Kristallianen
für 16 Solostreicher
KomponistIn: Stankovski Alexander
Entstehungsjahr: 1989 - 2006
Überarbeitungsjahr: 1992
Dauer: ~9m
Genre:
Subgenre:

Kristallianen - für 16 Solostreicher

Besetzungsdetails

Orchestercode:  Str: 4/4/3/3/2

Violine (8), Viola (3), Violoncello (3), Kontrabass (2)

Publikation

Art der Publikation:  Manuskript

Uraufführung

Veranstalter:  Wiener Konzerthaus
Ort:  Wien
Jahr:  2006
Datum:  12. März 2006
InterpretIn:  Schiff Heinrich
Band/Ensemble:  Wiener KammerOrchester

Stilbeschreibung

„Kristallianen“ hieß ein Stück, das ich 1990 für das Wiener Kammerorchester geschrieben habe. Ausgangspunkt meiner Komposition war Anton Weberns Streichquartett op.28: Fragmente dieses reduzierten, in jedem Moment auf das Wesentliche konzentrierten Textes sollten von einer ihm völlig konträren, vegetativ wild wuchernden Musik eines 15-stimmigen Streicherensembles überwachsen werden. Das Ergebnis war unbefriedigend, weil es mir damals nicht gelang, den Wildwuchs polyphoner Linien im erforderlichen Ausmaß zu organisieren. 16 Jahre später habe ich anlässlich einer erneuten Aufführung durch dasselbe Orchester ein vollständig neues Stück komponiert, das mit dem ursprünglichen außer dem Titel nur mehr ein paar Noten gemeinsam hat, die direkt aus Weberns Quartett stammen. Am 12. März 1938 – mitten in der Arbeit an seinem Quartett – schrieb Webern den trotzig-hilflosen Satz: „Ich bin ganz in meiner Arbeit und mag, mag nicht gestört sein.“ Der Schluss meines Stückes kann, obwohl er sich immanent aus den für die gesamte Komposition geltenden Regeln herleiten lässt, auch in Hinblick auf diesen Satz gehört werden.