Brigitte Illitsch (Hintergrund, Aflenz 2006)
Oliver W. Lepai (Gesamtbild, Wien 2007)
Studium der Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz
Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
diverse Kurs- und Seminarteilnahmen in den Bereichen Tontechnik, Musiktherapie, Künstlerisches Selbstmanagement, Kapellmeisterausbildung, Filmmusik u.a.
Als gelernter Trompeter war Christian Tschinkel jugendliches Mitglied lokal ansässiger Blechbläserensembles und Blasorchester sowie Keyboarder in einer Hardrockband. Eine Zeit lang versuchte er sich als „Fusion-Trompeter“ um sich anschließend wieder auf seine frühen Experimente mit Tonbandaufnahmen zu besinnen. Seit jeher von der technischen Klangspeicherung fasziniert und nach unterschiedlichsten Produktionen von der Vorstellung geleitet, originäre Musikwerke im Sinne eines „Kinos für die Ohren“ zu schaffen, beschäftigt er sich heute intensiv mit dem Themenkomplex der Musique acousmatique und ihren Parallelen in der Popkultur. Darin formuliert er derzeit seine Theorie der „Popakusmatik“, die sich auf psychologischer und philosophischer Ebene mit der Wahrnehmung des (alltäglichen) Lautsprecherklanges befasst und wesentlichen Einfluss auf sein eigenes popakusmatisches Schaffen nimmt. Sowohl sein Gedankengebäude als auch seinen musikalischen Output subsumiert er dabei unter dem Begriff ACOUSMONUMENTS.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
|
1993 - 1994
|
Tontechnikseminar | ||||
|
2001 - 2004
|
Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien (u.a. auch bei Igor Lintz-Maues, Wolfgang Musil, Günther Rabl) | ||||
|
2002
|
Kapellmeisterkurs 1, 2 | ||||
|
2003 - 2008
|
Studium der Musikwissenschaft |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|
|
2000 - 2004
|
Musikproduktion | ||
|
2006 - 2008
|
Assistenz im Institut für Musikwissenschaft | ||
|
2008
|
Assistenz | ||
|
2009
|
seither tätig im Editorial Department | ||
|
2010
|
seither Produktionsassistenz |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|---|
|
2000
|
dreimalige Komposition und Produktion einer mehrmonatigen Musik- und Klanginstallation | |||
|
2007
|
diverse popakusmatische Aufführungen | |||
|
2008
|
Klanginstallation, Klangskulptur | |||
|
2009
|
Klanginstallation, Klangskulptur | |||
|
2011
|
diverse popakusmatische Aufführungen |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
|---|---|---|---|---|
|
2000
|
dreimaliger Kompositions- und Produktionsauftrag einer mehrmonatigen Musik- und Klanginstallation | |||
|
2008
|
mehrmonatige Musik- und Klanginstallation |
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
|---|---|---|---|
|
Förderungspreis | |||
|
Förderungspreis | |||
|
Förderungspreis | |||
|
Förderungspreis |
… Elektroakustik … Lautsprecherproduktionen … Musique acousmatique … Popakusmatik … Akusmonautik …
Akusmatische Musik ist für mich die logische Konsequenz innerhalb der Produktion von Lautsprechermusik. In ihr fungiert ein Komponist als Architekt und Klangbildhauer um abseits des Dokumentar- und Interpretationscharakters von Tonaufnahmen originäre Musikwerke zu schaffen. Alles und jeder kann klangliches Ausgangsmaterial sein, weswegen Akusmatik die allumfassende Polyphonie der Welt widerspiegelt und in poetischer aber auch schöpferischer Absicht verarbeitet. Für den Akusmatiker ist das Tonstudio ein Hyperinstrument und der Lautsprecher ein (akusmatischer) Vorhang, hinter dem sich die eigentliche Produktion verbirgt. Das Ereignis der Klanghervorbringung bleibt im Verborgenen und ist im wahrsten Sinn des Wortes „obszön“ – nämlich „off scene“. Der abgründige Schaffensprozess (man denke auch an eine dahinterliegende Matrix) bleibt verhüllt, während sich an den Lautsprecheroberflächen die kultivierten (mitunter extrem manipulierten) Audiosignale „materialisieren“ und eine virtuelle Bühne bzw. Szene erschließen.
Aufgrund einer popästhetischen Grundhaltung (hohe Lautstärke, Exciterphänomene, Audiokompression, Acoustic Driving-Effekte, u. a.) möchte ich in meinem Schaffen die akusmatische Musik um den körperlichen Faktor Pop! (als theoretisches Konglomerat von Affirmation und Gegenhaltung) erweitern. Das Ergebnis bezeichne ich (vorerst) als „Popakusmatik“ – auch wenn mir bereits der Begriff der „Akusmonautik“ vorschwebt.
Wien, 04.2012
Diskografie
CD-Solo-Alben:
CD-Sampler:
Bibliografie