und ein grandioses, berauschendes Walzerthema enthalten wie in "Mad World" [It's a Mad, Mad, Mad, Mad World] [Eine total, total verrückte Welt] (1963). Seine Kenntnis deutscher Musik wird deutlich in "Judgement at Nurembu[e]rg" [Urteil von Nürnberg] (1961) und "Cross of Iron" [Steiner - Das Eiserne Kreuz] (1977), die beide traditionelles Material als Ausgangspunkt benutzen. Es wäre jedoch falsch, den Eindruck aufkommen zu lassen, Golds Musik sei durch seine Herkunft bestimmt. Es findet sich nichts Wienerisches in seinen Kompositionen für Western wie "The Last Sunset" (1961) und "Tom Horn" (1980) oder in dem hitzigen, vom Jazz geprägten Soundtrack zu "Pressure Point" (1962). Aber auch in seiner Konzertmusik, dem "String Quartet", der "Piano Sonata", seiner "Symphony for Five Instruments" und seiner Sammlung "Songs of Love and Parting" sind Wiener Anklänge selten. Seine Film- wie Konzertkompositionen sind die Werke eines talentierten und geschulten Musikers, dessen Glücksfall es war, in einer Stadt mit legendärer Musiktradition aufzuwachsen, und dessen Schicksal es war, Hollywoods Verbindung mit Alt-Wien zu beschließen.

 

Tony Thomas, in: Filmmusik. Die großen Filmkomponisten - ihre Kunst und ihre Technik. - München: Heyne, 1995. - S. 59