Hollinetz Klaus

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Innere Hebriden I - Teil I für vier Lautsprecher aus dem Projekt "Territories" 2005 1h 26m
2 SOUND FISHING I - für Klavier, Elektronik und Multikanaler Klangprojektion 2005 46m
3 Lost world found 2005
4 Hickup - Klanginstallation für sechs Lautsprecher nach einem Text von und mit Christian Loidl 2004
5 echoe.S - Klanginstallation für zwei Stereosysteme 2004
6 Helix - für vier Lautsprecher 2004
7 Iniji - für 24 Lautsprecher nach einem Text von Henri Michaux 2004 21m
8 Mbirations 2004
9 Elea - für zehn Lautsprecher 2003 14m 30s
10 Muse 1, Muse 2 - für acht Lautsprecher 2003 11m 40s
11 Gegenseiten - Theatermusik für zehn Lautsprecher 2003 1m 10s
12 Memorial - Remix/Komposition mit Klangmaterial von Dieter Feichtner 2003 34m
13 Vissage / Vissage continue - in Zusammenarbeit mit Cordula Bösze für Flöte und Elektronik, 6-28 Lautsprecher (Versionen) 2003 - 2004
14 Fundstücke - für Flöte und zwölf Lautsprecher 2002 15m
15 Lowlands 1 - für verstärkte Bassflöte und zwölf Lautsprecher aus dem Projekt "Territories" 2002 17m
16 Lowlands 2 - für zwölf Lautsprecher aus dem Projekt "Territories" 2002 26m 30s
17 Secret gestures - Klanginstallation für vier (sechs) Lautsprecher 2002 ~ 40m
18 ::: visitors ::: - Klanginstallation für drei kleine Stereosysteme 2002
19 Carillion - für zwölf Lautsprecherkanäle 2001 23m 30s
20 Iconoclast - Installation für sechs Lautsprecher 2001
21 Abschied - für Elektronik, Singstimme und improvisierenden Kontrabass 2001 5m
22 Walking mind - zehnkanalige Klanginstallation zur Lautsprecherskulptur "Das Gehirn liegt an der Fussunterseite"zusammen mit Wolfgang Tschapeller 2000 ~ 2h 14m 29s
23 Free Saggittarius - Zwei Paraphrasen auf den "Freischütz" von C.M. v. Weber 1999 7m
24 Northern Territories - Komposition für zwölf Kanäle und variabler Zeitgestaltung aus dem Projekt "Territories" 1999
25 Southern Territories - Komposition für zwölf Kanäle und variabler Zeitgestaltung aus dem Projekt "Territories" 1999
26 Vier Miniaturen zu "Gödel geht" - Kompositionen/Klangminiaturen zur gleichnamigen Erzählung von Andreas Findig 1999 14m
27 Area - aus dem Projekt "Territories" 1999 30m 20s
28 The Monolith 1997 9m
29 Distant Horns - aus dem Tonga Projekt 1997 13m 30s
30 Little Stories - Klanginstallation für die Installation "Reading Room" von Betty Spackman und Anja Westerfrölke 1997 1h 12m
31 Little Stories - Klanginstallation für die Installation "reading Room" Zusatzversion (deutsch) 1997 36m
32 Wounded Earth - Zwölfkanälige Klanginstallation ( Mit Keith Goddard) aus dem Projekt "Wounded Earth - And they greet us with guns" 1997 - 1998
33 Flammenzungen - Mehrteilige Komposition für 16 Kanäle 1996 1h 26m
34 Wiegenlied - aus dem "Schlafradio-Projekt" 1995 11m
35 Claim - Musik für das gleichnamige Video von Betty Spackman und Anja Westerfroelke 1995 17m
36 Kontinuum - Komposition für vier Kanäle 1995 13m 30s
37 Das Summen, der Ton 1994 3m
38 Tide - Mehrsätzige Komposition für vier oder acht Kanäle 1994 - 1995 1h 10m
39 Tenebrae 1993 13m
40 Ekloge 1 1993 4m
41 Ekloge 2 1993 7m
42 Seskara 1993 - 1994 24m
43 La cuccagna nuova - Klanginstallation für acht Lautsprecher 1992 45m
44 Wind und Staub - für 78 Lautsprecher (56 Audiokanäle) nach einem Text von Henri Michaux 1992 - 2004 48m
45 Diffraktion - Komposition für rückgekoppelte Klänge 1991 10m 20s
46 Libra - Konzertperformance und Lautsprecherinstallation im resonanten Raum 1991
47 Purgatorium - Komposition mit Kurzwellenklängen 1990 12m
48 Libra I-IV - Konzertinterludien für 4 Kanäle 1990 16m
49 Jenseits der Grenze - Aus dem Hörstück "Die Reise nach Ravenna" 1989 7m 30s
50 Tarquinia - Aus dem Hörstück "Die Reise nach Ravenna" 1989 12m
51 Die Reise nach Ravenna - Hörstück für Sprecher und elektroakustische Känge 1989 ~ 45m
52 To and fro 1988 12m 50s
53 Moravagine 1987 13m 30s
54 a sumatra l'art amusa - 1. Version 1987 ~ 20m
55 Network 7 - Elektroakustische Musik 1987 15m 30s
56 a sumatra l'art amusa - Computermusik und Live-Elektronik 1987 15m
57 a sumatra l'art amusa 1987 14m 50s
58 Awake 1986 16m
59 Network 7 1986 15m
60 Tonga - Klanginstallation

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1959
Geburtsdatum:  7. Oktober 1959
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1985 - 1987

Lehrgang für Elektroakustik und Experimentalmusik

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1992 - 1994

Aufbau und provisorische Leitung des Experimentalmusikstudios

1993 - 1995

Gastkomponist und -lektor

1996 - 1997

TONGA Kompositionsprojekt Österreich - Zimbabwe, Harare: Zusammenarbeit mit Keith Goddard

1996

Gastkomponist am Studio SAMT

1996 - 2001

Mitwirkung beim Schulprojekt des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst

1996 - 2005

Teilnahme an "Hören ist Sehen / Oir Es Ver / To Hear Is To See" in Österreich, Mexico, Türkei, Ungarn u. v. a.

2001

Teilnahme

2002

EXPO.02, Biel/Schweiz: Klangregisseur und Gastkomponist am Klangturm

2003

und 2005: Binga ITC Projekt, Binga/Zimbabwe: Workshops

2004

Tourkonzerte in Österreich, Deutschland, Tschechien und Zimbabwe.

Lehrbeauftragter für Ästhetik der Elektronischen Musik und Sound-Design

Literarische Tätigkeit, Publikationen national und international

Realisation zahlreicher Klang - und Rauminstallationen

Teilnahme bei Festivals: Synthese (Bourges/Frankreich), Futura (Crest/Frankreich), FEM95 (Bratislava), Absolute Musik (Allensteig), Hifa (Harare) u.v.a.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1991

Talentförderungspreis für Literatur

1992

Talentförderungspreis für Musik

1998

International Rostrum of Electro-acoustic Music; recommended work

2001

Anton Bruckner Stipendium

2005

Landeskulturpreis

Stilbeschreibung

Jede Komposition ist das Produkt einer eigenen Forschungsarbeit, das heißt aus einem durchaus experimentellen Prozeß entstanden, ist selbst aber kein Experiment mehr. (Pierre Henry, der große elektroakustische Komponist und Lehrer, sagte einmal, das Dilemma der modernen Musik im allgemeinen und der elektroakustischen Musik im besonderen sei, daß man für jedes neue Musikstück ein neues System zu erfinden habe, ganz im Gegensatz zur Literatur und zu anderen Künsten.) Ich versuche, den natürlichen, zufälligen, mikrostrukturellen Gehalt (oder Verlauf) akustischer Phänomene aufzufangen und zu nachvollziehbaren Wahrnehmungsmustern zu kondensieren. Das geschieht zum Beispiel durch eine einfache Montage; durch rigorose Selektion und Reduktion des musikalischen Materials, das nach geeigneten Regeln und Verfahrensweisen aus dem meist konkreten Ausgangsmaterial gewonnen wird. Dabei spielt die semantische oder die anekdotische Bedeutung (im Sinne der "musique concrète") oft keinerlei oder nur mehr eine geringe Rolle für die musikalische Aussage. Ich verwende die "anekdotische Qualität" meist als kontrastierenden oder kontrapunktierenden Teil des musikalischen Ganzen. Mir geht es um Wahrnehmungskriterien, die, auf Grund ihrer oft in Extremen liegenden Bereiche, im Normalfall von der Oberflächenrealität weitgehend verdrängt werden. Welche Klänge wohnen zwischen den Klängen bzw. in den Klängen selbst? Wo liegt die Relation zu den vielfältigen Wahrnehmungskriterien, die das wirkliche Erkennen unserer Umgebung von uns verlangt? Diese Musikstücke entstehen gleichsam "zufällig", aus der Struktur des Experiments des inneren und äußeren Hörens selbst herausgeboren, und fordern auch in einfach scheinenden, durchsichtigen Momenten höchste Aufmerksamkeit. Weil es keine wiedererkennbaren Formmuster gibt oder Anhaltspunkte in allgemeiner Musiktheorie, wird das Hören nicht erleichtert, sondern (so ist meine Absicht) intensiviert. Immer wird eine Katharsis der Sinne angestrebt, viele musikalisch relevanten Ereignisse sind kurz, nicht analysierbar (in ihrer Genese) und sind im Geist nicht sofort abstrahierbar oder wiederholbar. Alle meine Kompositionen sind elektroakustische Musikstücke, die, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ausschließlich für Lautsprecherensembles geschaffen wurden. Diese Kompositionen liegen auf Tonträgern (analoges oder digitales Tonband, CompactDisc) vor. Für einige dieser Stücke gibt es Aufführungsanleitungen (akustische Mehrkanalprojektionen, Klanginszenierungen etc.), es gibt jedoch - prinzipbedingt - keine Partituren.

 

Klaus Hollinetz 1991

Pressestimmen

1. März 2003

Ganz andere Wege geht der Oberösterreicher Klaus Hollinetz, der in "Elea" mit Instrumentalsamples und Klangmaterialien wie Papierrascheln ein raumakustisches Erlebnis bescherte und mit dem ständigen aufeinander Reagieren der Klänge ein gespanntes Zuhören bewirkte 

Oberösterreichische Nachrichten 

 

27. April 2002

Bei "Fundstücke" formen 17 kurze Passagen für Flöte live und ein Equipment aus einem Dutzend Lautsprechern eine kurzweilige pointierte Einheit. Großflächig und ausschwingend die beiden "Lowlands", deren Klanggebilde den Rahmen jeder Partitur auf Papier sprengt: Mit ihren musikalischen Parametern in ständig fließendem Wechsel auf mehreren Ebenen, was zu teils spannenden, teils meditativen Abschnitten führt.

Oberösterreichische Nachrichten (Franz Zamazal)

 

7. April 2000

Elmar Fulda, der vom zeitgenössischen Musiktheater kommt, vertraut der ästhetischen Kraft der Musik und hat dafür in Klaus Hollinetz einen souveränen Partner. Geräuschfetzen und Klangkörper werden zur Drohkulisse, setzen Kontrapunkte, während uns das Ensemble als antiker Chor seine Kassandrarufe frontal entgegenschleudert.

Heilbronner Stimme (Claudia Ihlefeld)

Band-/Ensemblemitglied bei

Band-/Ensemblemitglied bei: 

Kontakt, Links

Sprache:  Deutsch, Englisch
Website:  www.servus.at
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