Lukas Ligeti
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Fotografin: Maarit Kytöharju ©

Ligeti Lukas

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Second Line 1999 ~ 16m
2 Signs in the Sand 1999
3 33 Years and 51 Days 1997 ~ 7m
4 Rhythm Schmythm - Erste Version, für verstärktes Kammerensemble 1996 ~ 5m
5 Great Circle's Tune, Pt. 1 1996 ~ 6m
6 Great Circle's Tune, Pt. 2 1996 ~ 7m
7 Balarama 1996 ~ 5m
8 Bê-Ta-Fôli 1996
9 Is It A Sin? - Arrangement des Hit-Songs "It's A Sin" (Pet Shop Boys) für Kammerensemble 1995 ~ 6m
10 Moving Houses - Streichquartett 1995 ~ 17m
11 Bane of Black Ink - für Elektronik 1995 1m
12 RazCalme 1995 ~ 9m
13 Static$ong B 1994 ~ 9m
14 Madagascar 1994 ~ 4m 30s
15 Punk for Martians 1994 4m
16 Fast, No Comping - Polymetrische Studie 1994 4m
17 Fill in the Blanks 1994 3m - 6m
18 Separated At Birth - (The Stepmothers' Theme Song) 1994 ~ 4m
19 What Are We Looking At 1994 ~ 5m
20 Langage En Dessin 1994 ~ 9m
21 Tonga Tango 1993 5m
22 Korea 1993 ~ 5m
23 Drama 1993 ~ 7m
24 Le soleil 1993 - 1994 ~ 10m
25 The Chinese Wall 1992 12m
26 6th District Castle Magic 1992 9m
27 Groove Magic 1992 22m
28 Static$ong 1992 9m
29 Plexi 1991 4m
30 Seeking Scapegoat 1991 4m 55s
31 Shifted Vision 1990 4m 30s
32 Fragliche I 1990 4m
33 End of An Era 1990 4m
34 Beltsville Small White 1990 2m
35 Fin-de-Siecle-Blues 1990 - 1991 9m
36 Frozen State of Song 1990 - 1993 18m
37 3-D Jigsaw 1989 7m
38 Tinted Mirror 1989 10m
39 Oblique Narratives - Drei Stücke für 2 Klaviere 1989 ~ 18m
40 Tanzen verboten 1989 3m 30s
41 Excerpts From Time 1988 7m
42 Pattern Transformation - für 4 Spieler an 2 Marimbas 1988 4m 30s
43 In P - Polymetrische Studie 1988 - 1991 4m
44 Sketches in Colors That Aren't 1988 - 1993 8m
45 Circular Framework - für Tonband 1988 9m
46 Zwei Essays für Klavier 1987 9m
47 Bird's-Eye Abstracts 1987 7m
48 3457 für vier Spieler - Polymetrische Studie 1987 3m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1965
Geburtsdatum:  13. Juni 1965
Geburtsort:  Wien
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1988

 

1988

Workshopteilnahme (John Zorn)

1991

Improvisationskurs (David Moss), Kompositionskurs (George Crumb)

1993

Jazz-Schlagzeug; Abschluss mit sehr gutem Erfolg

1993

Komposition; Diplom mit Auszeichnung

1993 - 1994

Ergänzungsstudium zum Mag. art.

1994 - 1996

Visiting Scholar am Center for Computer Research in Music and Acoustics CCRMA

University of the Witwatersrand: PhD-Programm

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1988 - 1991

Gründung und Auftritte mit der Gruppe "Things of NowNow" (gemeinsam mit Christian Minkowitsch, Friedrich Neubarth, Alexander Wagendristel)

1990 - 1991

Konzerte mit "Things of NowNow" in Deutschland im Rahmen von Veranstaltungen des Spektrums der Wissenschaft zusammen mit mathematischen Vorträgen von Heinz-Otto Peitgen (Uni Bremen) und Richard Voss (IBM New York)

1990 - 1993

Mitglied der Gruppe "Kombinat M" (mit Andreas Heidu, Walter Hollinetz, Andreas Leikauf, Erwin Redl)

1994

im Auftrag des Goethe-Instituts gemeinsam mit "Pyrolator" Kurt Dahlke: Abhaltung eines Schlagzeug-, Elektronik- und Improvisationsworkshops in Abidjan (Cote d'Ivoire), aus diesem Seminar ging die Gruppe Be-Ta-Foli (seit 1997 auch Beta Foly) hervor, seither Zusammenarbeit

1998 - 2015

Lebensmittelpunkt

2006

University of the Witwatersrand: Gastprofessor, composer in residence

2007

Reise nach Uganda und Zusammenarbeit mit der "Ndere Troupe"

2008

Dozent für Komposition, University of Ghana in Legon (Accra)

2010

Zusammenarbeit mit Musikern in Lesotho und Beschäftigung mit dem seltenen traditionellen Instrument Lesiba

2015

seitdem Assistant Professor in "Integrated Composition, Improvisation, and Technology" an der University of California (Irvine)

Konzerte und/oder Aufnahmen auch mit Henry Kaiser, Elliott Sharp, Roy Nathanson, George Lewis, Michael Manning, Ralph Carney, Tom Constanten u.v.a.

Schlagzeuger in einigen Jazz- und Rockbands und Gruppen für improvisierte Musik

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1989
1990

 

1990

 

1990

Budapester Wochen für zeitgenössische Musik

1990

Österreich heute

1991
1993

Alternative Vienna, London

1994
1994

Kilkenny Arts Week

1995

Festival of New American Music Sacramento

1995

Gaida Festival Vilnius

1995

Meltdown Festival London

1996

International Percussion Festival Taipei

1996

Offene Grenzen Wien

2005

Unyazi-Festival, Johannesburg (erste elektronisch-experimentelles Musikfestival in Afrika)

BAM Next Wave Festival

Central Park Summerstage, New York

Luminato Festival, Toronto

Montreal Jazz Festival

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

 

 

Amadinda-Ensemble Budapest

Icebreaker London

London Composers' Ensemble

Synergy Percussion Sydney

Bang on a Can

American Composers Forum

New York University

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1990

Förderungspreis für Komposition

1991

Staatsstipendium für Komposition

1993

Arbeitsstipendium

1993

Würdigungspreis

1995

Composition Fellowship by Arts Council of Santa Clara County, California

1996

Staatsstipendium für Komposition

2010

CalArts Alpert Award in Music

Stilbeschreibung

Mein größtes Interesse ist das Finden und Erfinden neuartiger Musiksprachen. Funktionierende, heute lebendige und mehr oder weniger klar definierte Musiksprachen sind meine großen Einflüsse: Jazz, Rock, traditionelle Musik aus allen Teilen der Erde. Ich bin der Meinung, daß neue technologische Entwicklungen (Computer) das Potential haben, dem künstlerischen Denken völlig neue Impulse zu geben. Sie verleihen ein bisher ungeahntes Maß an Kontrolle, es entsteht die Möglichkeit, musikalische Prozesse auf bisher unbekannte Weise zu definieren und zu gestalten. Darüber hinaus entstehen neue Kombinationsmöglichkeiten innerhalb eines sowie zwischen mehreren Medien. Neue Arten der Kommunikation (z.B. Internet) und die Tatsache, daß die Welt heute klein geworden, dennoch aber unüberschaubar groß geblieben ist, geben die Möglichkeit, ein Kunstwerk zu schaffen, das ein homogenes Ganzes bildet, obwohl es von Vielfalt und scheinbar gegensätzlichen Komponenten lebt. Zentral- und ostafrikanische musikalische Denkweisen haben mich zu einer neuen, auf choreographische Muster aufgebauten Art, Drum-Set zu spielen, geführt; damit einher ging die Entwicklung einer Tabulaturnotation für Schlagzeug. 1994 reiste ich mit Kurt Dahlke im Auftrag des Goethe-Instituts nach Côte d'Ivoire. Während unseres Aufenthalts entstand eine Gruppe von 17 Mitgliedern, in der wir versuchten, Denkweisen traditioneller afrikanischer Musiker mit denen Europas und Amerikas sowie mit neuesten elektronischen Instrumenten zu verbinden. 1996 führten wir diese Arbeit mit einer CD-Aufnahme fort. Ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit ist das Erforschen von Möglichkeiten der Polymetrik. Der Live-Einsatz koordinierter Metronome, wie z.B. im Stück 'Groove Magic', hat es mir ermöglicht, rhythmische Muster einer bisher undenkbaren Komplexität, in einem bisher undenkbaren Tempo, zu komponieren. Wie schnell und kompliziert diese neuen Rhythmen, Harmonien, Melodien aber auch sein mögen: sie müssen für den Hörer erkennbar sein. Deshalb bemühe ich mich um eine Musiksprache, die es dem Publikum ermöglicht, eine Musik in Beziehung mit einem Referenzsystem von ihm bekannten Einflüssen zu setzen, was wiederum heißt: sich für die soziale (nicht ideologische) Funktion von Musik zu interessieren.

 

Lukas Ligeti 1994/1996

Diskografie, Projekte

Diskographie:

  • 2011: Pattern Time (Innova Records)
  • 2010: Paspange (Cantaloupe Music)
  • 2008: Afrikan Machinery (Tzadik Records)
  • 2007: Rêem Tekré (AtaTak)
  • 2004: The Williamsburg Sonatas, Gebbia-Ligeti-Pupillo Trio (Wallace Records)
  • 2004: Mystery System (Tzadik Records)
  • 2003: Shadowglow, Raoul Björkenheim & Lukas Ligeti (Tum Records)
  • 2002: Heavy Meta, GoodmanKaiserLigeti-Trio (Ecstatic Yod)
  • 2000: Entrons Dans la Danse, Maï (Seydoni Productions)
  • 1997: Lukas Ligeti & Beta Foly (Intuition Music)
  • 1995: The Siamese Stepbrothers (Cuneiform Records)
  • 1993: Hybrid Beat, Kombinat M (Cuneiform Records)
  • 1991: NowNowism, Things of NowNow (Extraplatte)

 

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