Mit freundlicher Genehmigung von E. Urbanner ©

Urbanner Erich

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 Gruppen im Dialog für acht Spieler 2012 14m
2 Polyphonie für Orgel 2012 17m
3 Nocturne - für Klavier 2010
4 Konzert für Viola und dreizehn Spieler 2010 18m
5 Kammerkonzert - für zwölf Instrumente 2009 18m 30s
6 Ballade - für Klavier 2008 12m
7 6. Streichquartett 2008 20m
8 Sieben Klavierstücke für Fortgeschrittene 2007 11m
9 Ein-Fall für Zwei - Duo für Flöte und Violoncello 2007 10m
10 Reminiszenzen - für Violoncello solo 2005 13m
11 Begegnungen für großes Orchester 2005 - 2006 20m
12 "… drum greif ma zua" - für Ensemble 2004 ~ 5m
13 Jodler-Tanz - für Ensemble 2004 4m
14 Duo für zwei Gitarren 2003 11m
15 Konzert für Akkordeon und neun Instrumente 2003 - 2004 17m
16 Klavierkonzert Nr. 4 2002 - 2003 21m
17 5. Streichquartett 2001 17m
18 Vier Moritaten - für Bariton und frei zu wählende Instrumentalbegleitung 2000 16m
19 Entfaltung - für Violoncello und Klavier 1999 10m
20 Orgelwerk 1998 - Suite in vier Sätzen 1998 12m
21 Multiphonie - für großes Orchester 1998 - 1999 20m
22 ... apropos Orgelpunkt ... - für Gitarre solo 1998 8m
23 Solo für Klarinette in B 1997 10m
24 Quartett für Violine, Klarinette, Tenorsaxophon und Klavier 1997 13m
25 Saxophonie - für Saxophonquartett 1997 14m
26 Formen im Wandel - Klavierstück 1996 8m
27 begegnung - variation - wiederbegegnung - für zwölf Instrumentalisten 1996 17m
28 Drei Sätze - für gemischten Chor, Soli und Violoncello 1995 22m
29 Phantasiestück für Orgel 1995 16m
30 Die Tochter des Kerensteiners - Vier Szenen für Musik nach dem Fragment eines unbekannten Dichters aus dem 12. Jahrhundert 1994 30m
31 quasi una fantasia - Sechs konzertante Stücke für 15 Instrumente 1993 19m
32 Zyklus - für Orgel 1992 16m
33 Viertes Streichquartett 1992 15m
34 Duo - für Akkordeon und Kontrabass 1992 12m
35 Johannes Stein oder Der Rock des Kaisers - Monodram für Sprecherin, 4 Männerstimmen und Orchester 1991 1h 5m
36 Concerto XIII - für Saxophonquartett und 9 Spieler 1990 19m
37 ... in Bewegung ... - Trio in zwei Sätzen für Violine, Violoncello und Klavier 1990 20m
38 Dreizehn Charakterstücke - für Klavier 1989 26m
39 Concerto - für Saxophonquartett und Streichorchester 1989 18m
40 Ninive oder Das Leben geht weiter - Oper in 2 Teilen (7 Bildern) nach dem "Buch Jona" 1987 2h
41 Trio mobile - für Flöte, Viola und Violoncello 1987 12m
42 Acht ächte Tyroller Liader - für Sopran, Tenor und Kammerensemble 1985 30m
43 Doppelkonzert - für Flöte, Klarinette und Orchester 1984 20m
44 Emotionen - für Saxophonquartett 1984 9m
45 Ballade - für Gitarre solo 1982 11m
46 Sinfonia concertante - für Kammerorchester 1982 18m
47 Requiem - für 4 Soli, gemischten Chor und Orchester 1982 - 1983 ~ 1h
48 Nonett 1981 1981 11m
49 Variation - für Klavier 1981 2m
50 Konzert für Violoncello und Orchester 1981 22m
51 Sonata brevis - für Kammerorchester 1980 7m
52 Arioso - Furioso - für Violoncello und Klavier 1980 12m
53 Sechs Phan-Tasten und zwei Schlagzeuger 1980 13m
54 Sinfonietta 79 - für Kammerorchester 1979 16m
55 Quartetto concertato - für Streichquartett und sechs Streichduos 1978 14m
56 Nachtstück - für Blockflötenensemble 1978 8m
57 Concerto für Alt-Saxophon in Es und zwölf Spieler 1978 - 1979 14m
58 Takes - für Klaviertrio 1977 16m
59 Klavierkonzert 76 1976 18m
60 Pastorale 1975 18m
61 Retrospektiven - Vier Stücke für großes Orchester 1974 - 1975 18m
62 Sextett 1973
63 Burleske - für Flöte und Orgel 1973 13m
64 Kontrabasskonzert 1973 22m
65 Concerto Wolfgang Amadeus - für zwei Orchester, drei Posaunen und Celesta 1972 14m
66 Drittes Streichquartett 1972 8m
67 Solo - für Geige 1971 7m
68 Lyrica - für elf Instrumente 1971 8m
69 Violinkonzert 1971 20m
70 Kontraste II - für Orchester 1970 8m
71 Improvisation III - für zehn Instrumente 1969 15m
72 Improvisation IV - für Bläserquintett 1969 7m
73 Thema, 19 Variationen und ein Nachspiel - für Orchester 1968 12m
74 Fünf Stücke für Flöte 1967 8m
75 Vier Stücke - für Viola 1967 7m
76 Rondeau - für großes Orchester 1967 17m
77 Adagio - für Klavier 1966 10m
78 Acht Aphorismen - für Flöte, Klarinette und Fagott 1966 8m
79 Improvisation II - für zwei Klaviere 1966 9m
80 Concerto - für Oboe und Kammerorchester 1966 13m
81 Dialoge - für Klavier und Orchester 1965 18m
82 Etüde - für Bläserquintett 1965 4m
83 Serenade - für Streichorchester 1965 12m
84 Schlag- und Klangfiguren 1964 8m
85 Symphonie in einem Satz 1963 20m
86 Der Gluckerich oder Tugend und Tadel der Nützlichkeit - Musikalische Burleske in drei Akten nach Guy de Maupassant 1963 1h 44m
87 Das Ahnenbild - für Sopran und Klavier 1961 8m
88 Concertino - für Orgel und Streichorchester 1961 12m
89 Fünf Songs - für Mezzo-Sopran und kleines Ensemble 1961 7m
90 Fünf Stücke - für Violine und Klavier 1961 10m
91 Improvisation I - für Orgel 1961 8m
92 Flötenconcertino 1959 12m
93 Elf Bagatellen - für Klavier 1959 9m
94 Fünf Stücke - für Klavier 1959 10m
95 Klavierkonzert 1958 20m
96 Variation - für Klavier 1958 5m
97 Missa Benedicte Gentes - für vierstimmigen gemischten Chor und Orgel 1958 15m
98 Variationen - für Klavier 1958 5m
99 Prolog für Orchester über "Innsbruck, ich muß dich lassen" 1957 8m
100 Intrada - für Kammerorchester 1957 8m
101 Zweites Streichquartett 1957 8m
102 Zweite Sonatine - für Klavier 1957 8m
103 Acht Stücke - für Flöte und Klavier 1957 8m 30s
104 Erstes Streichquartett 1956 6m
105 Erste Sonatine - für Klavier 1956 7m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1936
Geburtsdatum:  26. März 1936
Geburtsort:  Innsbruck
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

 

Erich Urbanner, geboren 1936, studierte von 1955 bis 1961 in Wien an der Musikhochschule Komposition bei Karl Schiske und Hanns Jelinek, Klavier bei Grete Hinterhofer und Dirigieren bei Hans Swarowsky. Bei den Darmstädter Ferienkursen belegte er Kompositionskurse bei Wolfgang Fortner, Karlheinz Stockhausen und Bruno Maderna.

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1961 - 1969

Lehrer für Partiturspiel

1968

seitdem Dirigiertätigkeit und Komposition zahlreicher Werke

1969 - 1974

Leiter des Zwölftonseminars

1969 - 2004

ordentliche Professur (Komposition, Tonsatz)

1986 - 1989

Leiter des Instituts für Elektroakustik und experimentelle Musik

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1956

Kompositionspreis

1956

Kompositionspreis

1962

Förderungspreis

1966

Festival St. Hubert, Belgien: Preis

1980

Kompositionspreis

1982

Würdigungspreis

1984

Musikpreis der Stadt Wien

1993

Tiroler Landespreis für Kunst

2001

Goldene Ehrennadel des Österreichischen Komponistenbundes

2001

Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

2001

Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien

2006

Ehrenmitgliedschaft

2011

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Stilbeschreibung

In meinen Werken versuche ich stets, Erlebniswerte eigenpersönlich und mit musikalischer Phantasie zu verarbeiten. Diese kompositorische Grundeinstellung bedingt eine individuell entwickelte Form, die aber durch Gestik und Klang klar gegliedert sein muß, um sie für den Hörer verfolgbar zu machen. Ich stehe jederzeit neuesten Tendenzen, Entwicklungen, die die Musikszene beleben, offen gegenüber, nehme meiner Mentalität Entsprechendes auf, ohne mich einer bestimmten Richtung zu verschreiben. In einer Zeit vielfältigster Strömungen, aber auch in einer Zeit der Unsicherheit, was noch Avantgardismus und was Konservativismus sei, ist es wichtig, sich klar vor Augen zu führen, daß Innovationen weniger denn je im Materialbereich als im Grad kompositorisch gestaltender Bewältigung zu setzen sind.

 

Erich Urbanner, 1994

Pressestimmen

27. September 2010

Unglaublich spannend [...] Erich Urbanners 'Begegnungen' im ersten musica-viva-Konzert [...] Wirklich erstaunlich ist jedoch, dass die wohl dichteste Tonsprache bei der Uraufführung des konziliantesten Werkes dieses Abends entsteht: bei Erich Urbanners 'Begegnungen' für großes Orchester. Durch die unglaublich dichte Melodik, durch die vielen, einander stimmig ablösenden Stimmungsbilder entsteht ein Klangeindruck, der an eine spätromantische sinfonische Dichtung erinnert. Eine wirklich spannende musikalische Geschichte.

Süddeutsche Zeitung (Andreas Pernpeintner)

 

31. Jänner 2004

Mozart im Gipfelgespräch
Zwischen zwei Mozart-Streichquintetten erklang das vor 32 Jahren entstandene dritte Streichquartett, das Erich Urbanner dem Alban Berg Quartett gewidmet hat. Knapp acht Minuten dauert das Stück, das dennoch alles enthält, was man sich von einem Quartett wünscht: klar formulierte Haupt- und Seitengedanken, die in Sonatensatzmanier rhythmisch wie klanglich abwechslungsreich verarbeitet werden, überraschende, nicht selten impressionistisch getönte Klangeffekte, rhythmischer Witz, drängende Virtuosität. Zudem wechseln genau notierte Abschnitte mit freien Entwicklungen. Das garantiert, dass keine Aufführung der anderen gleicht, fordert zudem Fantasie und Spontaneität der Spieler.

Die Presse (Walter Dobner)

 

Das 5. Streichquartett ist genau und liebevoll durchgearbeitet; in den kontrapunktischen Passagen wird das hohe handwerkliche Niveau des Komponisten deutlich. Die lyrischen Teile lassen an Berg denken - das mag eine Projektion des Zuhörers sein, ist aber jedenfalls nicht die schlechteste Referenz. Urbanner verzichtet auf neue Spieltechniken und Möglichkeiten der Klanggestaltung, dennoch ist das Werk durch und durch modern. Die vertikale Gestaltung, die in verwirrender Weise häufig Späteres vorwegnimmt, übereinanderschichtet, was man hintereinander erwarten würde, den Zeitfluss einmal bremst, um ihn ein andermal atemlos zu beschleunigen - hier liegt die Aktualität des Werkes. Dabei ist Urbanner, und schon das allein wäre dankbar zu loben, niemals geschwätzig, der dramaturgische Zusammenhalt des Stückes an keiner Stelle gefährdet.

Österreichische Musikzeitschrift (S.J.)

 

29. Jänner 2004

[...] Erich Urbanner, der zu den stillsten seiner Zunft gehört, aber auch einer der besten der österreichischen Komponisten der Gegenwart ist: Seine Musik ist expressiv und bedient sich eines avancierten Vokabulars, ohne den Zuhörer damit zu überfordern.

Wiener Zeitung (E.B.)

 

2003

Innsbruck: Ovationen für Urbanner-Requiem
Lange Sekunden der Ergriffenheit und dann tosender Beifall mit unzähligen Hervorrufen für einen zeitgenössischen Komponisten, der sein Werk ohne billige Konzessionen an den Publikumsgeschmack und ohne Verleugnung seines ganz persönlichen Stils schuf: Das ist wohl der größte Erfolg, den Erich Urbanner mit der Uraufführung seines Requiems erreichen konnte. [...]

Kurier (Theo Peer)

 

22. Februar 1985

Bewegende Uraufführung im Kongreßhaus zu Andreas Hofers 175. Todestag: Urbanners Requiem ist ein Meisterwerk
Eine gebannte Zuhörerschaft erlebte [...] mit und nach, was der 49jährige Innsbrucker Komponist Erich Urbanner in seiner bekenntnishaften Auseinandersetzung mit dem Thema Tod an gläubigen, von Angst und Schrecken, aber auch von Trost und Zuversicht erfüllten Gefühlen in seinem 1982/83 als Auftragswerk des Landes Tirol komponierten Requiem mit außerordentlichem Können in Musik gesetzt hat. Das Werk, das unter der Stabführung von Lothar Zagrosek eine ebenso würdige wie glanzvolle Uraufführung erlebte, schlägt eine Brücke zwischen Alt und Neu, zwischen Geschichte und Gegenwart.

Neue Tiroler Zeitung (Jutta Höpfel)

AnlassgeberIn von (Werk)