Le Grand Macabre
Oper in zwei Akten / vier Bildern
KomponistIn: Ligeti György
Entstehungsjahr: 1974 - 1977
Überarbeitungsjahr: 1996
Dauer: ~ 2h
Genre:
Textsprache des Werks:

Le Grand Macabre - Oper in zwei Akten / vier Bildern

Besetzungsdetails

Orchestercode:  KolS, h.S, S, 2 MezzoS, h.St., h. T buffo, T, 5 Bar, B, 2 gem. Ch - 3 (2 Picc)/3 (Ob d'A, EHr)/3 (Klar in Es und ASax, BKlar)/3 (KFag) - 4/4(C)(2 PiccTr in D ad lib), 1 BTr (C)/1, TBPos, KBPos/1 - Pk, 4 Perc - Mand, Hf - Cel (Cemb), Pf (elekt. Pf) elektr. Org (Regal) - 3/0/2/6/4

Solo: Koloratursopran (1), Sopran (1), Mezzosopran (2), Tenor (1, Tenor buffo), Bariton (5), Bass (1), hohe Stimme (1), Elektroorgel (1)

gemischter Chor (2), Flöte (3, 2 auch Piccoloflöte), Oboe (1, auch Ob d'A und EHr), Klarinette (3, auch Klarinette in Es, ASax und BKlar), Fagott (3), Kontrafagott (3), Horn (1), Trompete (1, C, 2 PiccTr in D ad lib), Basstrompete (4), Posaune (1), Tenorbassposaune (4), Kontrabassposaune (1), Pauke (4), Perkussion (1), Harfe (1), Mandoline (4), Klavier (1), Celesta (1, auch Cembalo), Violine (6), Viola (3), Violoncello (1), Kontrabass (2)

ad hohe Stimme: Knabensopran, Sopran oder Countertenor
ad Perkussion: Xyl, Vibr, Glspl, Mar, 12 mechan. Autohupen, 4 Spieluhren, 6 elektr. Türklingeln, 2 Schellentr., Militärtr., 2 kl. Tr., 3 Bongos, Conga, Rührtr., Paradetr., 4 Tomtom, 2 gr. Tr., 2 Trgl., 3 Paar Crotales, 3 Hängebecken, 1 kl. Becken, 2 Becken, Gong, 2 Tamtam, Röhrenglocken, 2 jap. Tempelglocken, 2 Gueros, 2 Peitschen, Claves, Kastagnetten, Ratsche, 3 Holzblock, Holztr., 5 Tempelblock, gr. Holzhammer, Holzlatten, Lotosflöte, Trillerpfeife, Kuckuckspfeife, Signalpfeife, Sirenenpfeife, Dampfschiffpfeife, 2 Sirenen, 2 Flexaton, Entengequake, 2 Brummtöpfe, gr. Weckeruhr, gr. pyramidenförm. Metronom, Papierbögen, Seiden- oder Zeitungspapier, 1 Paar Sandpapierblöcke, Windmaschine, Papiertüte, Tablett voll Geschirr, Kochtopf, Pistole, 3 chrom. Mundharmonika ( können auch von Bläsern gespielt werden)
ad Klavier: Konzertflügel auch elektronisches Klavier
ad Elektroorgel: nur Manual auch Regal

Rollen:
SolistInnen:
Chef der Geheimen Politischen Polizei (Gepopo) (KolS) - Venus (h. S) - Amanda (S) - Amando (MezzoS) - Fürst Go-Go (KnabenS, S oder CounterT) - Mescalina (dramatischer MezzoS) - Piet vom Faß (h. T Buffo) - Nekrotzar (CharakterBar) - Astradamors (B) - Ruffiack (Bar) - Schobiack (Bar) - Schabernack (Bar) - Weißer Minister (T) - Schwarzer Minister (Bar)
Nebenrollen:
Geheimpolizisten und Henker (Gehilfen der Gepopo), Zeremonienmeister des Fürsten Go-Go (vorzugsweise ein Zwerg), Pagen und Diener am Hofe des Fürsten Go-Go, höllisches Gefolge des Nekrotzar beim Einzug am Hofe des Fürsten Go-Go, stumme Rollen
Chöre:
Gemischter Chor hinter der Bühne ("Echo der Venus" [Frauenchor], "Geisterchoral", "Das Flüstern der Wände" und das Volk von Breughelland I) - Gemischter Chor im Zuschauerraum (das Volk von Breughelland II)

Musik auf der Bühne:
Instrumentalisten aus dem Orchestergraben

 

Abschnitte/Sätze

Vorspiel
Bild 1: Landschaft in Breughelland
Zwischenspiel
Bild 2: Im Haus des Hofastrologen
Vorspiel
Bild 3
Zwischenspiel
Bild 4 (Epilog): Im schönen Lande Breughelland

Publikation

Art der Publikation:  Verlag
Verlag:  Schott Music

Aufnahme

Titel:  Le Grand Macabre
Titel:  The György Ligeti Edition. Complete Works

Weiterführende Informationen

Werk: Neufassung 1996
Text: frei nach Michel de Ghelderodes Schauspiel "Le Balade du Grand Macabre",  in deutscher und englischer Sprache verfügbar (Übersetzung: Geoffrey Skelton)

Uraufführung

Ort:  Stockholm
Datum:  12. April 1978

Veranstaltende Organisation: Königliche Oper
InterpretInnen: Britt-Marie Aruhn, Monika Lavén, Elisabeth Söderström, Kerstin Meyer, Gunilla Slättegard, Barbro Ericson, Sven-Erik Vikström, Erik Saeden, Arne Tyrén, Elgar Howarth (Dir)
Band/Ensemble: Orchester der Königlichen Oper Stockholm
Weitere Informationen: Michael Meschke (Regie), Aliute Meczies (Bühnenbild), Aliute Meczies (Kostüme)
Uraufführung der Neufassung: 28. Juli 1997 bei den Salzburger Festspielen (Dirigent: Esa-Pekka Salonen, Regie: Peter Sellars, Bühnenbild: George Tsypin, Kostüme: Dunya Ramicova, Licht: James F. Ingalls)

Stilbeschreibung

"Es ist das längste Werk Ligetis. Und es ist sicher auch sein stilistisch vielfältigstes. Es ist beinahe eine Collage und Abschnitte der Oper sind in ihrer Struktur collageartig gebaut. Das Werk verweist so auch auf die Collage-Prinzipien der 70er Jahre und der Postmoderne. Aber es gibt auch eine Fülle von "echtem" Ligeti darin. Das Ganze ist sehr reich und dabei sehr kapriziös und deckt ein extrem großes Ausmaß an Ausdruckscharakteren ab: Vom Skurril-Grotesken bis zur subtilen Verfeinerung sind in dieser Musik alle Zwischenstufen vorhanden.
Ligetis Neuversion, die wir hier in Salzburg einstudieren ist gestrafft, Ligeti hat die Partitur "aufgeräumt", hat sie etwas effektvoller gemacht und leicht gekürzt. Er hat eineige gesprochenen Dialoge gestrichen und ein neues Ende komponiert, das ganz wunderbar ist. [...] Es ist ein sehr gelungenes "Up-to-Date"
Esa-Pekka Salonen, 1997
zitiert aus ÖMZ 8/1997, 52. Jahrgang, S. 30

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